Montoya zu Verstappen: «Gras auf der anderen Seite ist nicht immer grüner»
Juan Pablo Montoya verfolgt die Gerüchte um Max Verstappens Zukunft aufmerksam mit. Der ehemalige GP-Pilot ist überzeugt: Der vierfache Champion tut gut daran, beim Red Bull Racing Team zu verbleiben.
Obwohl Max Verstappens Vertrag mit Red Bull Racing erst Ende 2028 ausläuft, wird eifrig über die berufliche Zukunft des Ausnahmekönners diskutiert. Das liegt nicht zuletzt an Verstappen selbst, der klargemacht hat, dass er nicht um jeden Preis in der Formel 1 verbleiben will, sollte sich der Sport in eine unliebsame Richtung entwickeln. Ausserdem hat er auch mehrfach betont, dass ihm ein siegfähiges Auto wichtig ist.
Entsprechend viel wird über seine nächsten Karriere-Entscheidung gesprochen. Auch Juan Pablo Montoya hat sich Gedanken gemacht. Im Gespräch mit dem Wettanbieter «www.betpack.com» sagt der ehemalige GP-Star: «Ich habe gehört, dass Red Bull alles daran setzt, ein Abkommen mit Max zu schliessen, das ihm zwar mehr Geld bringt, dafür aber keine Ausstiegsklausel umfasst.»
«Man hat ihn gefragt, was er sich für eine Vertragsverlängerung vorstellt, damit er endlich aufhört, Spielchen zu treiben. Verhandelt Max also, indem er mit weiteren Teams spricht, um mehr Geld herauszuholen? Oder will Max wirklich weg?», fragt der Kolumbianer, und fügt mit Nachdruck an: «Es geht immer nur ums Geld!»
Montoya: Max Verstappen ist bei Red Bull Racing der König
Allerdings sei ein Faktor noch wichtiger, räumt der siebenfache GP-Sieger ein: «Aber für mich ist das Wichtigste der Status, den Max bei Red Bull Racing hat. Er ist der König. Will er sich bei Mercedes wirklich mit Kimi Antonelli anlegen, der Toto Wolffs Liebling ist, um dort der König des Dschungels zu werden? Will er sich bei McLaren wirklich mit Lando Norris anlegen, der Weltmeister und der Golfkumpel von CEO Zak Brown ist? Würde Max irgendwo hingehen wollen, wo sich nicht alles um ihn dreht? Ich sage nein.»
Er glaube nicht, dass bei Mercedes in den nächsten Jahren ein Platz frei werde, erklärte Montoya daraufhin. «McLaren würde Max sicherlich gerne holen, aber wäre Max glücklich mit der Situation, nicht die Nummer 1 zu sein? Ich glaube nicht, dass er da hingehen wird. Die einzige Möglichkeit besteht, wenn McLaren in den nächsten paar Rennen wieder dominant wird. Max müsste überzeugt sein, dass es das Team ist, das es in den nächsten Jahren zu schlagen gilt. Dann würde er sich vielleicht denken, dass er Lando schlagen und mit der Situation umgehen kann», fährt der 94-fache GP-Teilnehmer fort. «Wenn das nicht der Fall ist, warum sollte er dann gehen?»
Montoya ist überzeugt: Red Bull Racing ist auf dem richtigen Weg
Montoya plädiert deshalb für einen Verbleib bei Red Bull Racing, und betont: «Schaut euch an, was Red Bull mit dem Motor gemacht hat. Sie haben den besten Motor im Feld. Vielleicht gewinnen sie zwar keine Rennen, aber sie liegen auch nicht weit zurück. Sie sind ganz vorne mit dabei. Wenn sie noch ein paar Zehntel herausholen, werden sie richtig gut sein.»
«Das Auto ist noch nicht ganz da, wo es sein müsste. Aber trotz all der Leute, die das Team verlassen haben, zeigen sie immer noch eine unglaublich gute Leistung. Das war das erste Auto, das nicht von Adrian Newey entwickelt wurde, und es war gut; sie haben es verbessert und sind auf dem richtigen Weg. Max könnte also durchaus erkennen, dass das Gras auf der anderen Seite nicht immer grüner ist.»
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