Hilft die Freundin? Toto Wolff: Was Lewis Hamilton gerade so stark macht
Lewis Hamilton feierte in Barcelona einen historischen Sieg. Sein Ex-Chef Toto Wolff erklärt, warum es gerade so gut läuft. Was Hamiltons Begleitung Kim Kardashian damit zu tun haben könnte.
Fast zwei Jahre lang musste Lewis Hamilton auf seinen 106. GP-Sieg warten (Nr. 105 war Spa 2024 mit Mercedes). Im 31. Grand Prix für Ferrari hat es endlich geklappt mit dem ersten Sieg in Rot. Die ganze Formel 1 freute sich für den siebenmaligen Weltmeister, auch sein früherer Teamchef bei Mercedes, Toto Wolff.
Der Österreicher darüber, was in Hamiltons zweiter Ferrari-Saison endlich den langersehnten Erfolg brachte: «Harte Arbeit. Und das Auto in diesem Jahr scheint anders zu sein als in der Ära zuvor mit dem Hüpfen und der steifen Fahrweise, die das Gefühl beeinträchtigt. Die Autos jetzt kehren mehr zu einer konventionelleren Fahrweise zurück, zumindest wenn man sich die Aerodynamik und die Dynamik des Fahrzeugs anschaut.» Fürs neue Motorenreglement mit viel Energiemanagement gilt das nicht, daher Wolffs Einschränkung. Aber das 2026er-Chassis scheint Hamilton besser zu liegen als die Autos der Ground-Effect-Ära (2022-2025).
Die Chemie stimmt!
Wolff meint außerdem: «Die Chemie im Team zwischen ihm und seinem Renningenieur scheint gut zu sein. Ich habe ihn im Fernsehen auf dem Podium gesehen.» Auch in den Team-Hospitality-Bereichen an der Strecke laufen die TV-Bilder aus dem World-Feed. Wolff: «Sein Gesichtsausdruck zeigt mir, dass er sehr glücklich ist.» Und mit einem Augenzwinkern fügt Wolff hinzu: «Vielleicht hilft auch die Freundin.» Hamilton war in der Woche zuvor in Monaco vom Reality-TV-Star Kim Kardashian begleitet worden.
Partnerschaft und Familie können helfen
Wolff erklärte: «Mir hat es geholfen, eine Partnerin zu haben, mit der man ein stabiles Familienleben führt.» Gemeint ist seine Ehefrau Susie, frühere Rennfahrerin und aktuell Leiterin der Nachwuchsserie F1 Academy. Ihr gemeinsamer Sohn Jack fährt Kartrennen. Eine richtige Motorsportfamilie also. Wolff über Hamilton und seine neue Begleitung: «Und die beiden scheinen sich wirklich gut zu verstehen. Ich denke, es sind all diese Faktoren zusammen, die die emotionale, die persönliche und die berufliche Perspektive ausmachen. Wenn es in diesen Bereichen gut läuft, gewinnt man.» Tatsächlich fährt Hamilton Erfolge ein, seit er sich öffentlich mit Kardashian zeigt. Allerdings hat Ferrari auch zeitgleich Upgrades gebracht, die das Auto merklich verbessert haben.
Hamilton macht Druck auf Mercedes
Mit seinem Sieg in Barcelona erhöhte Hamilton den Druck auf Mercedes! Bereits in Monaco (wo Russell im Strafenchaos zurückfiel und punktlos blieb) zog der frühere Mercedes-Pilot an seinem Ex-Kollegen George Russell vorbei. Mit dem Sieg vor Russell (2.) baute Hamilton den Vorsprung aus. Hamilton steht in der Fahrer-WM nun zwischen den beiden Mercedes-Piloten, also hinter WM-Leader Kimi Antonelli und vor Russell.
Wolff über seinen Ex-Schützling, der nun plötzlich sein Konkurrent ist: «Ich würde lieber nicht mit ihm um den Titel kämpfen, denn ich weiß, wozu er fähig ist. Wenn er Blut wittert, legt er los. Ich habe das schon viele Jahre lang gesehen: Plötzlich kommt der Lewis-Hamilton-Zug ins Rollen, und dann ist es sehr schwer, ihn noch aufzuhalten.» Mit zuletzt zwei zweiten Plätzen und einem Sieg ist der Zug derzeit gut in Fahrt.
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