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William Matthijssen/Sandra Mollema neue Europameister
Die neuen Europameister in der Seitenwagenklasse heißen William Matthijssen und Sandra Mollema. Für den Niederländer ist es der vierte EM-Titel. Markus Venus/Markus Heiß boten trotz Handicap eine großartige Leistung.
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Ducati gelang der erste Sieg der Saison, doch alle Aprilia-Racer landeten in Jerez in den Top-6. Der Test endete mit drei Bikes aus Noale in Front. Eine Bestandsaufnahme nach dem MotoGP-Europaauftakt.
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Die diesjährige Grasbahn-Europameisterschaft wurde im niederländischen Vries in der Provinz Drenthe ausgetragen. Die muddelige Grasbahn musste bei schwül-heißen Sommertemperaturen immer wieder mit vielen Bahndiensten zeitaufwendig aufgepäppelt werden. Fünf Stunden brauchte man, um die EM-Läufe und drei Rahmenprogramm-Disziplinen abzuwickeln.
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Eines vorweg: Die EM-Läufe waren das Eintrittsgeld wert. Es ging heiß her und das ein oder andere Drama waren durchaus zu bemerken. Besonders hart traf es die Deutschen Florian Kreuzmayr und Beifahrerin Nicole Balz, die am Ende Siebte wurden. Nach drei Punkten in ihrem ersten Vorlauf und einem Nuller nach einem Aufsteiger beim Start im zweiten, erwischte es das Trust MC Racing Team Germany im dritten Heat hart. In der letzten Runde an zweiter Stelle unterwegs, kolliderten die beiden mit den Niederländern Wilfred Detz/Henk Auwema und stiegen auf der Gegengeraden schmerzhaft ab. Der Schiedsrichter disqualifizierte die Niederländer, aber die Deutschen waren vorgeschädigt. Obwohl qualifiziert, konnten sie im B-Finale dann nicht mehr antreten. Das B-Finale gewannen die Briten Josh Goodwin/Liam Brown vor ihren Landsleuten Shaun Harvey/Danny Hogg. Die Franzosen Guillaume Comblom/Chloe Agez knallten ohne Einwirkung anderer mit voller Wucht kurz vor dem Ziel in die Bande, die wie immer in den Niederlanden, nicht durch eine Airfence gesichert ist. Die 23-jährige Französin musste daraufhin ins Krankenhaus eingeliefert werden.
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William Matthijssen und Beifahrerin Sandra Mollema lagen nach den vier Vorläufen mit vier Siegen vorne. Zwei Punkte dahinter Markus Venus/Markus Heiß. Die Pfarrkirchener hatten den Nachteil, sich auf völlig neue Verhältnisse einstellen zu müssen. Venus konnte sich im Fahrerlager aufgrund seines Trümmerbruchs im rechten Fuß nur an Krücken fortbewegen. Im Training am Samstag hatten sie ausgelotet, ob und wie es gehen soll.
Ducati gelang der erste Sieg der Saison, doch alle Aprilia-Racer landeten in Jerez in den Top-6. Der Test endete mit drei Bikes aus Noale in Front. Eine Bestandsaufnahme nach dem MotoGP-Europaauftakt.
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"Da ich mit dem Fuß nicht wie sonst drücken konnte, war die Stabilisierung des Gespanns eine völlig andere", berichtete Markus Venus vor der Siegerehrung, "also musste Markus da sehr mithelfen, damit es vorwärts ging." Und es ging sehr gut vorwärts. Aber allen war klar: Matthijssen/Mollema und Venus/Heiß waren die Teams, die es zu schlagen galt.
Das Finale musste zweimal gestartet werden, beim ersten Mal rollte Venus leicht nach vorne, daher ließ Schiedsrichter Froschauer den Lauf wiederholen. Wie beim ersten Versuch waren auch hier die Niederländer vor Venus/Heiß in der ersten Kurve vorne, aber es war knapp. "Mein erster Start war besser, beim zweiten war unsere Rille schon zu tief", sagte William Matthijssen am Ende, "ich habe gespürt, dass Venus innen durch wollte, auf der Geraden haben wir uns dann frei gemacht." Matthijssen/Mollema gewannen damit die Europameisterschaft vor Markus Venus und Markus Heiß. Dritte wurden Markus Brandhofer und Beifahrer Michael Zapf. Den Niederbayern scheint diese Bahn gut zu liegen. Nach den Vorläufen rangierten sie mit Venus/Heiß mit 18 Punkten gleichauf, hatten im Finale aber den etwas schwächeren Start.
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Vierte wurden Marco Hundsrucker und Beifahrerin Corina Günthör, die konstant punkteten und ebenfalls eine gute Leistung zeigten. Ergebnisse Seitenwagen-EM Finale in Vries/NL: 1. William Matthijssen/Sandra Mollema (NL), 20 Vorlaufpunkte. 2. Markus Venus/Markus Heiß (D), 18. 3. Markus Brandhofer/Michael Zapf (D), 18. 4. Marco Hundsrucker/Corina Günthör (D), 12. 5. Shaun Harvey/Danny Hogg (GB), 7. 6. Josh Goodwin/Liam Brown (GB), 9. 7. Florian Kreuzmayr/Nicole Balz (D), 7. 8. Simon Beard/Anthony Goodwin (GB), 6. 9. Guillaume Comblom/Chloe Agez (F), 6. 10. Dave Carvill/Cameron Godden (GB), 5. 11. Wilfred Detz/Henk Auwema (NL), 5. 12. David Chaminade/Stephanie Vedelago (F), 3. 13. Stinus Lund/Dennis Smit (DK), 1. 14. Christophe Grenier/Lilian Pellizotti (F), 0. B-Finale: 1. Goodwin/Brown. 2. Harvey/Hogg. 3. Carvill/ Godden. 4. Beard/Goodwin. 5. Comblom/Agez (gestürzt).
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A-Finale: Matthijssen/Mollema. 2. Venus/Heiß. 3. Brandhofer/Zapf. 4. Hundsrucker/Günthör. 5. Harvey/Hogg (GB), 7. 6. Goodwin/Brown.
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