Simon Längenfelder (KTM, P2): Veränderungen im Umfeld haben sich ausgezahlt
Mit einem 3-2-Ergebnis stand Red-Bull-KTM-Werksfahrer Simon Längenfelder bei der 11. Etappe der MX2-Motocross-WM wieder auf dem Podium und konnte den Rückstand zur Tabellenspitze verkürzen.
Das Podium von Johannesburg war für Titelverteidiger Simon Längenfelder (KTM) das Ende einer langen Durststrecke. Sein letztes Podium war sein Sieg in Riola Sardo am 12. April. Danach folgten 6 Grands Prix ohne Podium. Diese Phase scheint Simon Längenfelder nun überwunden zu haben. Es fehlte in Südafrika vielleicht noch etwas an Intensität, besonders in der Anfangsphase, aber Simon konnte die Pace von Sieger Guillem Farres (Triumph) über die gesamte Renndistanz mitgehen. Das ist die entscheidende Nachricht, denn zum Beispiel in Montevarchi konnte er den Speed der Top-Piloten nicht mitgehen. Er gewann jeden Start und fiel danach zurück. In Johannesburg wirkte der Deutsche wieder wie der Simon Längenfelder, der 2025 den WM-Titel holte.
Rückstand zur Tabellenspitze verkleinert
Seinen Rückstand zur Tabellenspitze (Sacha Coenen) konnte Simon nach seinem Sieg im Qualifikationsrennen und dem 3-2-Ergebnis vom Sonntag von 62 auf 51 Punkte verkürzen. Er hat also insgesamt 11 Punkte gegenüber Sacha Coenen aufgeholt.
Guillem Farres ist jetzt der wichtigste Kontrahent
Zwar hält Sacha Coenen noch immer das Red Plate des Tabellenführers, aber es kristallisiert sich immer deutlicher heraus, dass es Guillem Farres ist, der sich im Moment im Aufwind befindet. Sacha Coenen stürzte in Johannesburg und dokumentierte damit erneut seine entscheidende Schwäche. Es ist immer ein Vergnügen, Sacha auf der Strecke zu sehen: Wild, mutig und ungebremst, den Gashahn permanent am Anschlag, heizt er um den Kurs als gäbe es kein Morgen. Das tat er auch in Südafrika. Dass sein Bike nach seinem Crash Kühlmittel und vermutlich auch Leistung verlor, war ihm egal. Er prügelte seine KTM um den Kurs und hatte mit Platz 6 auch Erfolg. Aber die Risiken, die er eingeht, führen eben auch immer wieder zu Stürzen und Rückschlägen. Im Gegensatz dazu fährt Guillem Farres kontrolliert und hat seine Pace im Griff. Es bleibt abzuwarten, wie er sich auf Sandstrecken wie Lommel oder Arnheim schlägt, aber der Spanier hat zweifellos einen Lauf.
Veränderungen im Umfeld
«Es ist gut, an diesem Wochenende wieder meine Intensität und den Kampfgeist gefunden zu haben», erklärte Simon nach dem Rennen. «Ich habe in meinem Umfeld einige Veränderungen vorgenommen», sagte er weiter. «Das scheint sich jetzt auszuzahlen und darüber freue ich mich.»
Nächster Stopp England
Die Strecke in Matterley Basin gehört zu Simons Lieblingsstrecken. Hier hat er schon mehrfach gewonnen. In diesem Jahr findet der Grand Prix of Great Britain jedoch auf der Oldschool-Strecke von Foxhill statt. «Ich finde es etwas schade, dass wir nicht mehr in Matterley Basin fahren», meint Simon. «Ich habe aber schon Fotos von Foxhill gesehen. Die Strecke sieht ziemlich gut aus – an manchen Stellen auch ziemlich steil. Wir werden sehen, wie sie sich fährt, wenn wir dort sind.» Am 18.-19. Juli geht es in England mit der 12. Etappe der Motocross-WM weiter.
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