Ai Ogura nach starker Aufholjagd selbstkritisch: War nicht schnell genug
Ai Ogura (Aprilia) preschte im MotoGP-Sprint in Motegi von Startplatz 11 auf Platz 5 nach vorn. Weshalb er trotzdem nicht zufrieden war. Der Japaner wagte eine Reifen-Prognose für den GP am Sonntag.
Ai Ogura erlebte am Freitag einen miserablen Start in seine Heim-GP. Zu Beginn des MotoGP-Zeittrainings musste er seine rauchende Aprilia mit Motorschaden am Streckenrand abstellen. Danach fand der Japaner keinen guten Rhythmus – er hatte in den harten Bremszonen mit einem blockierenden Vorderrad zu kämpfen. Am Ende wurde es für den Trackhouse-Aprilia-Piloten Platz 15, womit er am Samstag im Q1 ranmusste. Dort fuhr Ogura die Bestzeit, der Aufstieg ins Q2 war gesichert. In der zweiten Qualifying-Session reichte es aber nur für Startplatz 11.
Im MotoGP-Sprint auf dem Twin Ring Motegi legte Ogura dann los wie die Feuerwehr. In Runde 2 hatte er bereits sechs Plätze gutgemacht – er profitierte auch vom Massencrash von Alex Marquez, Fabio Di Giannantonio und Pedro Acosta.
«Ich hatte einen guten Start, die ersten beiden Kurven waren sehr gut. Dann profitierte ich von dem Sturz vor mir, weshalb ich weitere Positionen gutmachen konnte. Ich hatte somit eine gute erste Runde», schildete Ogura die Anfangsphase in der anschließenden Medienrunde. «Danach bin ich meinen Rhythmus gefahren, mein Speed war aber nicht gut genug. Das wars.»
In der vierten Runde wurde Ogura vom heranstürmenden Rookie Diogo Moreira (LCR Honda) überholt. Eine Runde später schnappte sich Ogura Aprilia-Kollege Marco Bezzecchi, der wie Jack Miller auf dem Medium-Hinterreifen unterwegs war. Danach fuhr Ogura auf Position 5 liegend ein konstantes Rennen, bis ihm in der vorletzten Runde ein kleiner Fehler unterlief. Da sein Vorsprung auf «Bez» groß genug war, rettete er Platz 5 über die Ziellinie.
Ai Ogura: «Jeder hatte seine Schwierigkeiten»
«Es war wieder ziemlich schwierig», schmunzelte der 25-Jährige. Wie ist es ihm mit dem Reifenverschleiß ergangen? «Ich denke, es war wie bei allen. Nach dem Rennen war das Reifenbild nicht gerade gut, damit hatte aber jeder seine Schwierigkeiten.»
Hinsichtlich der Reifenwahl für den Grand Prix über 24 Runden wagte Ai Ogura eine Prognose: «Ich denke, dass jeder mit der Kombination Medium-Medium fahren wird.» Er muss am Sonntag erneut von Startposition 11 ins Rennen gehen. «Ja, es wird wieder ein schwieriger Start werden.»
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