Monza-Sabotage an Champion Lando Norris? Oscar Piastri findet klare Worte
Im Monza-Qualifying hätte Oscar Piastri seinem Teamkollegen Lando Norris Windschatten spenden sollen. Ein Verbremser verhinderte das. Den Vorwurf, er hätte sich mit Absicht vertan, weist er zurück.
Einige Formel-1-Fans runzelten die Stirn, als sich in der vergangenen Woche im Qualifying von Monza ein Verbremser ereignete. Denn dieser unterlief Oscar Piastri im entscheidenden Moment. Die Hatz um die Startaufstellung war in der letzten Phase und der Plan der McLaren-Strategen lautete, dass der Australier seinem Teamkollegen Lando Norris Windschatten spendet, damit dieser den nötigen Speed-Vorteil auf den langen Geraden nutzen kann.
Daraus wurde aber nichts, denn schon in der ersten Kurve blockierten die Räder am MCL40 des aktuellen WM-Siebten und er musste in die Auslaufzone der Schikane ausweichen. Die Runde brach er damit ab, und Norris musste sich mit der achtschnellsten Zeit begnügen. Piastri hatte zuvor mit der Schützenhilfe des Weltmeisters die drittschnellste Runde gedreht. Den GP hatte er tags darauf allerdings von Startplatz 6 in Angriff nehmen müssen, weil er zuvor Liam Lawson im Weg gewesen war.
Natürlich dauerte es nicht lange, bis die Theorie aufkam, dass Piastri nicht ganz unabsichtlich im Notausgang der ersten Kurve gelandet war. Sie sahen es als Beweis an, dass der Rennfahrer aus Melbourne die Runde gleich abbrach, obwohl er Norris theoretisch später in der Runde noch hätte helfen können. Im Fahrerlager von Madrid räumte Piastri denn auch ein: «Ja, vielleicht wäre das möglich gewesen.»
Oscar Piastri verteidigt sich: «Das wäre schon viel verlangt»
Der 25-Jährige betonte aber auch gleich: «Aber wenn du die Räder blockierst und die Kurve nicht kriegst, dann willst du zunächst einfach aus dem Weg sein. Aber ja, rückblickend gesehen hätte ich das anders handhaben können. Aber im Eifer des Gefechts ist es meiner Ansicht nach schon viel verlangt, dass man anders reagiert.»
Piastri verwies auch auf die Tatsache, dass das McLaren-Team als Weltmeister die erste Box belegt, die am weitesten vom Boxengassenausgang entfernt liegt, was angesichts des Timings für den letzten Versuch ein Nachteil ist: «Klar könnte man die Dinge nächstes Mal besser machen. Aber wir sind auch in einer schwierigen Lage gewesen, was unsere Position in der Boxengasse angeht. Es war klar, dass wir uns nicht verbessern würden, weil wir die ersten Autos waren, die die Boxengasse verlassen haben. Wir hatten sozusagen schon verloren, bevor wir unsere Runden in Angriff genommen hatten.»
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