MotoGP

Danilo Petrucci (Ducati/1.): «Sturz unerklärlich»

Von - 08.02.2019 12:56

Danilo Petrucci fuhr beim MotoGP-Test in Sepang eine Fabel-Bestzeit – und landete mit der neuen Ducati-GP19-Aerodynamik im Kies. Über die Gründe dafür rätselt er noch.

«Ich bin sehr glücklich, aber es zählt sehr, sehr wenig», kommentierte Danilo Petrucci seine Bestzeit in 1:58,239 min – damit unterbot er die bisher schnellste in Sepang gefahrenen Rundenzeit von Jorge Lorenzo (1:58,830 min bei Test 2018) deutlich. «Es ist eine schöne Genugtuung, auch wenn ich keine Punkte und keine Uhr dafür bekomme, dass ich heute vorne bin», ergänzte er in Anspielung auf die Tissot-Uhr, die der Polesetter an den GP-Wochenenden gewinnt.

«Ich möchte natürlich da vorne sein. Immer an der Spitze zu stehen, würde allen gefallen. Ich gebe mich damit zufrieden, immer in den Top-5 zu sein. Das wird nicht einfach, weil neben den Üblichen auch die Jungen wie Bagnaia, Miller, Morbidelli und Rins sehr stark sind. Das Rennen ist hier in Malaysia immer etwas anderes, aber natürlich kommen wir mit viel Positivem aus diesem Test. Wir haben im Winter und in diesen drei Tagen gut gearbeitet», zeigte sich Petrux zufrieden. Vor allem die Rennsimulation am Donnerstag habe gezeigt, dass Ducati auch in der Hitze gut unterwegs sei.

«Am Freitag habe ich nur eine Zeitattacke gestartet und war gleich sehr schnell, ich konnte es kaum glauben. Ich habe noch den neue Reifen in der Box, aber wir entschieden, heute auf gebrauchten Reifen zu arbeiten. Wir haben einige neue Dinge ausprobiert. Leider bin ich mit der neuen Verkleidung gleich gestürzt – unerklärlicherweise. Ich habe sie nach einer Minute zerstört. Das war eine Schande», gestand der Italiener. Ducati setzte am heutigen Freitag erstmals die neue GP19-Aerodynamik ein, mit der Petrucci allerdings gleich im Kiesbett landete.

«Wir versuchen zu verstehen, warum ich gestürzt bin. Alles war wie bei jeder 'out-lap'. Ich glaube nicht, dass eine Verkleidung so wichtig sein kann, dass man stürzt. Es ist beeindruckend, wie schnell wir in die Kurve 5 kommen. Ich weiß ehrlich gesagt nicht, warum ich gestürzt bin», rätselte der 28-Jährige.

Nach 32 Runden war der Tag für den Ducati-Werksfahrer beendet: «Ich habe viele Blasen an den Händen, deshalb haben wir nach dem Sturz entschieden, dass unsere Arbeit für diesen Test getan war. Wir sind zufrieden mit der Zeit und der Rennpace. Wir werden uns auf die Daten konzentrieren, die wir gesammelt haben, und werden für Katar bereit sein.»

«Petrux» hat in Sepang vor allem eines verstanden: «Der Schlüssel ist, schnell zu fahren und die Reifen zu schonen. Das sagt sich einfach, aber man muss es auch machen», stellte er nüchtern fest und sorgte für einige Lacher. Ein Fahrer sei darin besonders gut.

«Viñales ist der stärkste Fahrer an diesen drei Tagen, vor allem in der Hitze, wenn das Rennen stattfindet. Ich weiß nicht, ob ich um den Sieg kämpfen könnte, wenn das Rennen heute wäre. Ich weiß nicht, ob es für das Podium reichen würde. Valentino [Rossi] ist jetzt auf Rang 10, aber wir müssen uns nur an den Grand Prix im Vorjahr erinnern. Rins ist bei sehr heißen Bedingungen sehr stark. Über Márquez müssen wir nicht reden. Dovizioso, Morbidelli... Um die Top-5-Plätze zu kämpfen, ist hart. Ich bin eine schnelle Runde gefahren, aber bei guten Bedingungen um 11 Uhr. Wir haben Zeit zu arbeiten, aber ich glaube im Moment, dass die Hitze unsere Schwäche ist», meinte Petrucci.

MotoGP-IRTA-Test in Sepang, 6. - 8. Februar, kombinierte Zeiten:

1. Danilo Petrucci, Ducati, 1:58,239 min
2. Francesco Bagnaia, Ducati, + 0,063 sec
3. Jack Miller, Ducati, + 0,127
4. Andrea Dovizioso, Ducati, + 0,299
5. Maverick Viñales, Yamaha, + 0,405
6. Cal Crutchlow, Honda, + 0,541
7. Aleix Espargaró, Aprilia, + 0,783
8. Franco Morbidelli, Yamaha, +0,902
9. Takaaki Nakagami, Honda, + 0,909
10. Valentino Rossi, Yamaha, + 0,916
11. Marc Márquez, Honda, + 0,931
12. Alex Rins, Suzuki, + 0,941
13. Stefan Bradl, Honda, + 1,129
14. Tito Rabat, Ducati, + 1,246
15. Joan Mir, Suzuki, + 1,247
16. Fabio Quartararo, Yamaha, + 1,258
17. Johann Zarco, KTM, + 1,401
18. Pol Espargaró, KTM, + 1,512
19. Miguel Oliveira, KTM, + 1,710
20. Karel Abraham, Ducati, + 2,139
21. Andrea Iannone, Aprilia, + 2,271
22. Mika Kallio, KTM, + 2,284
23. Hafizh Syahrin, KTM, + 2,527
24. Katsuyuki Nakasuga, Yamaha, + 2,726
25. Sylvain Guintoli, Suzuki, + 2,751
26. Bradley Smith, Aprilia, + 2,756
27. Yamaha Test 2 (Jonas Folger), Yamaha, + 3,004
28. Takuya Tsuda, Suzuki, + 5,037

MotoGP-IRTA-Test in Sepang, 8. Februar:

1. Danilo Petrucci, Ducati, 1:58,239 min
2. Francesco Bagnaia, Ducati, + 0,063 sec
3. Jack Miller, Ducati, + 0,127
4. Andrea Dovizioso, Ducati, + 0,299
5. Maverick Viñales, Yamaha, + 0,405
6. Cal Crutchlow, Honda, + 0,541
7. Aleix Espargaró, Aprilia, + 0,783
8. Franco Morbidelli, Yamaha, +0,902
9. Takaaki Nakagami, Honda, + 0,909
10. Valentino Rossi, Yamaha, + 0,916
11. Marc Márquez, Honda, + 0,931
12. Alex Rins, Suzuki, + 0,941
13. Stefan Bradl, Honda, + 1,129
14. Tito Rabat, Ducati, + 1,246
15. Joan Mir, Suzuki, + 1,247
16. Fabio Quartararo, Yamaha, + 1,258
17. Johann Zarco, KTM, + 1,401
18. Pol Espargaró, KTM, + 1,512
19. Miguel Oliveira, KTM, + 1,710
20. Karel Abraham, Ducati, + 2,139
21. Hafizh Syahrin, KTM, + 2,527
22. Sylvain Guintoli, Suzuki, + 2,751
23. Bradley Smith, Aprilia, + 2,756
24. Mika Kallio KTM, + 2,781
25. Jonas Folger, Yamaha, + 3,004
26. Katsuyuki Nakasuga, Yamaha, + 3,480

MotoGP-IRTA-Test in Sepang, 7. Februar:

1. Maverick Viñales, Yamaha, 1:58,897 min
2. Alex Rins, Suzuki, + 0,527 sec
3. Jack Miller, Ducati, + 0,620
4. Andrea Dovizioso, Ducati, + 0,665
5. Cal Crutchlow, Honda, + 0,669
6. Valentino Rossi, Yamaha, + 0,728
7. Tito Rabat, Ducati, + 0,767
8. Marc Márquez, Honda, + 0,893
9. Danilo Petrucci, Ducati, + 0,948
10. Takaaki Nakagami, Honda, + 1,069
11. Johann Zarco, KTM, + 1,076
12. Francesco Bagnaia, Ducati, + 1,098
13. Aleix Espargaró, Aprilia, + 1,204
14. Fabio Quartararo, Yamaha, + 1,211
15. Franco Morbidelli, Yamaha, +1,254
16. Stefan Bradl, Honda, + 1,333
17. Pol Espargaró, KTM, + 1,408
18. Andrea Iannone, Aprilia, + 1,613
19. Mika Kallio, KTM, + 1,626
20. Miguel Oliveira, KTM, + 1,775
21. Joan Mir, Suzuki, + 1,979
22. Karel Abraham, Ducati, + 2,348
23. Katsuyuki Nakasuga, Yamaha, + 2,509
24. Sylvain Guintoli, Suzuki, + 2,757
25. Hafizh Syahrin, KTM, + 2,962
26. Kohta Nozane, Yamaha, + 4,092
27. Takuya Tsuda, Suzuki, + 4,379

MotoGP-IRTA-Test in Sepang, 6. Februar:

1. Marc Márquez, Honda, 1:59,621 min
2. Alex Rins, Suzuki, + 0,259 sec
3. Maverick Viñales, Yamaha, + 0,316
4. Tito Rabat, Ducati, + 0,362
5. Danilo Petrucci, Ducati, + 0,430
6. Valentino Rossi, Yamaha, + 0,433
7. Takaaki Nakagami, Honda, + 0,537
8. Andrea Dovizioso, Ducati, + 0,576
9. Stefan Bradl, Honda, + 0,593
10. Pol Espargaró, KTM, + 0,692
11. Jack Miller, Ducati, + 0,762
12. Franco Morbidelli, Yamaha, + 0,839
13. Aleix Espargaró, Aprilia, + 0,981
14. Cal Crutchlow, Honda, + 1,060
15. Francesco Bagnaia, Ducati, + 1,073
16. Miguel Oliveira, KTM, + 1,281
17. Katsuyuki Nakasuga, Yamaha, + 1,344
18. Fabio Quartararo, Yamaha, + 1,364
19. Mika Kallio, KTM, + 1,433
20. Johann Zarco, KTM, + 1,500
21. Andrea Iannone, Aprilia, + 1,628
22. Sylvain Guintoli, Suzuki, + 1,665
23. Joan Mir, Suzuki, + 1,811
24. Karel Abraham, Ducati, + 2,006
25. Jonas Folger, Yamaha, + 2,115
26. Hafizh Syahrin, KTM, + 2,232

Zum Vergleich:

Beste Pole-Zeit: Jorge Lorenzo, Yamaha, 2:00,606 min (2015)
Rundenrekord: Dani Pedrosa, Honda,1:59,053 min (2015)
Beste Rundenzeit: Jorge Lorenzo, Ducati, 1:58,830 min (2018 Test)
Shakedown-Test 2019: Aleix Espargaró, Aprilia, 2:00,500 min

Adresse dieses Artikels:

© SPEEDWEEK.COM
SPEEDWEEK auf Google+
Druckansicht
Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar zu schreiben.

video

MotoGP

MotoGP 2019 Honda - Marc Márquez trifft Marc Márquez

Speedweek auf Twitter Speedweek auf Facebook Der Speedweek RSS Feed

Thema der Woche

Von Mathias Brunner

GP-Show Red Bull Ring und Silverstone: Die Gründe

​Nach dem Frankreich-GP brach das grosse Wehklagen aus: Gegen diese Formel Gähn müsse dringend etwas übernommen werden. Aber die Rennen in Österreich und England waren Kracher. Wir sagen wieso.

» weiterlesen

 

tv programm

Anixe Motor-Magazin

Di. 23.07., 10:25, Anixe HD


X-Bow Battle

Di. 23.07., 11:00, ORF Sport+


X-Bow Battle

Di. 23.07., 11:15, ORF Sport+


Rallye

Di. 23.07., 11:25, Eurosport


High Octane

Di. 23.07., 12:10, Motorvision TV


Mission Mobility

Di. 23.07., 12:40, Motorvision TV


Top Speed Classic

Di. 23.07., 13:55, Motorvision TV


Rallye: FIA-Europameisterschaft

Di. 23.07., 14:30, Eurosport 2


Streetwise - Das Automagazin

Di. 23.07., 15:15, Motorvision TV


High Octane

Di. 23.07., 16:00, Motorvision TV


Zum TV Programm
53