Dakar 2024: Was wir gelernt haben
Der unverwüstliche Carlos Sainz lässt Audi endlich jubeln, Kleine erweisen sich als ganz groß, Giganten soll man nicht aufwecken – und vier weitere Beobachtungen von der härtesten Ausdauer-Rallye der Welt.
1. Endlich Audi
Audi legt bei seinen Motorsport-Aktivitäten gern ein technisches Meta-Thema drüber: Allrad bei der Rallye-WM, Diesel in Le Mans. Die Class1-DTM gegen Mercedes und BMW fiel eher in die Kategorie „Wer hat den Längsten?“ aber gut, kann man schon auch mal machen. Audis technisches Über-Thema bei der Dakar in den letzten Jahren: Unser komplizierter
2. Sieger gesucht
Nach dem Audi-Abschied werden alle Karten kräftig neu gemischt. Prodrive schreibt kommendes Jahr Dacia auf sein Auto, das Sébastien Loeb und Side-by-Side-Siegerin Cristina Gutierrez
3. Never too old to Rock’n Roll
Vorbei die Tage, als Motorsportler rund um ihren 30. Geburtstag ans Aufhören dachten. Die Top-Piloten der Dakar sind im allerbesten Silberrücken-Alter. Sieger
4. Side-by-side funktioniert
Endlich hat die Dakar ihre Nachwuchs-Kategorie gefunden. Side-by-side haben sich als perfekte Schule für die Wüste etabliert. Wer mit den kleinen Buggies der T3-Klasse brilliert, ist reif für den Aufstieg in die Königsklasse T1, also jene der sündteuren und sauschnellen Prototypen. Selbst wenn der erste Auftritt des jungen US-Shootingstars und vorherigen Side-by-Side-Dominators Seth Quintero in der großen Kategorie nicht so verlief wie geplant: Platz 2 gesamt des erst 26jährigen
Und noch etwas erfüllt die kleine T3-Kategorie: Sie ist eine kostengünstige, risiko-arme Möglichkeit für Privatiers wie Lukas Lauda oder Anett Quandt, die Dakar zu erleben.
5. Das Imperium schlägt zurück
Vorbei die Zeiten, als bei KTM jeden Januar in aller Selbstverständlichkeit ein weiterer Dakar-Pokal ins Regal gestellt wurde. Honda ist ein mehr als nur ebenbürtiger Gegner geworden. Die aktuelle CRF ist ein Motorrad, das unter allen Bedingungen und auf allen Terrains ermüdungsarm und schnell zu bewegen ist. Hatte
6. Auftritt der Underdogs
Hersteller wie Kove oder Hero haben die ursprüngliche Strategie von KTM usurpiert: Wir beweisen in der Wüste, wie gut unsere Motorräder sind und ärgern damit die Etablierten. Genau wie einst KTM gegen die Japaner kommen nun die Kollegen aus China und Indien, stellen sich mit erstaunlichen Ergebnissen den Big Playern und holen sich die Schlagzeilen. Wie Mason Klein KTM, Honda & Co. mit seinem 15.000-Euro-Bike auf der ersten Etappe vorführte, war aller Ehren wert. Und riesigen Applaus natürlich dem wackeren
7. Menschliche Geschichten
Wenn einer eine Reise tut, kann er was erzählen. Wenn einer die Dakar bewältigt, hat er hunderte Geschichten zu erzählen. Geschichten von Kameradschaft, von Leiden, von Abenteuer und Durchkommen. Ein paar davon werden in der famosen Video-Serie "In the Dust" erzählt, nachzusehen zum Beispiel
Der erste Sieg einer Frau in der T3-Kategorie (Cristina Gutierrez), der erste Sieg eines Östereichers in der Malle-Moto-Klasse (Tobias Ebster), gute, positive Geschichten. Aber ausnahmslos jeder, der es bis ins Ziel nach
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