Euro Moto Sportbike
Team Freudenberg kassiert in der Sportbike ab: Zuda Meister, Bijman Vize
Für den Esten verlief das Euro Moto-Finale auf dem Hockenheimring mühsam. Jetzt wird Hannes Soomer erst einmal seine lädierte Schulter auf Vordermann bringen.
Hannes Soomer hatte wegen seiner anhaltenden Schulter- und Handgelenk-Probleme, die von seinem Trainingssturz aus der EWC im japanischen Suzuka herrühren, noch zu tun, um gut über die Runden zu kommen. Der Este vom Team Masteroil-alpha-Van Zon-BMW musste den Umweg über die Superpole 1 nehmen, die er allerdings mit Bravour und der Bestzeit absolvierte. Gerne hätte er in der direkt im Anschluss stattfindenden Superpole 2 nochmals nachgelegt, doch da hatte er sein Pulver schon verschossen und musste sich am Ende mit Startplatz 8 begnügen.
«Die Superpole 1 war echt super», bestätigte er. «Für die Superpole 2 hatte ich zwar einen neuen Hinterreifen, war aber mit dem alten Vorderreifen unterwegs. Wir hatten keinen Reifen-Sticker mehr übrig. Meine Schulter ist leider immer noch zu schwach. Aber das kriege ich bis Ende des Jahres mit dem entsprechenden Training auf jeden Fall wieder hin.»
Der erste Lauf ging für den Esten nur bis zur ersten Kurve. «Dann habe ich einen Schlag rechts hinten am Heck gespürt und bin zu Boden gegangen», berichtete er, nach dem allzu kurzen Rennen. «Ich habe den anderen Fahrer nicht sehen können und war außen.» Sein Konkurrent war nach dem Start auf der Innenbahn und touchierte Soomer und musste dabei ebenfalls zu Boden.
Das Glück war auch im zweiten Lauf nicht auf der Seite des Esten und er mühte sich tapfer, die 18 Runden voranzukommen. «Nach dem Sturz hatten meine Mechaniker ordentlich zu tun, um das Motorrad rechtzeitig für das zweite Rennen hinzubiegen. Am neuen Tank befanden sich allerdings keine Grip-Patches. Das war dann für mich ein großer Unterschied und mit meinem Arm konnte ich das nicht kompensieren. Ich musste viel kämpfen und mir eine andere Position auf dem Motorrad suchen. Das hat sich dann natürlich auch auf meine Rundenzeiten niedergeschlagen.»
Mit einem unverschuldeten Sturz und einem neunten Platz endete die Saison so gar nicht nach dem Geschmack des ehrgeizigen Esten. «Ich fahre jetzt nach Hause und werde in den nächsten Wochen meine Verletzung auskurieren, damit das endlich mal erledigt ist.»
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