Supersport-WM • Neu
Furioser Endspurt von Jeremy Alcoba: Drei Kawasaki-Siege in vier Rennen
Man kann nicht behaupten, dass die zweite Saison von Ana Carrasco in der Supersport-WM erfolgreich verläuft. Dennoch sprach Honda France der zweifachen Weltmeisterin für 2027 das Vertrauen aus.
Als erste Weltmeisterin auf der Rundstrecke in einer offenen Meisterschaft schrieb Ana Carrasco 2018 Geschichte. Die Spanierin setzte sich damals als einzige Frau in der mittlerweile abgeschafften Supersport-WM 300 gegen über 30 männliche Gegner durch. Nach einer Durststrecke legte die 29-Jährige mit dem Gewinn der 2024 geschaffenen Women’s Circuit Racing World Championship einen zweiten Titel nach.
Seit 2025 ist die Supersport-WM die sportliche Heimat von Carrasco. Im Team Honda France pilotiert die Spanierin eine CBR600RR, die zu den schwächsten Motorrädern im Feld gehört. 2025 fuhr die siebenfache 300er-Siegerin keinen WM-Punkt ein (bestes Finish ein 22. Platz) und in diesem Jahr bisher auch nicht (beste Resultate sind 25. Plätze).
Auch ihr Teamkollege Corentin Perolari hat 2026 mehr Schwierigkeiten, sammelte bisher aber 30 WM-Punkte – im Vorjahr waren es 88 Punkte. Trotz der tristen Ergebnisse gaben Honda und Carrasco im Rahmen der Supersport-WM in Estoril die Verlängerung ihrer Zusammenarbeit bekannt.
«Ich habe großes Vertrauen in dieses Projekt und in das Potenzial von Honda. Daher freue ich mich sehr, weiterhin Teil der Honda-Familie zu sein und vor allem dieses Abenteuer in der Supersport-Klasse fortzusetzen», kommentierte Carrasco die neue Vereinbarung. «Ich bin jemand, der Dinge zu Ende bringt, und ich glaube, dass dieses Projekt noch nicht abgeschlossen ist. Wir haben bereits bedeutende Fortschritte erzielt, aber es liegt noch ein langer Weg vor uns, und ich werde diese Mission bis zum Ende begleiten.»
Honda ist der einzige in der Supersport-WM engagierte Hersteller, der noch ein klassisches 600er-Motorrad einsetzt; außerdem ist die CBR600RR technisch seit Jahren kaum verändert. Kawasaki setzt seit 2025 eine Neuentwicklung der ZX-6R mit 636 ccm ein, mit der Jeremy Alcoba drei der letzten vier Rennen gewinnen konnte.
«Ich bin überzeugt, dass wir das Potenzial haben, Honda wieder dorthin zu bringen, wo der Hersteller hingehört», betonte die Spanierin. «Ich möchte Honda für die Unterstützung in den letzten beiden Saisons und vor allem für das Vertrauen danken, das sie mir weiterhin für die Zukunft entgegenbringen. Dieses Vertrauen bedeutet mir sehr viel, und ich werde es zurückzahlen, indem ich jeden Tag mein Bestes gebe.»
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