Jean Alesi: Das muss Max Verstappen (Red Bull Racing) jetzt tun
Ex-F1-Pilot Jean Alesi über den schwierigen Saisonstart von Max Verstappen. Was sein Rat an den Red Bull Racing-Piloten ist und wie der Franzose die klaren kritischen Worte von Verstappen sieht.
Nach drei Rennwochenenden liegt Max Verstappen (Red Bull Racing) derzeit nur an Rang 9 in der WM-Wertung und bleibt damit selbstredend hinter seinen eigenen Erwartungen zurück. Der Niederländer hatte mehrfach seinen Unmut über das neue Reglement kundgetan und offen gesagt: Die Formel 1 macht ihm so keinen Spaß mehr. Seit Anfang der Saison 2026 gilt ein neues Reglement, das unter Fahrern kontrovers diskutkiert wird.
Der frühere Formel-1-Pilot Jean Alesi analysiert im Interview mit unseren Kollegen von Racingnews365 die Situation des viermaligen Weltmeisters und wirft die Frage auf: Haben die schnellen Piloten gerade mehr Probleme? Was Verstappen nach Ansicht von Alesi jetzt tun sollte.
Alesi: Haben die Schnellen mehr Schwierigkeiten?
Alesi stellt fest: «Max hat gerade wirklich Probleme. Denn wenn man sich das System ansieht, das sie derzeit mit dem Auto haben, und die Art und Weise, wie sie das Gaspedal bedienen, dann weniger elektrische Leistung haben… Ist es im Moment so, dass die schnellen Fahrer mehr Schwierigkeiten haben als die anderen? Vielleicht. Denn wenn man sich das Qualifying in Suzuka ansieht, waren Max und Charles (Leclerc, Anm.) in jeder Kurve schneller, aber am Ende in der Rundenzeit langsamer.»
Das sollte Verstappen jetzt machen
Alesi ist dabei überzeugt, dass Verstappen sein Bestes gibt und das Bestmögliche aus seinem Auto und unter dem aktuellen Reglement herausholt. Der Franzose analysiert: «Der Ball liegt jetzt auf der Seite der Ingenieure. Das Maximum, was Max jetzt machen kann, ist ruhig zu bleiben und die Ingenieure ihre Verbesserungen bringen lassen. Das ist das Einzige, was er machen kann.»
Alesi: «Das ist keine Kritik»
Zu den Kommentaren einiger Experten über Verstappens offene Kritik an der Ist-Situation sagt Alesi verteidigend: «Er spornt sein Team an. Das bedeutet aber nicht, dass man gegen das Team ist. Als Fahrer macht man seinem Team natürlich Druck. Er kann nicht in eine Pressekonferenz gehen und sagen: ‹Mein Team ist fantastisch, mein Auto ist fantastisch und alle ist perfekt.› Er muss sagen: ‹Der Motor muss so sein, die Aerodynamik geht aktuell in die Richtung, wir müssend das verändern.› Das ist keine Kritik. Das ist eine Botschaft zur Verbesserung.»
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