IDM Superbike

Max Neukirchner – IDM Superbike Titel und Trauschein

Von - 29.03.2016 12:20

Max Neukirchner startet in diesem Jahr bereits zum zweiten Mal für Team Yamaha MGM in der IDM Superbike. Der 32-jährige Stollberger kämpft auch 2016 um die Krone.

Im Vorjahr verdarb dem ehemaligen WM-Piloten ein Oberschenkelbruch die Bilanz. In dieser Saison soll es endlich klappen mit dem Titel. In Spanien konnte der Sachse bereits gemeinsam mit seinen Teamkollegen Florian Alt und Lukas Trautmann erste Testkilometer abspulen. In Le Mans geht es für Neukirchner nun mit Testfahrten und dem Langstrecken-WM-Lauf weiter.

Was ist 2016 neu für dich?

«Ich habe zwei neue Teamkollegen. Es wird spannend mit den beiden Youngsters zusammenzuarbeiten und ihre Fortschritte zu beobachten. Außerdem wechseln wir dieses Jahr von Pirelli zu Dunlop. In der Moto2-WM bin ich bereits mit diesen Reifen gefahren, aber das kann man jetzt nicht unbedingt vergleichen. In der Moto2 hatten wir Einheitsreifen, die viel härter waren. Dunlop kehrt dieses Jahr in die IDM zurück und ich denke, dass sie dafür gute Reifen entwickeln. Ich passe mich da recht schnell an und mache mir keine Sorgen. Im Gegenteil: Ich freue mich auf die neue Herausforderung.»

Was hast du bisher in deiner Laufbahn so gemacht?


«Um nicht ganz zurückzugehen, fang ich einmal in der 250ccm WM 2003 an, wo ich Platz 31 belegte. 2004 startete ich in der World Supersport und konnte dort den neunten Platz holen. In den Jahren danach fuhr ich in der Superbike-Weltmeisterschaft. Dort belegte ich 2005 Position 12, 2006 Position 18, 2007 Position 9 und 2008 Position 5. 2009 und 2010 lief verletzungsbedingt nicht ganz so gut. 2011 wechselte ich dann für zwei Jahre in die Moto2-Weltmeisterschaft und landete auf Platz 20 und 26. Nach einem weiteren Jahr WorldSBK kehrte ich 2014 in die deutsche Meisterschaft zurück. Im ersten Jahr wurde ich Vizemeister und im letzten Jahr – dem ersten im Team Yamaha MGM – konnte ich nach einem Oberschenkelhalsbruch leider nicht mehr als Platz 6 herausholen.»

Was ist 2016 die größte Herausforderung?


«Die größte Herausforderung allgemein ist natürlich, den Titel einzufahren. Markus Reiterberger, Xavi Fores und weitere starke Gegner sind nicht mehr da, aber im Motorradrennsport kann dennoch alles passieren. Im letzten Jahr bin ich gestürzt und daraufhin zehn Wochen ausgefallen. 2016 versuche ich, konstant durchzukommen. Ich kann mir keine Fehler erlauben, muss sehr konzentriert bleiben und hoffe, dass mein Plan am Ende aufgeht.»

Was machst du außerhalb der IDM?


«Ich fahre weiterhin Endurance-Weltmeisterschaft. Leider überschneidet sich Suzuka 2016 und der Bol d’Or 2017 mit der IDM. Die EWC-Saison 2017 beginnt bekanntlich ja schon im September 2016. Doch auch dort möchte ich zusammen mit meinem Team gern den Titel holen. Ansonsten bin ich noch Testfahrer für Dunlop und wenn es die Zeit erlaubt, biete ich Rennstreckentrainings an. Letzten Winter war ich bereits mit den Rehm Racedays in Spanien und Portugal unterwegs: von Almeria über Cartagena, Jerez, Valencia bis hin nach Portimao. Während der Saison mache ich das nur in Deutschland und der Tschechischen Republik. Ich muss natürlich auch weiterhin fit bleiben und betreibe während der Saison viel Konditionstraining. Neben dem Rennsport steht in diesem Jahr auch noch ein privates Highlight an: Ich werde heiraten.»

Bist du glücklich, auch 2016 im Team Yamaha MGM anzutreten?


«Ja, ich bin sehr froh. Es ist ein tolles Team, ich komme immer wieder gern an die Rennstrecke und freue mich riesig, meine Jungs auch 2016 wieder um mich zu haben. Danke an Yamaha Motor Deutschland und Michael Galinski. Ich fühle mich auf meiner Yamaha YZF R1M sehr wohl. Das Bike ist toll, man fühlt sich darauf sehr schnell wohl. Schon die Basis allein ist sehr schnell. Sogar mit der Standard-Maschine, die ich im Winter bei meinen Rennstreckentrainings fuhr, war ich extrem flott unterwegs. Nun kann ich die Saison kaum abwarten.» (Quelle: Yamaha MGM)

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Max Neukirchner arbeitet mit seinen Mechanikern das zweite Jahr zusammen © Yamaha MGM Max Neukirchner arbeitet mit seinen Mechanikern das zweite Jahr zusammen In Spanien war der Sachse bereits auf der Strecke © Yamaha MGM In Spanien war der Sachse bereits auf der Strecke
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