Werbung

Werbung

Werbung

Werbung

Werbung

Nur noch 14 Punkte: Markus Reiterberger und BMW erhöhen den Druck auf YART!

BMW hat beim Bol d’Or die erste Chance genutzt und fünf wichtige WM-Punkte kassiert. Markus Reiterberger gelang seine starke Runde unter schwierigen Umständen – und komplett ohne Windschatten.

Werbung

Werbung

Besser hätte der entscheidende Teil des abschließenden Wochenendes der Langstrecken-WM 2026 für das BMW-Werksteam kaum beginnen können. Im Qualifying zum Bol d’Or sicherten sich Markus Reiterberger, Steven Odendaal und Michael van der Mark die Pole-Position und damit fünf wichtige Zusatzpunkte für die Weltmeisterschaft.

Werbung

Werbung

Vor dem Saisonfinale lag BMW 19 Punkte hinter Titelverteidiger YART. Weil die österreichische Yamaha-Mannschaft im Qualifying nicht in die Top-5 kam und damit ohne Zusatzpunkte blieb, schrumpfte der Rückstand bereits vor dem Start des 24-Stunden-Rennens auf 14 Zähler.

Reiterberger legte den Grundstein für die Pole

«Ich freue mich sehr über diese Pole und darüber, wie gut unser Paket hier funktioniert», strahlte Reiterberger nach seiner Fabelrunde im Q2. «Für uns war klar, dass wir das Maximum holen müssen. Und das haben wir geschafft. Das Team hat fantastisch gearbeitet und wir konnten fünf Punkte kassieren.»

Der Bayer hatte im Q2 der blauen Gruppe mit einer 1:50,930 min vorgelegt und damit als erster Fahrer im Qualifying die Marke von 1:51 min unterboten. Bemerkenswert: Seine schnelle Runde gelang Reiterberger ohne Windschatten – auf dem Circuit Paul Ricard mit der langen Mistral-Geraden ein erheblicher Nachteil.

Werbung

Werbung

Eigentlich hatte sich der BMW-Pilot vorgenommen, als erster Fahrer auf die Strecke zu gehen. Doch die Session begann fünf Minuten später als geplant und an der Boxenausfahrt bildete sich ein Stau. Reiterbergers Plan war dahin.

«Auf dieser Strecke ist der Windschatten entscheidend. Doch ich fuhr meine Runde alleine», berichtete der 32-Jährige im Gespräch mit SPEEDWEEK.com. «Mein Plan war, als erster Fahrer auf die Strecke zu fahren, doch dann verzögerte sich der Start der Session um fünf Minuten. Es gab einen Stau am Ende der Boxengasse und ich stand ewig in diesem Stau.»

Das Warten hatte noch eine weitere unangenehme Folge. «Dann wäre ich bei meiner ersten Runde beinahe abgeschmiert, weil der Reifen so stark abgekühlt war. Ich steckte voll im Verkehr und fand keinen Windschatten.» Reiterberger entschied sich schließlich, nicht länger auf eine bessere Gelegenheit zu warten. «Ich dachte mir: ‹Scheiß drauf, ich fahr die Runde allein.› Und ich habe es tatsächlich geschafft.»

Werbung

Werbung

Auch Odendaal überzeugte mit einer deutlichen Steigerung gegenüber dem ersten Qualifying. Den Schlusspunkt setzte van der Mark. Der Niederländer umrundete den Circuit Paul Ricard in 1:50,744 min und fuhr damit die schnellste Runde des gesamten Qualifyings.

«Es ist natürlich schön, so schnell zu sein. Doch wir haben alle überrascht, indem wir mit allen drei Fahrern im Bereich des Rundenrekords fahren konnten», erklärte van der Mark. «Das zeigt, wie viel Arbeit von allen in dieses Projekt geflossen ist und dass wir ein Paket haben, das für alle drei Fahrer funktioniert.»

Vor allem die Ausgeglichenheit des BMW-Trios stimmt den Niederländer für die 24 Stunden zuversichtlich. «Ich bin bisher sehr zufrieden. Wir haben das getan, was wir tun mussten und die fünf Punkte kassiert.»

Werbung

Werbung

Van der Mark: Pole war praktisch schon sicher

Als van der Mark zum abschließenden Q2 auf die Strecke ging, hatten seine beiden Teamkollegen bereits vorgelegt. Entsprechend musste der ehemalige Superbike-WM-Pilot nicht mehr das letzte Risiko eingehen.

«Markus und Steven hatten bereits unglaubliche Rundenzeiten vorgelegt. Deshalb wussten wir, dass die Pole-Position ziemlich sicher war», berichtete van der Mark. «Als ich auf die Strecke ging, versuchte ich zu pushen. Gleichzeitig musste ich aber auch clever bleiben.»

Dass am Ende sogar noch mehr möglich gewesen wäre, unterstreicht die starke Vorstellung der M1000RR. «Ich denke, wir hätten noch schneller fahren können. Doch wir haben unsere wichtigste Aufgabe erfüllt, und das war die Pole-Position. Diese hatten wir zu diesem Zeitpunkt bereits praktisch sicher, weil Markus und Steven ihren Job erledigt hatten.»

Daemen nimmt YART nach schwierigem Qualifying in Schutz

Während bei BMW alles nach Plan lief, erlebte WM-Leader YART schwierige Tage auf dem Circuit Paul Ricard. Bereits beim Test am Dienstag war Karel Hanika in einen schweren Unfall verwickelt. Im ersten Qualifying stürzte der Tscheche erneut und blieb ohne Rundenzeit. Auch im Q2 konnte YART nicht um die Spitzenpositionen kämpfen.

Werbung

Werbung

BMW-Teamchef Werner Daemen wollte aus dem schwachen Abschneiden des WM-Rivalen keine voreiligen Schlüsse für das Rennen ziehen. «Sie hatten sehr viel Pech. Es ist ein sehr gutes Team mit sehr guten Fahrern und einem sehr guten Motorrad», betonte der Belgier. «Doch beim Vortest am Dienstag gab es einen schweren Sturz bei etwa 180 km/h. Ich denke, der Fahrer ist deshalb nicht bei 100 Prozent.»

Daemen zeigte Verständnis dafür, dass nach einem solchen Unfall im Qualifying nicht jedes Risiko eingegangen wird. «Nach einem solchen Unfall ist es nicht einfach, gleich wieder einen weiteren Sturz zu riskieren. Ich denke, dass dies der Grund ist. Bei ihnen lief es nicht gut, und sie hatten Pech.»

BMW hat damit den ersten Teil seiner Mission beim Bol d’Or erfüllt. Die Pole-Position und die fünf Zusatzpunkte sind auf dem Konto, der Rückstand auf YART beträgt nur noch 14 Zähler. Reiterberger weiß allerdings, dass dies erst der Anfang war: «Wir konnten fünf Punkte auf YART gutmachen. Jetzt heißt es dranbleiben, durchkommen und hoffentlich gewinnen!»

Werbung

Werbung

Am Samstag um 15 Uhr beginnt der wesentlich schwierigere Teil der Titeljagd: 24 Stunden Bol d’Or.

Schon gesehen?

Verpassen Sie keine Highlights mehr: Der Speedweek Newsletter liefert Ihnen zweimal wöchentlich aktuelle Nachrichten, exklusive Kommentare und alle wichtigen Termine aus der Welt des Motorsports - direkt in Ihr E-Mail-Postfach

    Speedweek.com - Der beste Motorsport im Netz

    Die aktuellsten News rund um die Uhr, von Experten analysiert und kommentiert und exklusive Einblicke hinter die Kulissen. Hier schreiben Fans für Fans.