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4h Shanghai: GTE-Einstufung diesmal kaum geändert

Beim dritten Saisonlauf der Sportwagen-WM auf der Rennstrecke in Shanghai werden die drei GTE-Autos von Aston Martin, Ferrari und Porsche ähnlich unterwegs sein wie zuletzt in Fuji. So wurde Hand an die BoP angelegt.

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Vorbei sind die Zeiten, in denen im Sportwagen-Sport ein Fahrzeug lediglich aufgrund seines eigenen Potenzials Rennsiege feiern konnte. Heutzutage versuchen die Regelhüter über diverse Parameter ein Gleichgewicht zwischen den Fahrzeugen zu generieren, um so künstlich für Rennspannung zu sorgen. Das hat natürlich (wie alles im Leben) Vor- und Nachteile, doch einen archetypischen technischen Kampf gibt es in seiner Reinform halt eben nicht mehr. In der LMP1-Klasse drehen FIA und ACO an den Stellschrauben EoT (Equivalence of Technology) und Erfolgshandicap, was die beiden Toyota TS050 Hybrid in Shanghai um 2,74 Sekunden einbremsen soll.

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In den beiden GTE-Klasse wird über die BoP (Balance of Performance) in das Leistungsvermögen der Fahrzeuge eingegriffen. Hier stehen Parameter wie das Gewicht, die Größe des Luftmengenbegrenzers, der Ladedruck oder auch das Tankvolumen bereit, um von hoher Hand angepasst zu werden. Im Vergleich zur LMP1-Kategorie wirkt das System mittlerweile jedoch viel ausgereifter. Denn insgesamt gibt es derzeit nur noch minimale Änderung zwischen den Rennen.

Für das Event in Shanghai wurde lediglich das Tankvolumen des Aston Martin Vantage überarbeitet. Dieses wurde um einen Liter reduziert und beläuft sich somit auf 98 Liter. Der Ferrari 488 GTE Evo bleibt bei 91 und der Porsche 911 RSR bei 99 Litern. Alle anderen BoP-Werte der Pro-Kategorie blieben unangetastet. Für eine neue Einstufung hätte es auch keine wirkliche Grundlage gegeben, denn beim letzten Rennen in Fuji befanden sich die drei Marken auf einem sehr ähnlichen Niveau.

Auch in der GTE-Am-Wertung muss der Aston Martin sein Tankvolumen um einen Liter reduzieren. Hier darf das britische Fahrzeug jedoch nur 95 Liter mitführen. Dem Ferrari sind 89 und dem Porsche 98 Liter erlaubt. Um für weitere Spannung in der Am-Wertung zu sorgen, wurde vor der Saison aber auch der sogenannte Handicap-Ballast eingeführt.

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Dabei müssen einzelne Fahrzeuge aufgrund ihrer Ergebnisse aus den beiden vorangegangenen Rennen und des Tabellenstandes individuell Gewicht zuladen. Am stärksten ist hier der Ferrari #83 von AF Corse betroffen. Der Bolide von François Perrodo, Emmanuel Collard und Nicklas Nielsen bekommt insgesamt 35 Kilogramm (durch den Sieg in Silverstone, den zweiten Platz in Fuji und die GTE-Am-Tabellenführung) aufgedrückt.

Der Aston Martin von TF Sport ( Salih Yoluc, Charles Eastwood und Jonathan Adam) muss 25 kg (durch den Sieg in Fuji und Platz zwei in der Tabelle) einladen. Ebenfalls betroffen sind der #98 Aston Martin (Paul Dalla Lana, Darren Turner und Ross Gunn) und der Ferrari von MR Racing (Ishikawa Motoaki, Olivier Beretta und Kei Cozzolino) mit jeweils zehn Kilogramm und der Project-1-Porsche von Ben Keating, Larry ten Voorde und Jeroen Bleekemolen mit fünf Kilogramm an Extra-Ballast.

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