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Formel-1-Zweisitzer: Das ist der neue Look 2018
​Der frühere Toyota-Technikchef Mike Gascoyne (54) ist für den aufregenden Formel-1-Zweisitzer verantwortlich. Nun hat er auf Twitter gezeigt, wie das Auto in der kommenden Saison aussehen soll.
Formel 1
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Mike Gascoyne ist angestellt worden, sich um die technische Seite des Formel-1-Zweisitzerprogramms zu kümmern. F1-Grossaktionär Liberty Media will mit der "Formula 1 Experience" den Besuch der GP-Fans aufpeppen, zunächst mit einem limitierten Programm 2017. Das wird 2018 ganz anders. Dann sind die Zweisitzer fester Bestandteil des Programms, mit Einsätzen an allen 21 GP-Wochenenden! Alle reden wir immer vom Minardi-Zweisitzer – denn die Autos fuhren meist in den Farben des einst von Giancarlo Minardi gegründeten Rennstalls, der später vom Melbourner Paul Stoddart inhaliert wurde. Aber im Grunde müssten wir vom Tyrrell-Zweisitzer sprechen, denn der Renner basiert auf jenem GP-Auto, mit dem in der Formel-1-Saison 1998 der Japaner Toranosuke Takagi und der Brasilianer Ricardo Rosset fuhren.
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Das Schöne dabei: Mike Gascoyne hat als rechte Hand des unvergessenen Dr. Harvery Postlethwaite (am 15. April 1999 einem Herzanfall erlegen) jenen Tyrrell 026 entworfen, auf dessen Design die späteren Minardi-Zweisitzer von Paul Stoddart beruhen. Gascoyne erklärte vor kurzem, dass der Zweisitzer eine Frischzellenkur erhält: "Wir werden dem Auto ein neues Aerodynamikpaket spendieren, mit Flügeln vorn und hinten, die dem aktuellen Reglement entsprechen, dazu mit Luftleit-Elementen. Wir bauen zudem zwei ganz neue Chassis, um auch etwas kräftiger gebaute Passagiere ins Auto zu bringen. Wir werden eine völlig frische Elektronik haben, das war bei den Einsätzen der grösste Sorgenpunkt bezüglich der Zuverlässigkeit. Wir werden auch einen Schirm einbauen, so dass der Passagier besser erkennen kann, wo auf der Bahn er sich befindet. Wir wollen zudem verschiedene Kameras einbauen, so dass der Gast die Möglichkeit erhält, Filmaufnahmen von sich im Zweisitzer mit nach Hause nehmen zu können." Nun hat Gascoyne die ersten Bilder gezeigt, wie er sich das vorstellt. Er schreibt dazu: "Viele haben mich gefragt, was nun mit der Rückwand sei. Aber dazu brauchen wir erst Stressanalysen, das wird einige Zeit dauern. Was ihr hier seht, sind erst die aerodynamischen Modifikationen."
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Seit 1998 hat sich die Formel 1 rasant entwickelt. Der Zweisitzer erzeugt zwar wegen des herrlichen Saugmotor-Sounds lange Hälse, wo immer er gefahren kommt, aber das Design ist gemessen an den heutigen Rennern verstaubt. Mike weiter: "Wir wollen den Wagen einen etwas moderneren Look verpassen. Aber es gibt auch andere Bereich, wo ich den Hebel ansetze, etwa bei der Standfestigkeit. Ein altes Problem des Zweisitzers: Der Passagier sieht unmittelbar hinter dem Überrollbügel des Fahrers nicht so viel. Mike: "Das wollen wir korrigieren. Wir wollen die Wand zwischen Pilot und Passagier verkleinern, ohne die Sicherheit zu kompromittieren. Diese Autos sind über all die Jahre vor allem deshalb so gut gelaufen, weil sie überaus stark konzipiert worden sind. Wir werden zudem ganz andere Mittel zur Verfügung haben, was den Chassisbau angeht. Früher haben wir das noch mit dem Taschenrechner kalkuliert, heute befindet sich die Belastungsanalyse auf einem sehr hohen Niveau."
Mike Gascoyne weiss: "21 Rennwochenenden, das wird auch für uns ein stattliches Programm, was die Logistik angeht. Wir fahren erheblich weniger als ein normales Team, aber wir haben auch keine Motoren oder Getriebe, die für den Einsatz von vier bis sechs GP-Wochenende entworfen worden sind. Allein die Kontrolle aller Bauteile, was ihre Lebensdauer betrifft, ist eine gewaltige Aufgabe. Wir müssen kein möglichst schnelles Auto bauen, sondern ein möglichst sicheres, das zuverlässig läuft. Wenn du pro Tag nur kurze Zeitfenster im Tagesprogramm hast, um Gäste auf die Bahn zu schicken, dann macht es keinen guten Eindruck, wenn der Wagen nicht anspringt oder wenn er liegen bleibt."
Es ist nicht geplant, dass der Zweisitzer anders motorisiert wird. Mike erklärt: "Die neuen Antriebseinheiten sind unfassbar komplex, alleine die Hydraulik erfordert einen Riesenaufwand, vom Rest ganz zu schweigen, das würde alles die Kosten komplett ausurfern lassen."
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