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Maximilian Götz: «Ich wurde immer sicherer»

Maximilian Götz hat sein Rookie-Jahr in der DTM erfolgreich absolviert. Der Mercedes-Pilot über das finale Wochenende in Hockenheim, seine persönliche Bilanz und die Pläne für den langen Winter.

DTM

Im Artikel erwähnt


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Im Samstagsrennen hast du eine tolle Aufholjagd bis auf Rang zehn gezeigt. Bist du mit dem Ergebnis zufrieden?

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Absolut! Es war ein gutes Rennen, schließlich bin ich von Rang 17 losgefahren. Ich habe mich in den ersten Runden durchgeboxt und mich mit einigen Fahrern angelegt. Das Rennen war von der ersten bis zur letzten Sekunde spannend und sogar Rang neun möglich. Als ich gerade einen BMW überholt hatte, ist mir auf der anderen Seite Mattias Ekström durchgerutscht. Mit Position zehn war ich dennoch zufrieden. Mit diesem Ergebnis bin ich zum dritten Mal in Folge in die Punkte gefahren. Das zeigt, dass ich im Rennen den Speed habe. Nur am Qualifying müssen wir noch arbeiten.

Du sprichst das Qualifying an. Am Sonntag lief es mit Rang neun richtig gut für dich, für das Samstagsrennen war es hingegen nur Startplatz 17. Woran lag das?

Die DTM ist so eng und während man am einen Tag vorne ist, kann das am anderen Tag schon wieder ganz anderes aussehen. Am Sonntag hat alles zusammengepasst, am Samstag klappte hingegen der zweite Sektor nicht. Im ersten und dritten Streckenabschnitt war ich so schnell wie mein Markenkollege Paul Di Resta, aber im zweiten Sektor fehlten mir immer rund 1,5 Zehntelsekunden. Das war relativ viel und wir wussten nicht warum. Klar ist aber: Ich bin da und das stimmt mich zufrieden. Ich weiß, dass ich vorne mitfahren und gute Rennen abliefern kann.

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Am Sonntag hast du zum ersten Mal seit drei Rennen die Top-10 verpasst. Wieso hat es diesmal nicht zu punkten gereicht?

Mein Start war nicht so toll und auch in der ersten Runde war ich ein bisschen unglücklich positioniert. Letztlich kam ich als 14. aus der ersten Runde. Der Boxenstopp war allerdings der Schlüssel. Ich habe rund acht Sekunden liegenlassen und damit viele Positionen verloren. Ansonsten wären wieder Punkte drin gewesen. Ich bin mit Rang 13 am Ende nicht ganz glücklich, aber es ist in Ordnung. Es ist witzig, wie sich die Ansprüche verändern, denn nach einem solchen Ergebnis hätte ich mir zu Saisonbeginn noch alle zehn Finger abgeleckt. Nun bin ich von Platz neun gestartet und entsprechend hoch waren natürlich auch meine Erwartungen.

Deine Steigerung in den Rennen wird nicht nur durch deine Punkteserie deutlich. Hast du als Rookie einen Lerneffekt über die Saison bemerkt?

Auf jeden Fall. Der Rennspeed war über die gesamte Saison da, aber ich wurde einfach immer sicherer. Ich setze mich in mein Auto und weiß einfach, was passiert. Auch die Zusammenarbeit mit dem Team, den Mechanikern und Ingenieuren ist stetig besser geworden. Für einige - unter anderem meinen Ingenieur - war 2015 die erste Saison überhaupt in der DTM. Natürlich muss alles in diesem Fall erst zusammenwachsen.

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Wie fällt die Bilanz nach deiner ersten Saison in der DTM aus?

Ich muss zugeben, dass ich ohne Erwartungen in die DTM gekommen bin. Als etwas älterer Pilot einzusteigen, ist schon etwas Besonderes. Bereits andere Fahrer vor mir haben gezeigt, dass der Umstieg aus dem GT-Sport in die DTM funktionieren kann und ehemalige GT-Fahrer durchaus das Lenkrad drehen können. Natürlich braucht es eine gewisse Eingewöhnungszeit. Die Jungs, die in der DTM fahren, sind schon recht abgebrüht, meist lang dabei und auf hohem Niveau. Da vorne mitzufahren ist nicht selbstverständlich! Ich hatte über die Saison ein paar Höhen und Tiefen. Mein erstes Highlight war der Red Bull Ring, als ich im Regen auf Platz acht fuhr, während viele in den schwierigen Bedingungen ausgefallen sind. Die letzten beiden Saisonwochenenden am Nürburgring und in Hockenheim waren nun der perfekte Abschluss, denn da war ich vorne dabei.

Nun ist die Saison vorbei. Hast du schon Pläne für den Winter?

Nicht wirklich. Natürlich möchte ich in erster Linie klären, wie es in der kommenden Saison weitergeht. Ich denke, dass wir uns nach Hockenheim zusammensetzen und besprechen werden, was die Zukunft bringt. Mein Ziel ist natürlich, in der nächsten Saison wieder mit Mercedes-Benz in der DTM zu starten.

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