Dr. Helmut Marko erklärt: Warum der Sieg in Abu Dhabi wichtig war
Red Bull-Motorsportberater Dr. Helmut Marko blickt mit gemischten Gefühlen aufs Finale in Abu Dhabi zurück. Er erklärt, warum der Sieg von Max Verstappen trotz des verlorenen WM-Kampfs wichtig war.
Max Verstappen machte auf dem Yas Marina Circuit alles richtig und schaffte es auch, den Sieg zu erringen. Den Kampf um den WM-Titel verlor der Ausnahmekönner aus dem Red Bull Racing Team aber gegen Lando Norris, der mit dem Vorteil des 12-Punkte-Vorsprungs ins Rennen gegangen und als Dritter hinter seinem Teamkollegen Oscar Piastri ins Ziel gekommen war.
Red Bull-Motorsportberater Dr. Helmut Marko erklärte gewohnt trocken: «Es hat nicht ganz gereicht, und es war ein Kampf zwischen einem Red Bull Racing-Renner gegen zwei McLaren-Renner. Wir hatten gehofft, dass Charles Leclerc und George Russell schneller sein würden, aber das war nicht der Fall.»
Der Österreicher ist sich sicher: Strategisch liess sich auch nichts ausrichten. «Solange die beiden McLaren auf den Positionen 2 und 3 waren, hatten wir nichts in der Hand. Sie haben eine clevere Entscheidung getroffen, als sie Oscar Piastri auf die harten Reifen setzten. Deshalb konnten wir das Feld nicht einbremsen, denn davon hätte Piastri profitiert.»
Zusammenfassend hielt der Doktor fest: «Wir sind stolz, dass wir den WM-Rückstand von Max von 104 Punkten auf zwei verringern können, aber wir sind enttäuscht, dass wir mit zwei Punkten Rückstand verloren haben.»
Und Marko betonte: «Max hat unglaubliche, beachtliche Rennen gezeigt. Er hat unfassbare Überholmanöver geschafft. Aber in der Geschichte erinnert man sich immer nur an die Weltmeister. Ich würde jedoch sagen, dass er für sein Image einen sehr guten Fortschritt erzielt hat. Dass wir das Blatt im Laufe der Saison wenden konnten, war sehr wichtig, denn wenn wir nicht die Erfahrung gemacht hätten, dass wir ein konkurrenzfähiges Chassis hinbekommen, dann wäre das für alle Leute ein Nachteil gewesen. Doch jetzt weiss es jeder, und wir müssen das nun stetig hinbekommen. Ich hoffe, dass das Auto im nächsten Jahr ein etwas grösseres Arbeitsfenster haben wird.»
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