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Binotto: «Zylinder-Problem brachte Leclerc um Sieg»

Ferrari-Teamchef Mattia Binotto erklärte nach der Enttäuschung von Bahrain, was die erste Analyse des Motor-Problems von Pechvogel Charles Leclerc ergeben hat. Der Monegasse verlor dadurch den sicher geglaubten Sieg.

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Bis zur 46. Rennrunde des Bahrain-GP war die Welt für Ferrari-Talent Charles Leclerc noch in Ordnung. Der Teamneuling, der Tags zuvor die erste Pole seiner Karriere eingefahren und die beim Start eingebüsste Führung zurückerobert hatte, war auf dem besten Weg, seinen ersten GP zu gewinnen. Doch dann änderte sich innerhalb weniger Augenblicke alles. "Der Motor fühlt sich komisch an, was passiert da?", lautete der panische Funkspruch, der erahnen liess, dass sich der 21-Jährige in Schwierigkeiten befand.

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Diese machten sich auch schnell auf der Stoppuhr bemerkbar – Leclerc verlor fünf Sekunden pro Runde auf seine Hintermänner, und so war es nur eine Frage der Zeit, bis er erst von Lewis Hamilton und dann von dessen Mercedes-Stallgefährten Valtteri Bottas überholt wurde. Eine späte Safety-Car-Phase rettete dem Monegassen davor, den letzten Podestplatz an Max Verstappen zu verlieren.

"Es war ein Jammer für Charles. Er lag die meiste Zeit des Rennens in Führung und bewies, dass er sich hier in Bahrain besonders wohl fühlte. Er drehte auch die schnellste Rennrunde. Er verdiente es zu gewinnen, und es war nur das Zuverlässigkeitsproblem, das wir jetzt untersuchen müssen, das ihn daran gehindert hat. Das ist etwas, was wir nicht akzeptieren können, und es zeigt, wie wichtig es ist, jedes einzelne Detail zu berücksichtigen, um zu gewinnen", fasste Ferrari-Teamchef Mattia Binotto nach dem zweiten Saisonlauf in der Wüste zusammen.

Der Italiener verriet auch: "Wir wissen noch nicht genau, was passiert ist, aber es war kein Problem mit der MGU-H, ich weiss nicht, woher das kommt. Sicher ist, dass die Verbrennung in einem Zylinder nicht stimmte." Und er betonte, dass die Scuderia alles probierte, um die Sorgen des Unglücksraben aus der Welt zu schaffen. "Wenn so etwas passiert, dann versuchst du natürlich, das Motor-Mapping und die entsprechenden Einstellungen zu verändern und schaust, ob es eine Besserung bringt. Das war hier aber nicht der Fall."

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Natürlich sei es eine mutige Entscheidung gewesen, unter diesen Bedingungen weiterzufahren. "Aber letztlich haben wir den dritten Platz geholt, was wichtig ist, deshalb war es wohl die richtige Entscheidung", erklärte Binotto, der davon ausgeht, dass man das Problem schnell aus der Welt schaffen kann: "Der Motor hielt bis zum Ende des Rennens und wir werden ihn sicherlich am Freitag in China noch einmal einsetzen."

"Wir haben den ganzen Freitag, um sein Verhalten und seine Performance zu prüfen. Und ich denke, dass wir dieses Problem gut lösen können, auch wenn wir noch nicht genau verstehen, was passiert ist. Wir werden der Sache auf jeden Fall auf den Grund gehen und die Antriebseinheit in Maranello noch einmal komplett durchchecken lassen", machte sich der Ingenieur Mut. "Und wir dürfen nicht vergessen, dass wir auch viel Positives mitnehmen können. Das Auto hat super funktioniert und das Team hat grossartige Arbeit geleistet und einige wirklich starke Boxenstopps durchgeführt. Natürlich gibt es noch einige Sachen, die wir lernen müssen, und wir werden weiterhin hart arbeiten, um unsere Performance zu verbessern."

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