Formel E

Extreme E: Neue Elektroserie mit 680-PS-Biestern

Von - 01.02.2019 09:24

Gil de Ferran und Alejandro Agag haben Extreme E ins Leben gerufen – eine elektrische Offroad- Rennserie, die an fünf der einzigartigsten und entlegensten Regionen der Welt stattfinden wird.

Das innovative Sport- und Unterhaltungskonzept zeigt elektrische Sport Utility Vehicles (SUVs), die unter extremen Bedingungen gegeneinander antreten. Neben dem Leistungsvermögen der Fahrzeuge, dem Können der Star-Piloten und den fortschrittlichen Technologien geht es vor allem auch um die Herausforderungen, mit denen die einzelnen Ökosysteme zu kämpfen haben.

Ab Januar 2021 werden fünf Veranstaltungen stattfinden – alle an Orten von herausragender Naturschönheit, die jedoch durch den Klimawandel und andere Herausforderungen bedroht sind: die Arktis, der Himalaya, die Sahara, der Amazonas-Regenwald und die Inseln im Indischen Ozean.

Indem Extreme E die Leistung von Elektrofahrzeugen demonstriert, die und unter diesen rauen Geländebedingungen Rennen fahren, soll das weltweite Bewusstsein dafür geschärft werden, mit welchen spezifischen Umweltproblemen die jeweiligen Regionen zu kämpfen haben – zum Beispiel schmelzende Eiskappen, zunehmende Entwaldung, fortschreitende Wüstenbildung, sich zurückziehende Berggletscher, Verschmutzung durch Plastikabfälle und steigende Meeresspiegel.

Extreme E ist als eine einzigartige Doku-Sport-TV-Serie konzipiert mit dem Anspruch, neue Maßstäbe in der Übertragung von Sportereignissen zu setzen. Produziert wird die Serie von dem Oscar-prämierten Filmemacher Fisher Stevens als neuen künstlerischen Leiter von Extreme E.

Der Start von Extreme E erfolgt an Bord des ehemaligen königlichen Postschiffs St. Helena unweit der Tower Bridge in London. Extreme E verpflichtet sich zur Klimaneutralität. Zusätzlich leistet Extreme E an allen Zielorten – gemeinsam mit entsprechenden Umwelt-Initiativen – einen Beitrag zur Sanierung und Wiederherstellung beschädigter Ökosysteme, die bereits vom Klimawandel betroffen sind. Der renommierte britische Entdecker und Umweltschützer David de Rothschild wird die Mission, elektrische Rennen an einige der entlegensten Regionen der Welt zu bringen, als „Chief Explorer“ von Extreme E leiten.

Ganz im Stile großer Expeditionen der Vergangenheit wird die gesamte Ausrüstung auf dem Seeweg transportiert – an Bord des knapp 7.000 Tonnen schweren Postschiffes, das früher die Insel St. Helena im Südatlantik belieferte. Die RMS St. Helena wird als schwimmendes Fahrerlager für Extreme E dienen. Dafür wird das Schiff einer umfassenden Renovierung und Modernisierung mit Green-Emission-Technologien in der Größenordnung von mehreren Millionen Pfund unterzogen.

Gil de Ferran, Vorsitzender von Extreme E: «Das ist ein äußerst spannendes Projekt. Extreme E bietet ein einzigartiges Sport-, Erlebnis- und Unterhaltungskonzept, das so noch nie zuvor gesehen oder realisiert wurde. Auf die Zuschauer wartet eine völlig neue Art, Sport zu erleben. In den einzelnen Episoden wird nicht nur die Geschichte eines Rennens erzählt, sondern Extreme E treibt darin auch die weitere Sensibilisierung voran und macht auf die Notwendigkeit aufmerksam, diese abgelegenen und herausfordernden Umgebungen zu schützen.»

Extreme E wird in Zusammenarbeit mit der Formel E, dem Veranstalter der schnell wachsenden ABB FIA Formula E Championship, durchgeführt. Die Teilnehmer treten in einem traditionellen Turnier- Format in zwei Gruppen mit jeweils sechs Teams gegeneinander an. Die Top-Vier ziehen in die K.-o.- Runde ein, in der jeder Fahrer schließlich um einen Platz im Finale kämpft. Die Offroad-Etappen sind etwa 6-10 Kilometer lang und verfügen über eine Reihe von virtuellen Toren, durch die die Fahrer navigieren müssen – das ganze bei schwierigsten Bedingungen, von extremer Hitze und Luftfeuchtigkeit über große Höhen bis hin zu Temperaturen weit jenseits des Gefrierpunktes.

Alejandro Agag, Gründer und CEO der Formel E: «Ich war schon immer begeistert von der technologischen Weiterentwicklung der Elektrofahrzeuge und von den Auswirkungen, die saubere Mobilitätslösungen auf die Bemühungen zur Eindämmung des globalen Klimawandels haben können. Ich bin fest davon überzeugt, dass Extreme E dazu beitragen kann, die Welt schneller nachhaltiger zu machen.»

In den Boliden sollen zwei Elektromotoren mit Leistungswerten der Formel E zum Einsatz kommen. Heißt: Extreme E dürfte doppelt so viel Power haben wie die Formel E: «Wir landen in etwa bei 500 kW (680 PS). Diese Fahrzeuge werden richtige Biester.»

Mit den Extreme E einher geht eine innovative Form der Sport-Übertragung: Die Rennen werden in einem seriellen dokumentarischen Stil gezeigt, so dass die Fans jede Episode mit einem kinoreifen Gefühl verfolgen können. Der Fokus liegt auf den Abenteuern und Herausforderungen jeder einzelnen Etappe und erzählt zugleich die Geschichte, wie der Klimawandel das Ökosystem am jeweiligen Standort gefährdet.

Fisher Stevens, Oscar-prämierter Filmemacher und künstlerischer Leiter von Extreme E:: «Elektro-Rennen sind für mich zu einer Leidenschaft geworden, nachdem ich zusammen mit Leonardo DiCaprio einen Dokumentarfilm über die vierte Saison der Formel E gemacht habe, der später in diesem Jahr veröffentlicht wird. Darin wird nicht nur die Geschichte der Rennfahrer erzählt, sondern wir zeigen auch wie der elektrische Motorsport eine wichtige Rolle im Kampf gegen den Klimawandel spielen kann. Ich freue mich daher künstlerischer Leiter von Extreme E zu werden. Ich denke, dass dieses revolutionäre Konzept sowohl den Kampf gegen den Klimawandel fortführt, als auch neue Maßstäbe setzt, was die Übertragung von Motorsport-Events und anderen Sportarten angeht. Mein narrativer und visueller Fokus wird darauf liegen, ein brillantes Team von Geschichtenerzählern zusammenzustellen, um eine dokumentarische Serie zu erstellen, die die Zuschauer des 21. Jahrhunderts nicht nur überzeugend, sondern auch inspirierend finden werden. Blue Planet trifft Dakar.»

Extreme E ist ein vollständig durchfinanziertes Projekt und hat bereits die Unterstützung von Continental Tyres als Gründungspartner und offizieller Reifenlieferant. CBMM unterstützt die Serie als Niob-Supplier und ermöglicht so die Integration technologisch fortschrittlicher Niob-Produkte in das Chassis der rein elektrischen SUVs.


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Die RMS St. Helena wird als schwimmendes Fahrerlager für Extreme E dienen © Extreme E Die RMS St. Helena wird als schwimmendes Fahrerlager für Extreme E dienen
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