Ferrari-Star Charles Leclerc: Deshalb ist die Formel 1 so knifflig geworden
Die Formel-1-Piloten müssen in diesem Jahr eine besonders anspruchsvolle Aufgabe meistern. Ferrari-Star Charles Leclerc erklärt, wie sich die Arbeit der GP-Stars durch die neuen Regeln verändert hat.
Nichts ist mehr, wie es war: Die Formel-1-Verantwortlichen haben lange am neuen Reglement getüftelt, das seit diesem Jahr zum Einsatz kommt. Und das grosse Ziel, mehr Überholmanöver und Zweikämpfe auf der Strecke zu generieren, wurde auch erreicht.
Die neue Generation von GP-Fahrzeugen hat es aber in sich. Denn die neue Power-Aufteilung zwischen Verbrennungsmotor und elektrischer Energie hat nicht nur die Art und Weise verändert, wie die Piloten auf der Strecke agieren müssen. Sie beeinflusst auch die Arbeit ausserhalb des Cockpits, wie Charles Leclerc betont.
Zu viele Variablen
Der Ferrari-Star sagt: «Es hängt alles von den Antriebseinheiten und ihrer Abstimmung ab. Das macht es so schwer, diese Autos schnell zu bewegen – es gibt zu viele Variablen. Und deshalb kann man nicht mehr wie früher einfach die Daten analysieren und sagen, wo man nachlegen und wie man seinen Fahrstil anpassen muss.»
Und er betont, dass eine Änderung des Fahrstils nicht zwangsläufig zum Erfolg führt. «Wenn du die Art und Weise, wie du fährst, einfach anpasst, die Programmierung der Motoren aber in die andere Richtung geht, dann läuft es noch viel schlechter als zuvor. Es gibt also sehr viele Faktoren, die man berücksichtigen muss. Du musst sehr offen ans Werk gehen und das hat sich auch in der bisherigen Saison gezeigt», erklärt der Monegasse.
Aggressiver Fahrstil führt nicht zwangsläufig zum Erfolg
«Beim Saisonstart hatte ich ein wirklich gutes Gefühl im Auto, ich war sehr stark unterwegs. Doch in Monaco und Montreal hatte ich richtig viel Mühe mit diesem Fahrzeug. Und dann haben wir ziemlich viel verändert, und es ging wieder etwas mehr in meine Richtung», schildert der neunfache GP-Sieger.
«Es ist nicht schwarz-weiss, es gibt kein eindeutiges Richtig oder Falsch mit diesen Fahrzeugen. Es gibt zu viele Fragezeichen, und es ist offenbar viel schwieriger geworden, zu verstehen, was Sache ist, wenn du etwas danebenliegst. Ich würde also nicht sagen, dass es einfach reicht, superaggressiv zu fahren, das trifft zumindest nicht auf unser Auto zu. Bei anderen Fahrzeugen ist das vielleicht der Fall», ergänzte der aktuelle WM-Vierte.
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