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Toto Wolff (Mercedes): Zukunft als Teamchef ungewiss

Formel-1-Weltmeister Mercedes-Benz hat sich im Dezember 2020 neu aufgestellt, der Wiener Toto Wolff hat seinen Anteil am Rennstall auf 33 Prozent erhöht. Trotz Vertrags ist seine Zukunft als Teamchef ungewiss.

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Mitte Dezember bestätigte Dauer-Weltmeister Mercedes-Benz: Der Chemie-Konzern Ineos beteiligt sich zu einem Drittel am erfolgreichen Grand-Prix-Rennstall, die anderen Drittel werden von der Daimler AG sowie von Toto Wolff gehalten. Der 49-jährige Wiener erhöhte damit seinen Anteil am Rennstall von 30 auf 33 Prozent und wird mindestens bis Ende 2023 Teamchef bleiben. Jedenfalls theoretisch.

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Der Wiener sagte damals: "Dieser Dreijahres-Vertrag ist ein Missverständnis, ich habe mich nicht für drei Jahre verpflichtet, ich habe mich für mein Leben verpflichtet! Wir sind drei Teilhaber, ungeachtet meiner Rolle als Teamchef und Geschäftsleiter des Mercedes-Rennstalls. Mercedes ist mein Leben."

Zeitsprung um acht Monate in die Gegenwart: Der WM-Zweikampf zwischen Max Verstappen und Lewis Hamilton, zwischen Red Bull Racing-Honda und Mercedes ist überaus intensiv. Nach knapp der Hälfte der Formel-1-WM liegt der Engländer acht Punkte vor dem Niederländer, in der Markenwertung beträgt der Vorsprung von Mercedes auf RBR zwölf Punkte.

Mercedes ist in der Turbohybrid-Ära der Formel 1 seit Anfang 2014 nicht geschlagen worden – sieben WM-Titel in Folge. Bis zu den starken Leistungen von Red Bull Racing-Honda 2021 war allein Ferrari ein konstanter Herausforderer. Aber letztlich scheiterten die Italiener 2018 und 2019 aus drei Gründen: Mercedes entwickelte effizienter, Sebastian Vettel leistete sich den einen oder anderen Patzer, und die strategischen Entscheidungen vom Ferrari-Kommandostand waren nicht immer die besten.

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Toto Wolff sagte am Hungaroring: "Die vergangenen Monate waren sehr anstrengend. Wir hatten im Frühling eine gute Phase, mit besonders starken Leistungen in Portugal und Spanien. Dann folgten Rennen, in welchen wir uns schwertaten, während unsere Gegner gleichzeitig zu einer Siegesserie ansetzten. Seit Silverstone sind wir wieder in der Spur. Wir haben besser verstanden, wir wir mehr aus den Reifen holen können. Daher auch die guten Darbietungen in England und Ungarn."

"Der WM-Kampf gegen Red Bull Racing erinnert mich an unsere Kämpfe mit Ferrari 2018 und 2019. Auch damals gab es bei uns Wellentäler. Wir mussten über uns hinauswachsen und an die Leistungsgrenze gehen, um uns zu durchzusetzen." Das alles kostet viel Kraft.

Toto weiter: "Ich bin Teamchef, Geschäftsleiter und Teilhaber dieses Teams. Ich will diesem Rennstall noch lange verbunden bleiben. Ich hatte die Wahl, mich wieder auf die Finanzwelt zu konzentrieren oder weiterhin in der Formel 1 tätig zu sein, und ich habe mich für den Sport entschieden. Mein Vertrag als Teamchef läuft wie das Abkommen von Lewis Ende 2023 aus."

Das bedeutet aber nicht, dass dieser Vertrag auch so erfüllt wird, wie Wolff gegenüber meinem Kollegen Ian Parkes von GPFans erklärt hat: "Wir sind drei gleichwertige Teilhaber, wir ergänzen uns, und was immer meine Rolle im Rennstall ist, bleibe ich als Mitbesitzer. So lange ich den Wettkampf geniesse und die Ehrlichkeit der Stoppuhr, so lange mache ich diesen Job. Ich könnte aber auch spontan entscheiden, dass jemand den Stab besser trägt, jemand der flinker ist, frischer – aber noch ist dieser Zeitpunkt nicht gekommen."

TV-Programm

Ungarn-GP, Budapest

01. Esteban Ocon (F), Alpine A521-Renault, 1:40:00,248h

02. Lewis Hamilton (GB), Mercedes W12, +2,736

03. Carlos Sainz (E), Ferrari SF21, +15,018

04. Fernando Alonso (E), Alpine A521-Renault, +15,651

05. Pierre Gasly (F), AlphaTauri AT02-Honda, +1:03,614 min

06. Yuki Tsunoda (J), AlphaTauri AT02-Honda, +1:15,803

07. Nicholas Latifi (CDN), Williams FW43B-Mercedes, +1:17,910

08. George Russell (GB), Williams FW43B-Mercedes, +1:19,094

09. Max Verstappen (NL), Red Bull Racing RB16B-Honda, +1:20,244

10. Kimi Räikkönen (FIN), Alfa Romeo C41-Ferrari, +1 Runde

11. Daniel Ricciardo (AUS), McLaren MCL35M-Mercedes, +1 Runde

12. Mick Schumacher (D), Haas VF-21-Ferrari, +1 Runde

13. Antonio Giovinazzi (I), Alfa Romeo C41-Ferrari, +1 Runde

Out

Nikita Mazepin (RUS), Haas VF-21-Ferrari, Kollision

Lando Norris (GB), McLaren MCL35M-Mercedes, Kollision

Sergio Pérez (MEX), Red Bull Racing RB16B-Honda, Kollision

Lance Stroll (CDN), Aston Martin AMR21-Mercedes, Kollision

Charles Leclerc (MC), Ferrari SF21, Kollision

Valtteri Bottas (FIN), Mercedes W12, Kollision

Sebastian Vettel (D), Aston Martin AMR21-Mercedes, Disqualifikation, zu wenig Sprit

WM-Stand nach 11 von 23 Rennen

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Fahrer

1. Hamilton 195 Punkte

2. Verstappen 187

3. Norris 113

4. Bottas 108

5. Pérez 104

6. Sainz 83

7. Leclerc 80

8. Gasly 50

9. Ricciardo 50

10. Ocon 39

11. Alonso 38

12. Vettel 30

13. Tsunoda 18

14. Stroll 18

15. Latifi 6

16. Russell 4

17. Räikkönen 2

18. Giovinazzi 1

19. Schumacher 0

20. Mazepin 0

Teams

1. Mercedes 303

2. Red Bull Racing 291

3. Ferrari 163

4. McLaren 163

5. Alpine 77

6. AlphaTauri 68

7. Aston Martin 48

8. Williams 10

9. Alfa Romeo 3

10. Haas 0

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