Magische Momente für Sieger Alex Marquez – trotz Highspeedcrash von Marc
MotoGP-Vizeweltmeister Alex Marquez gewann vor Heimpublikum in Jerez sein viertes Rennen in der höchsten Kategorie. Erstmals in dieser Saison gelang es ihm, die Schwächen der Ducati GP26 zu umfahren.
Am 27. April 2025 gewann Alex Marquez in Jerez seinen ersten Grand Prix in der Königsklasse, im gleichen Jahr konnte der spätere Vizeweltmeister auch in Barcelona und Sepang triumphieren. 364 Tage nach seinem Debütsieg stand er bei seinem Heimrennen erneut zuoberst auf dem Podium und ließ sich von der gewaltigen Kulisse feiern. Bruder Marc war an zweiter Stelle liegend gestürzt, WM-Leader Marco Bezzecchi (Aprilia) und Fabio Di Giannantonio (VR46 Ducati) sahen mit 1,9 und 5,8 sec Rückstand die Zielflagge als Zweiter und Dritter.
Dabei war Alex am Donnerstag, als er seinen 30. Geburtstag feierte, nicht besonders optimistisch, dass er in Jerez erneut gewinnen kann. «Ich kann auch nicht sagen, was seither passiert ist», grinste der Gresini-Ducati-Pilot nach seinem 250. Grand Prix. «Jerez hat für mich etwas Magisches. Schon am Freitag bin ich geflogen und wusste nicht warum. Wir müssen genau analysieren, was anders war als an den ersten drei Saisonwochenenden. Ich konnte die Probleme umfahren und dachte ausschließlich an die guten Dinge. Dieses Motorrad hat viele starke Seiten, diese konnten wir in den ersten Rennen aber nicht ausspielen. Deshalb kam dieser Sieg für mich unerwartet. Okay, ich war der Favorit für Sonntag und hatte eine bessere Pace als alle anderen, aber es gibt keinen perfekten Plan. Als ich nach der ersten Runde Zweiter war, wurde mir klar, dass ich eine Chance habe. Dann überholte ich Marc, versuchte keine Fehler zu machen und meine Pace durchzuziehen. Ich konnte in den Momenten Druck machen, als es nötig war, und hatte zudem noch etwas in der Hinterhand.»
Alex Marquez: «Bezz» und Marc früh attackiert
«Mein erster Plan war, dass mir ein guter Start gelingt», verdeutlichte der Spanier, der von Grid-Position 5 kam. «Dann hatte ich Marco Bezzecchi vor mir und wollte ihn gleich in der ersten Runde überholen, weil es später deutlich schwieriger geworden wäre – ich wusste nicht genau, wo ich die Aprilia hätte attackieren können. Dann kam ich in Kurve 9 an ihm vorbei. Als ich hinter Marc war, wartete ich etwas ab, dann hatte ich aus Kurve 5 heraus aber einen guten Zug und attackierte. Es lief perfekt!»
Dass Bruder Marc gestürzt ist, erfuhr Alex über die Boxentafel, was wichtig für ihn war, wie er betonte. «Er war einer der Fahrer mit besserer Pace, in dem Moment wusste ich, dass nur noch Bezzecchi und Diggia da sind und ich nur meine Pace halten muss. Hier zu gewinnen ist unglaublich, mir fehlen die Worte, das zu beschreiben – es ist magisch. Am liebsten wäre ich gar nicht zum Podium und der Pressekonferenz gegangen, weil es so schön war in Front von meinen Leuten.»
Mit den 25 Punkten aus Jerez liegt Alex Marquez jetzt auf dem siebten WM-Rang und hat Anschluss zu Raul Fernandez (Trackhouse Aprilia) und Bruder Marc.
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