Euro Moto Sportbike
Hockenheim: Stepan Zuda (Triumph) erfüllt sich seinen Sportbike-Titel-Traum
In der letzten Runde spielt Schrötter seine Erfahrung gegenüber Jan-Ole Jähnig aus und gewinnt. Alt nach der Fireblade-Abschieds-Fahrt auf Rang 3. Reiterberger nach Cross-Einlage auf Platz 10.
Schaulaufen war im zweiten Rennen der Euro Moto Superbike, die ab der kommenden Saison wieder ihren Namen IDM zurückerhält, in Rennen 2 angesagt. Der Titel war nach seinem fünften Platz im ersten Lauf wie schon im Vorjahr bei Lukas Tulovic gelandet. Damit konnten alle befreit auffahren und peilten nach der Sturzorgie aus Rennen 1 vor allem die letzte Zielflagge der Saison an.
Das Team Orgis hatte den Transponder von Kevin Orgis nach dessen Sturz in der Startrunde in Rennen 1 schon vor dem zweiten Start abgegeben. «Kevin war kurz da», berichtete Papa René Orgis. «Da sie hier im Medical Center nicht röntgen können, musste er ins Krankenhaus. Die Hand war ordentlich dick.» Alle anderen standen wieder mit feingemachten Motorrädern in der Startaufstellung für die letzten 18 Runden der Euro Moto 2026.
In der Tabelle war alles bereits geklärt und die Positionen bezogen. Daher ging es beim letzten Rennen der Saison ausschließlich um den Fun-Faktor. Dieses Mal ließ Polesetter Markus Reiterberger nichts anbrennen und setzte sich an die Spitze. Ende der Parabolika wühlte er sich allerdings erst ins Kiesbett ein und schaufelte sich und seine BMW erst mal wieder Richtung Strecke raus. Mit 18 Sekunden Rückstand auf den letzten Platz tauchte der Langstrecken-Weltmeister am Ende des Feldes wieder auf.
Damit hieß der Führende Jan-Ole Jähnig, mit Marcel Schrötter am Hinterrad. Mit leichtem Abstand folgten Florian Alt, Toni Finsterbusch und Lukas Tulovic. Doch die Lücke wurde zur BMW-Doppelspitze mit jeder Runde größer. Doch der Kampf um Platz 3 wurde zwischen Alt und Finsterbusch herzhaft geführt und von hinten rückte Tulovic, mit Kevin Orgis am Hinterrad, Stück für Stück näher in Schlagdistanz. Ein Vierkampf kündigte sich für die zweite Rennhälfte an.
Reiterberger war auf Platz 13 angekommen und bot Zeiten wie die Spitze auf. Doch der Weg bis zum nächsten Konkurrenten war mit sieben Sekunden gehörig weit. Jähnig war der einzige Pilot, der mit dem harten Pirelli-Vorderreifen ins Rennen gegangen war. Alle anderen, so auch sein direkter Verfolger Schrötter, waren mit der weicheren Mischung unterwegs. Finsterbusch hatte mit einer zickenden BMW zu kämpfen und landete am Ende des Feldes, hinter Reiterberger und Merckelbagh.
Hinter Jähnig und Schrötter war nach Finsterbuschs Problemen ein Duo aus Alt und Tulovic geworden. Doch mit Angriffen hielten sich die Kontrahenten dezent zurück. Finsterbusch hatte es tapfer versucht, musste das letzte Rennen der Saison aber in der Box beenden. Dafür hatte sich Reiterberger auf eine Zehntel an Marco Fetz herangerackert, eine Attacke nur noch eine Frage der Zeit. In der 13. Runde war es soweit und Reiterberger war auf Platz 11 angekommen.
Der Kontakt zwischen Alt und Tulovic war in der Schlussphase abgerissen. Alt fuhr die schnellsten Runden und hatte den neuen Meister Lukas Tulovic zwei Sekunden hinter sich gelassen. Der Honda-Pilot wollte die zu Ende gehenden Ära der Fireblade ganz unbedingt mit einem weiteren Podestplatz krönen. Weiter hinten gönnten sich Jan Mohr und Markus Reiterberger noch ein paar gemeinsame Sonntagsrunden. Auch ein Angriff von Schrötter lag in der letzten Runde in der Luft. In der Parabolika ging Schrötter auf der Bremse innen an Jähnig vorbei und kassierte den letzten Sieg des Jahres. Als Dritter durfte Florian Alt mit aufs Podium. Reiterberger landete noch auf Platz 10.
Newsletter
Verpassen Sie keine Highlights mehr: Der Speedweek Newsletter liefert Ihnen zweimal wöchentlich aktuelle Nachrichten, exklusive Kommentare und alle wichtigen Termine aus der Welt des Motorsports - direkt in Ihr E-Mail-Postfach
Die aktuellsten News rund um die Uhr, von Experten analysiert und kommentiert und exklusive Einblicke hinter die Kulissen. Hier schreiben Fans für Fans.