MotoGP

Marc Márquez: «Ich wollte Motocross-Fahrer werden»

Von - 07.07.2018 16:11

Marc Márquez fühlt sich nicht nur auf Asphalt wohl. Der MotoGP-Weltmeister bewies schon mehrfach sein Können im Offroad-Bereich. Nun sprach er über seine zweite Leidenschaft neben MotoGP: Motocross.

Superbike-Weltmeister und Motocross-Fanatiker Jonathan Rea räumte ein, dass MotoGP-Weltmeister Marc Márquez wahrscheinlich der Schnellere der zwei Weltmeister und auch der Schnellste der großen Gruppe von Rennfahrern ist, die auf Asphalt zuhause sind, aber regelmäßig Offroad trainieren. Der 25-jährige Márquez macht kein Geheimnis aus seiner Liebe zum Motocross. Er trainiert regelmäßig mit dem ehemaligen Spanischen MX2-Champion Jose Luis Martinez in Rufea nahe seines Heimatorts Lleida. In der Winterpause ist Márquez zudem Gastgeber des «Allianz Motor Camp» bei dem Nachwuchsfahrer drei Tage mit dem MotoGP-Star Offroad trainieren dürfen.

Als der Repsol-Honda-Pilot über seine große Leidenschaft für Motocross sprach, verriet er, dass er eine Karriere im Offroad-Sport anstrebte, bis sein Vater Julià ein Angebot für Unterstützung des jungen Marc im Straßensport erhielt.

Wenn man Marc nach Motocross fragt, leuchten seine Augen auf. Es ist eine andere Art von Unterhaltung, wenn es nicht um die Arbeit mit der RCV, die Belange der MotoGP-WM, die Michelin-Reifen oder seine Rivalen geht. Er weiß viel über MXGP, AMA Supercross und Motocross im Allgemeinen. Wenn die Frage aufkommt, ob Offroad-Training für die hochbezahlten MotoGP-Fahrer zu gefährlich ist, dann erklärt Márquez, dass die Vorteile von Motocross das Risiko überwiegen.

Warum liebst du Motocross?

Einer der Hauptgründe sind die Unterschiede auf einer Strecke. Am einen Tag ist sie voller Wellen, am nächsten Tag ist sie dann viel besser oder schlechter. Ich mag, dass du auf dem Bike improvisieren musst. Das ist etwas, das du nutzen kannst, um dich auf der MotoGP-Maschine zu verbessern. Ich fahre seit meiner Kindheit Motocross. Alles hängt vom Fahrer ab. Okay, du musst an der Federung arbeiten, aber der Fahrer macht den Unterschied.

Gab es einen Moment, in dem du dich entscheiden musstest?

Ja. Und ich wollte Motocross-Fahrer werden. Ich war neun und ein Team machte uns ein Angebot für Rennen auf Asphalt und wollte die Rechnungen zahlen. Es war das Team Rojas Brothers aus Mataro. Sie unterstützten mich und so begann meine Karriere. Wir waren wirklich dankbar, denn da alles bezahlt wurde, sagte mein Vater: ‹Junge, du fährst nun Rennen auf Asphalt.›

Hast du je über dein mögliches Leben als Motocross-Fahrer nachgedacht?

Nicht wirklich, denn ich kam in eine andere Welt, die trotzdem mit Motorrädern zu tun hatte. Wenn du dein Leben gut organisierst, kannst du trotzdem noch viel Motocross fahren und ab und zu ein Rennen. Ich denke, ich habe einen guten Weg gewählt.

Warum bist du noch nie auf Sand gefahren?

Es ist schwierig, solche Strecken in Spanien zu finden, im letzten Jahr hielt ich mich nach Assen zurück. Ich kann nicht wirklich ein Risiko eingehen. Ich würde es aber gerne versuchen und werde im Winter etwas Ähnliches in Spanien machen. Ich weiß, dass es großartiges körperliches Training ist und freue mich darauf.

Bist du beim Motocross besser als dein Bruder Alex?

Ich habe früher angefangen und nie wirklich damit aufgehört. Er fuhr nicht so viel. Ich denke, was du dir als Kind aneignest, das verlernst du nicht mehr. Aber er hat sich deutlich verbessert, vor allem was die Kraft in seinen Armen und die Haltung betrifft. Wenn ich nicht aufpasse, befindet er sich bald auf demselben Level.

Setzt es dich unter Druck, mit dem ehemaligen Spanischen MX2-Champion Jose Luis Martinez zu trainieren?

Ha! Das ist einer der Gründe, warum ich gut bin. Ich habe seit 2013 viel mit Jose trainiert. Noch mehr seit 2014. Das funktioniert gut für mich, wenn mich ein anderer pusht. Es ist nicht dasselbe, wie allein zu trainieren. Einen schnellen Fahrer dabei zu haben, ist wie Sparring. Er gibt dir mehr Selbstvertrauen und Stabilität, denn er ist ebenfalls im Rennsport und weiß, was ein Fahrer braucht. Wenn du es nicht selbst erlebt hast – auch wenn du eine großartige Person bist – dann kannst du es nie wirklich verstehen.

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