Williams-Pilot Alex Albon schlägt Entwicklungs-Alarm: «Sind zurückgefallen»
Williams kommt diese Formel-1-Saison vom Regen in die Traufe. In Baku kommt endlich ein Upgrade – doch bringt das die ersehnte Wende? Alex Albon zum Entwicklungsrennen: «Wir sind zurückgefallen.»
Madrid war erneut ein frustrierendes Rennwochenende für den britischen Traditionsrennstall Williams. Alex Albon wurde 15., hatte eine Runde Rückstand auf die Spitze. Carlos Sainz konnte sein Heimrennen nicht mal beenden, musste auf der Strecke, deren Botschafter er ist, abstellen. Was für ein frustrierendes Spanien-Wochenende!
Alex Albon klang nach dem GP finster. Zu seiner Premiere auf dem «Madring» sagte er: «Es war eines meiner stärkeren Wochenenden, aber gleichzeitig auch einfach super, super unbeständig. Realistisch gesehen ist das Tempo nicht genug.» Er hatte große Probleme mit den Reifen, konnte nicht wirklich kämpfen. Albon: «Das ist in vielerlei Hinsicht frustrierend. Jetzt warte ich einfach auf Baku.»
Williams verliert jede Runde eine Sekunde
Dort wird nach einem Wochenende Pause der Aserbaidschan-GP gefahren. Und Williams bringt ein Upgrade-Paket mit – endlich. Doch bringt das die erhoffte Wende? Albon: «Im Moment liegen wir im Rennen realistisch gesehen 50 Sekunden hinter dem Mittelfeld. Wir verlieren im Rennen mehr oder weniger eine Sekunde pro Runde. Es muss schon ein ziemlich großes Upgrade sein. Mal sehen. Wir wissen, dass es ein guter Schritt sein wird. Wird es der ganz große Schritt sein? Ich hoffe es, aber ich glaube nicht, dass es so sein wird.» Uff!
Gefühlt kommt irgendwie so gar nichts voran, dreht sich eher im Kreis. Der Brite: «Leider haben wir das schon letztes Jahr gesagt, aber der Fokus liegt auch auf dem nächsten Jahr. Uns ist klar, dass wir im Moment zu weit zurückliegen, um noch ein paar Upgrades für dieses Jahr zu bekommen. Wir müssen uns auf das nächste Jahr konzentrieren.»
«Sind zurückgefallen»
Welche Neuerungen Williams genau mit nach Baku bringt, da wollen sie sich offenbar noch nicht in die Karten schauen lassen. Die große Zuversicht klingt aber anders. Albon: «Selbst die Teams aus dem Mittelfeld bringen drei oder vier Verbesserungen pro Jahr ein, und der Umfang dieser Verbesserungen ist ebenfalls enorm. Wenn man an uns in einem normalen Jahr denkt, hätte uns Baku wieder ins Rennen gebracht, aber wir müssen ehrlich zu uns selbst sein. Das Entwicklungstempo ist in diesem Jahr enorm, und wir sind zurückgefallen.» Klingt, als wäre das Baku-Upgrade also auch eher ein Trostpflaster als die große Rettung.
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