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Sommerpause? Welche Sommerpause? Arbeit ruht nicht
​Für die meisten Fans ist klar: Zwischen den Rennen von Ungarn und den Niederlanden macht die Formel 1 Sommerpause. Nur – das stimmt gar nicht: Auf dem Hungaroring wird gefahren, in den Werken wird gearbeitet.
Formel 1
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Nach dem GP-Wochenende von Ungarn folgen nun drei Sonntage ohne GP-Sport, und die meisten Fans glauben – die Formel 1 befindet sich in der Sommerpause.
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Aber so ganz richtig ist das nicht: Yuki Tsunoda (Red Bull Racing) sprach in Ungarn davon, dass er ab Montag im Rennsimulator sitzt, auf dem Hungaroring testet Pirelli mit den vier Rennställen Alpine, McLaren, Ferrari und den Racing Bulls, und auch die frühere F1-Strategin Bernie Collins, nun in Diensten von Sky, weiss: "Die Teams haben eine ganz normale Arbeitswoche. Zunächst muss ja mal das ganze Material zurück in die Rennwagenwerke. Die eigentliche Pause ist dann zwei Wochen lang und folgt danach." Immer wieder fragen die Fans: Ruht die Arbeit dann komplett? Oder sind gewisse Arbeiten gestattet? In Artikel 21.8 des Formel-1-Sportgesetzes ist verankert, dass die Rennwagenfabrik 14 Tage lang geschlossen sein muss. Der langjährige Haas-Teamchef Günther Steiner hat dazu festgehalten: "Im Grunde ist es ganz einfach. Alle Arbeiten am Wagen sind während der Pause untersagt. Es gibt keine Entwicklung. Es gibt keine Herstellung. Aber die administrative Seite ruht natürlich nicht. Immerhin musst du ja weiterhin Rechnungen bezahlen und dich um die Gehälter der Angestellten kümmern. Oder die IT-Abteilung spielt Updates auf die Firmen-Rechner." Vor Jahren hat die damalige FOTA (Formula One Team Association) diese Selbstbeschränkung eingeführt, die Werke machten so gut wie dicht, seit 2014 ist die Sommerpause im Sportreglement der Formel 1 verankert. Um die Aussagen von Günther Steiner zu verfeinern: Alles, was mit dem Einsatz eines Rennwagens oder dessen Leistungsfähigkeit zu tun hat, ist untersagt. Es werden keine Teile hergestellt, auch nicht bei Drittfirmen. Es dürfen keine Autos aufgebaut werden. Es gibt keine Windkanalarbeiten für diesjährige oder künftige Rennautos, die Computer für Flussberechnungen hören auf zu surren. Das Management darf keine Arbeiten vornehmen, was den Einsatz des Teams am Rennort betrifft, wie etwa Flug- oder Hotelbuchungen. Und was ist erlaubt? Fremdaufträge von Kunden im eigenen Windkanal wären gestattet. An der Infrastruktur darf ebenfalls gearbeitet werden – etwa an Gebäuden oder wie erwähnt im Bereich IT, auch am Windkanal. Dazu alle Administrativ-Arbeiten, wie sie der Südtiroler Steiner erläutert hat. Gemäss Reglement ist also klar, was getan werden darf und was nicht. Die logische Folgefrage: Wer kontrolliert das? Wir haben vor einigen Jahren bei der FIA nachgehakt. Ein ranghoher Funktionär sagte mir damals: "Niemand. Es gibt keine Stichproben, es gibt keine Einsicht ins Werk. Wir vertrauen darauf, dass sich die Teamchefs als Verantwortliche ans Reglement halten. Aber wir können Beweise verlangen, sollten Zweifel auftauchen." Ein Team-Manager, der es ebenfalls vorzieht, anonym zu bleiben, vertiefte: "Natürlich habe ich Zweifel, dass sich alle komplett an die Sommerpause halten. Selbst wenn es Stichproben im Werk gäbe – wer will denn kontrollieren, was Mitarbeiter zuhause machen? Aber hier zu tricksen, birgt grosse Risiken. Die Gefahr, erwischt zu werden, entsteht durch Petzen." "Zwischen den Rennställen kommt es jeweils zu zahlreichen Wechseln beim Personal, und da kann es leicht mal einen Mitarbeiter geben, der die Firma im Groll verlässt und sein früheres Team verpfeifen könnte. Oder es könnte ein Leck bei Drittfirmen entstehen, bei Unternehmen, die für verschiedene Rennställe arbeiten." "Erwischt zu werden, wäre für die ganze Formel 1 und ganz besonders fürs betreffende Team überaus peinlich. Potenzielle Whistleblower sind für die FIA die beste Garantie, dass sich die Rennställe an die Vorschriften halten." Und wann kehren die meisten Mitarbeiter an ihre Arbeitsplätze zurück? In der Woche vom Montag vor dem Niederlande-GP, also am 25. August.
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Ungarn-GP, Hungaroring
Ducati gelang der erste Sieg der Saison, doch alle Aprilia-Racer landeten in Jerez in den Top-6. Der Test endete mit drei Bikes aus Noale in Front. Eine Bestandsaufnahme nach dem MotoGP-Europaauftakt.
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01. Lando Norris (GB), McLaren, 1:35:21,231 h 02. Oscar Piastri (AUS), McLaren, +0,698 sec 03. George Russell (GB), Mercedes, +21,916 04. Charles Leclerc (MC), Ferrari, +42,560 05. Fernando Alonso (E), Aston Martin, +59,040 06. Gabriel Bortoleto (BR), Sauber, +1:06,169 min 07. Lance Stroll (CDN), Aston Martin, +1:08,174 08. Liam Lawson (NZ), Racing Bulls, +1:09,451 09. Max Verstappen (NL), Red Bull Racing, +1:12,645 10. Kimi Antonelli (I), Mercedes, +1 Runde 11. Isack Hadjar (F), Racing Bulls, +1 12. Lewis Hamilton (GB), Ferrari, +1 13. Nico Hülkenberg (D), Sauber, +1 14. Carlos Sainz (E), Williams, +1 15. Alex Albon (T), Williams, +1 16. Esteban Ocon (F), Haas, +1 17. Yuki Tsunoda (J), Red Bull Racing, +1 18. Franco Colapinto (RA), Alpine, +1 19. Pierre Gasly (F), Alpine, +1 Out Oliver Bearman (GB), Haas, Unterboden beschädigt
WM-Stand (nach 14 von 24 Grands Prix und 3 von 6 Sprints) Fahrer 01. Piastri 284 Punkte 02. Norris 275 03. Verstappen 187 04. Russell 172 05. Leclerc 151 06. Hamilton 109 07. Antonelli 64 08. Albon 54 09. Hülkenberg 37 10. Ocon 27 11. Alonso 26 12. Stroll 26 13. Hadjar 22 14. Gasly 20 15. Lawson 20 16. Sainz 16 17. Bortoleto 14 18. Tsunoda 10 19. Bearman 8 20. Colapinto 0 21. Doohan 0 Konstrukteurspokal 01. McLaren 559 Punkte 02. Ferrari 260 03. Mercedes 236 04. Red Bull Racing 194 05. Williams 70 06. Aston Martin 52 07. Sauber 51 08. Racing Bulls 45 09. Haas 35 10. Alpine 20
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