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Domi Aegerter gestand nach bestem Saisonresultat: «Ich dachte ans Aufhören»

Kawasaki hat in der Supersport-WM die Kurve gekriegt und sich zum härtesten Widersacher von Yamaha entwickelt. Dominique Aegerter erklärte in Jerez exklusiv, wie er es aus dem Tief geschafft hat.

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Jeremy Alcoba macht Kawasaki zum erfolgreichsten Hersteller des letzten Saisonviertels. Bis zur Sommerpause ist den Grünen nur ein Podestplatz gelungen, der Spanier wurde im ersten Rennen in Donington Park Dritter. In Cremona triumphierte Alcoba Ende September in beiden Rennen, in Estoril wurde er Dritter und Erster. In Lauf 1 am Samstag in Jerez fehlte lediglich eine halbe Sekunde auf Sieger und Weltmeister Albert Arenas (AS Yamaha), Alcoba wurde nach starker Aufholjagd Zweiter.

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In seinem Fahrwasser konnte sich auch Dominique Aegerter ab Cremona deutlich steigern und in Norditalien ebenso wie bei der folgenden Veranstaltung in Estoril jeweils ein Top-10-Ergebnis einfahren. In Jerez erfreute der Schweizer Kawasaki als Fünfter und eroberte am finalen Wochenende sein bestes Saisonresultat.

«Im letzten Cremona-Test haben wir etwas gefunden, davor hat das Gesamtpaket nicht gestimmt», erklärte Domi im Vieraugengespräch mit SPEEDWEEK.com. «Es fehlte ein bisschen an der Gasannahme, ein bisschen am Fahrwerk, ein bisschen an mir, ein bisschen am Team. Es geht um Zehntelsekunden, jetzt habe ich ein besseres Gefühl und damit mehr Vertrauen – das Bike hat sich weiterentwickelt.»

Zur Saisonmitte war Domi Aegerter mental zerstört

2021 und 2022 wurde Aegerter in der mittleren Hubraumkategorie Weltmeister und gewann 27 seiner 44 Rennen – 35 Mal stand er auf dem Podium. Zur heutigen Leistungsdichte sagt der 36-Jährige, dass diese viel höher sei als damals. «Da gab es zehn gute Leute, heute sind es fünf mehr, aber auch die Motorräder liegen näher beieinander. Platz 5 ist mein bestes Ergebnis in diesem Jahr, damit kann ich zufrieden sein. Aber wenn der Teamkollege schneller ist, dann ist das immer schlecht. Er war die vergangenen fünf Rennen ein Siegfahrer, seit Estoril habe ich Vertrauen gesammelt. Mitte des Jahres habe ich ans Aufhören gedacht, ich war mental total zerstört. Wenn du nicht mal in die Punkte fährst, dann ist das sehr bitter. Das kommt am letzten Wochenende, aber besser jetzt als nie. Die letzten zwei Jahre waren heftig, ich musste erst wieder Vertrauen aufbauen.»

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Jeder im Team freute sich für Dominique, sein Crew-Chief Manuel Cappelletti drückte ihm einen Kuss auf die Stirn. Und Teamchef Manuel Puccetti meinte, dass es leicht ein Podestplatz hätte werden können, wenn er am Anfang ein bisschen weniger verloren hätte.

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Tatsächlich wurde der Routinier von Startplatz 4 kommend in den ersten fünf Runden bis auf Position 9 durchgereicht, von dort kämpfte er sich in den restlichen zwölf Runden auf Platz 5 zurück. «Die anderen haben in den ersten acht oder neun Runden besseren Grip und können ihr Drehmoment ausnützen», erklärte Aegerter die Nachteile der 636er-Kawasaki gegenüber den großvolumigen Maschinen. «In den letzten sechs oder sieben Runden sind sie dafür schlechter. Alcoba konnte gleich am Anfang zwei Gegner überholen und hatte dieses zusätzliche Vertrauen zum Motorrad, mit dem er zwei Meter später bremsen kann. Deshalb ist er ein oder zwei Zehntelsekunden schneller gefahren. Ich konnte zuerst nicht attackieren – und als es ging, konnte ich aufholen.»

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Pos
#
Fahrer
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01

9

Jorge Navarro

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PTR Triumph Factory Racing

02

61

Can Öncü

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Pata Yamaha Ten Kate Racing

03

75

Albert Arenas

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AS Racing Team

04

69

Tom Booth-Amos

Tom Booth-Amos

PTR Triumph Factory Racing

05

52

Jeremy Alcoba

Jeremy Alcoba

Kawasaki WorldSSP Team

06

11

Matteo Ferrari

Matteo Ferrari

WRP Racing

07

77

Dominique Aegerter

Dominique Aegerter

Kawasaki WorldSSP Team

08

40

Mattia Casadei

Mattia Casadei

D34G WorldSSP Racing Team

09

53

Valentin Debise

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ZXMOTO Factory Evan Bros Racing

10

16

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