MotoGP

Andrea Dovizioso (Ducati/1.): «Nur Márquez kann das»

Von - 10.03.2019 20:43

Ducati-Star Andrea Dovizioso begann die MotoGP-Saison 2019 wie im Vorjahr mit einem Sieg in Katar – und wieder war es eine Millimeter-Entscheidung gegen Marc Márquez. Aber auch Alex Rins war stark.

Der Katar-GP war nichts für schwache Nerven – nach 22 Runden trennten die Top-5 nur 0,600 sec und Andrea Dovizioso besiegte Marc Márquez (Repsol-Honda) um einen Wimpernschlag – 0,023 sec. In der Anfangsphase hatte der Ducati-Star aber vor allem mit Suzuki-Ass Alex Rins gut zu tun.

«Ich habe Rins so stark erwartet, auch wenn er am Samstag zweimal gestürzt ist und vielleicht etwas das Feeling verloren hat. Im Rennen ist er so gut und ich habe ihn im Test gesehen, sein Kurvenspeed ist unglaublich. Ich glaube, dass mein Bike das komplette Gegenteil ist: Ich kann stark beschleunigen und bin auf den Geraden sehr schnell, aber in der Kurvenmitte habe ich Probleme», analysierte Dovizioso.

Die Strategie des zweifachen MotoGP-Vizeweltmeisters war klar: «Ich habe Rins jedes Mal gestoppt, weil er zu früh schneller sein wollte. Keiner kann über das ganze Rennen pushen mit dem Hinterreifen. Er hat zu früh angefangen. Aber ich konnte ihn jedes Mal stoppen und den Reifen schonen. Das war eine perfekte Strategie, um in den letzten Runden mit Marc zu kämpfen.»

Zwei Runden vor Schluss konnte der fünffache MotoGP-Weltmeister an Dovizioso vorbeigehen. «Ich habe einen Fehler auf der Bremse gemacht und er hat mich überholt, aber das gab mir die Möglichkeit, die Situation von Marc zu verstehen», berichtete der Italiener. «Das gab mir einen Extra-Boost, weil ich sah, dass sein Grip schlechter war als meiner. Allerdings war er stärker auf der Bremse. Mein Speed war aber ein bisschen besser, deshalb habe ich entschieden, ihn gleich zu überholen und zu pushen, um ihm keine Chance mehr zu geben. Am Ende konnte er mich überholen, aber im 'Marc-Style'. Er ist so gut darin, ein Überholmanöver zu versuchen, auch wenn er nicht denselben Speed hat. Ich konnte aber antworten, weil meine Beschleunigung so gut war.»

«Es ist schön, so zu gewinnen – gegen einen Champion», ergänzte der 32-Jährige. «Aber nur Marc kann das machen, in dieser aussichtslosen Situation probiert nur er es, alle anderen Fahrer würden hinter mir bleiben und den zweiten Platz nehmen. Das ist leider seine Stärke, er kann das, manchmal funktioniert es, manchmal nicht.»

Wie im Vorjahr hatte auch beim Saisonauftakt 2019 der Ducati-Star knapp die Nase vorne. «Ich bin so glücklich, weil das Feeling vor dem Wochenende so schlecht war. Mir fehlte das Gefühl, wir hatten keine Basis für das Set-up, aber wenn man ruhig bleibt und richtig mit dem Team arbeitet, kann das passieren», freute sich ein sichtlich erleichterter Dovizioso.

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