Formel E

Günther: «Formel E wie schweben, wie ein Kampfjet»

Von - 12.01.2019 08:59

Maximilian Günther absolviert für Dragon seine Debütsaison in der Formel E. Für ihn ist es ein Privileg, im wohl stärksten Fahrerfeld im Motorsport unterwegs zu sein.

Maximilian Günther ist der jüngste Fahrer im Feld der Formel E. Er absolviert 2018/19 seine Debütsaison für Dragon, hatte bereits im Vorjahr bei Tests erste Erfahrungen im Elektroboliden gesammelt.
Der 21-Jährige ist ganz klassisch groß geworden: Mit Benzingeruch, Lärm, Motorengeheul. So wie man sich den Motorsport eben vorstellt. Bei der Formel E ist das anders, der fehlende Lärm ist ein Kritikpunkt, der die Serie seit dem ersten Tag begleitet.

Auch für Günther gehörten der Benzingeruch, der Lärm, das ganze Flair dazu, waren war für ihn immer ein zentraler Bestandteil von Motorsport. «Ich hatte immer gedacht, dass muss dabei sein», sagte er Eurosport.

«Aber bei meinem ersten Formel E Test in Marrakesch im Februar 2018 bin ich ganz offen an die Sache herangegangen. Mal schauen ob mir da irgendetwas fehlt beim Fahren, wenn der Wagen keinen Sound macht. Überraschenderweise fand ich es vom ersten Moment an mega cool», gab er zu.

Es sei ein komplett anderes Feeling im Auto, so Günther: «Es ist ein bisschen wie schweben, weil Du nur sehr wenige Geräusche um Dich herum hast. Umso schneller Du wirst, umso cooler fühlt es sich eigentlich an. Es fühlt sich an wie ein Kampfjet. Mir macht das große Freude und ich finde es eine sehr moderne Art des Motorsports.

Aber diese Erfahrung muss man erst einmal selbst machen.»
Seine Erfahrungen macht er nun nicht nur in einem Formel-E-Boliden, sondern auch in einem bunten Fahrerfeld mit einigen früheren Formel-1-Piloten wie Felipe Massa, Pascal Wehrlein oder Jean-Eric Vergne.

Günther betont: «Die Formel E weist eines der stärksten, wenn nicht sogar das stärkste Fahrerfeld im gesamten Motorsport auf. Es gibt keine andere Serie weltweit, wo so viele Automobilhersteller involviert sind. Das macht die Serie groß, bekannt und wichtig. Das macht sie auch für viele Fahrer interessant und darin zu fahren ist ein Privileg.»

Sein erstes Rennen im Dezember beim Auftakt in Riad lief nicht so wie erwartet, er musste von hinten starten und wurde nur 15. «Ich hatte nicht den Saisonauftakt, wie ich ihn mir sportlich gewünscht hätte, aber trotzdem viel Freude bei meinem Debütwochenende. Da war deutlich mehr drin», so Günther.

Sein Teamkollege Jose Maria Lopez lag lange aussichtsreich auf einem Podiumsplatz, schied dann aber aus. «Unser Ziel ist es natürlich vorne mit zu fahren und Erfolge einzufahren. Wir wollen schnell sein, aber waren dann auch sehr positiv überrascht», sagte Günther.

Er will in den ordentlichen Start aber nicht zu viel reininterpretieren. «Wir sind im Endeffekt das kleinste Team, ein Privatteam, kämpfen fast ausschließlich gegen Automobilhersteller mit viel Erfahrung und vielen Möglichkeiten. Für uns war der Beginn in Riad eine gute Momentaufnahme, aber dennoch würde ich nicht in Euphorie verfallen. Es gab viele Teams, die unter Wert geschlagen wurden.»


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