Irre: Valtteri Bottas/Cadillac in Ungarn mit Absicht in die Mauer gefahren
Das erleben wir in der Formel-1-WM eher selten: Ein Fahrer setzt seinen Wagen willentlich in eine Mauer. Cadillac-Pilot Valtteri Bottas sagt, wieso das auf dem Hungaroring absolut notwendig war.
Der 257. Formel-1-WM-Lauf von Valtteri Bottas endete eher ungewöhnlich: Der 36-jährige Finne setzte seinen Cadillac auf dem Hungaroring am Eingang der Boxengasse in eine Mauer – mit voller Absicht!
Die Vorgeschichte: Der neue Formel-1-Rennstall Cadillac hat immer wieder mit Bremsproblemen des Modells MAC-26 zu kämpfen. Ausfall von Bottas in Monaco. Überhitzte Bremsen in Spanien. Bottas und auch Sergio Pérez out auf dem Red Bull Ring wegen schlapper Bremsen. Und nun erneut ein Bremsproblem, wieder bei Valtteri. Und das sind nur die Schwierigkeiten in den Rennen.
Der Hungaroring ist als Bremsen-Killer bekannt, auch wegen der normalerweise hohen Umgebungstemperaturen. Cadillac bereitete sich mit verbesserten Kühleinlässen darauf vor. Aber schon nach zehn der 70 Runden in Ungarn meldete GP-Veteran Bottas am Funk erste Probleme.
Der zehnfache GP-Sieger (WM-Zweiter mit Mercedes 2019 und 2020) rollte dann in Runde 15 mit brennender Bremse links vorne Richtung Box, bei der Anfahrt liess er seinen Wagen rechts der Mauer entlangschrammen, um den Wagen zum Stillstand zu bringen.
Bottas danach: «Eigentlich sollte die neue Bremsbelüftung unsere Probleme lösen, aber ganz offenbar reichte das nicht bei solch extremen Verhältnissen wie in Ungarn.»
«Die Bremsen wurden zu heiss, und es kam so weit, dass die Überhitzung zu einem Brand führte, und das zerstört natürlich alles. Nachdem ich gemerkt hatte, dass mit der Bremse etwas nicht stimmt, wollte ich den Wagen an die Box zurückbringen, aber bei der Fahrt zurück habe ich jede Bremswirkung verloren, die Bremsleitungen sind wohl verbrannt. Deshalb musste ich das Auto in die Mauer fahren.»
«Ich hoffe, dass wir für den kommenden WM-Lauf in Zandvoort nach der Sommerpause eine Lösung haben.»
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