Monza-Heimspiel: Warum Kimi Antonelli trotz Motor-Strafe entspannt bleibt
Im vergangenen Jahr musste Kimi Antonelli nach dem Monza-Wochenende Kritik von Mercedes-Teamchef Toto Wolff einstecken. Dieses Jahr kehrt er als WM-Leader in den Königlichen Park zurück.
Im vergangenen Jahr steckte Kimi Antonelli in einer Leistungskrise, als er zum Heimspiel nach Monza reiste. Und auch auf dem italienischen Highspeed-Kurs lief es für den Lockenkopf, der 2025 seine erste GP-Saison bestritt, nicht nach Wunsch. Im Rennen musste er sich mit dem neunten Platz begnügen. Und von Mercedes-Teamchef Toto Wolff gab es kritische Worte für den Rennfahrer aus Bologna.
Sein Schützling leiste sich zu viele Fehler», meinte der Wiener etwa, und Antonelli reagierte mit Verständnis. «Er bezog sich auf den GP am Sonntag und ich stimme ihm zu: Es war nicht mein bestes Rennen. Ich nehme das aber positiv und als Antrieb, an diesem Wochenende noch besser zu sein», erklärte er vor dem darauffolgenden Kräftemessen in Baku, bei dem er mit dem vierten Platz wieder in die Erfolgsspur zurückfand.
Kimi Antonelli setzt auf seinen Erfahrungsschatz
Ein Jahr später reist er als WM-Leader zum Heimspiel im Königlichen Park. Und die Hoffnung ist entsprechend hoch, Wiedergutmachung zu leisten. Obwohl er wegen des Einsatzes einer neuen Antriebseinheit, die das erlaubte Kontingent überschreitet, das Feld von hinten aufrollen müssen wird. Doch Antonelli ist entspannt. Er setzt auf seinen vergrösserten Erfahrungsschatz, wie er im Gespräch mit Lawrence Barretto für «Formula1.com» betont.
«Die Erfahrung spielt natürlich eine Riesenrolle. Klar gibt es noch viele Erfahrungen, die ich zunächst machen muss. Aber ich denke, dass ich im vergangenen Jahr die schlechten Augenblicke und schwierigen Phasen gebraucht habe, um noch mehr zu reifen, als ich es erwartet hatte. Es hat mich emotional und mental stärker gemacht», erklärt der 20-Jährige rückblickend.
Dass der Druck durch die WM-Leader-Rolle und die Popularität, die er in Italien und auf der ganzen Welt geniesst, gestiegen ist, macht ihm nichts aus. «Ich geniesse das», sagt Antonelli. «Natürlich gibt es Zeiten, in denen man es leider nicht jedem recht machen kann, aber ich versuche, das Beste daraus zu machen. Ich will die Rennwochenenden so gut wie möglich geniessen, und natürlich ist es intensiv, aber gleichzeitig versuche ich auch, in jenen Momenten, in denen ich nicht im Auto sitze – besonders am Donnerstag – mit den Mechanikern Spass zu haben. Denn das ist der beste Moment dafür.»
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