Kalex-Pilot Salac und das «fast perfekte Moto2-Wochenende in Österreich»
American-Racing-Pilot Filip sorgte zuletzt mit der Pole-Position und Rang 2 beim Österreich-GP für das nächste Moto2-Highlight. Der Tscheche hat damit auch in der WM-Tabelle weiter Boden gut gemacht.
Der Tscheche Filip Salac bleibt im Gespräch. Nach einer missglückten Saison 2025 auf der Boscoscuro-Moto2 bei Marc VDS Racing läuft es in der US-Mannschaft American Racing sehr viel besser. Der vermeintlich höher eingeschätzte Teamkollege Roberts steht im Schatten des Neuzugangs. Auch auf dem Red Bull Ring enttäuscht der
Platz 1 im Zeittraining zum Auftakt ließ Salac am Samstag die Pole-Position folgen – der Rundenrekord wurde gleich mit einkassiert. Als es am Sonntag um den Sieg ging, konnte Salac dann zwar nur Platz 2 holen, was dennoch einem Traumergebnis für Fahrer und Mannschaft gleichkam, denn noch steckte der Frust über den Technik-Ausfall beim Kampf um Platz 3 beim San-Marino-GP in den Knochen.
Defensive Taktik
Bemerkenswert war der jüngste Auftritt der Startnummer 12 auch deshalb, weil es gleich nach dem Start rückwärts ging. Sowohl Izan Guevara als auch Ivan Ortola hatten sich vorbeigeschlängelt. An dritter Stelle hing Salac dann fast bis zur Halbzeit fest. Der Grund laut Salac: «Zu Beginn hat sich das Motorrad mit dem vollen Tank nicht so perfekt angefühlt und ich wollte auch nicht ganz am Anfang meine Reifen ruinieren – und an dieser Stelle wollte ich sowieso keinen Blödsinn machen.»
Später musste der 24-Jährige seinen Plan für falsch erklären: «Ich ärgere mich schon, dass ich zu Beginn nicht voll angegriffen habe, denn als ich an Ivan (Ortola) vorbei war, war die Lücke nach ganz vorne bereits zu groß.» Korrekt – Guevara gelang es, mit vollem Druck im Sattel zu bleiben und über zwei Sekunden auf den ab Runde 12 auf P2 geführten Filip Salac herauszufahren.
Als die Spitze das Ziel erreichte, betrug der Abstand immer noch 1,7 Sekunden und nach der Pole am Samstag ging die schnellste Rennrunde jetzt an den Spanier auf der Boscoscuro. Salac: «Izan ist schon erstaunlich, dass er mit dem Bike um den WM-Titel fährt und hier einen so guten Job auch mit den Reifen gemacht hat, sagt viel.»
Salac nahm das Resultat aber dankend an, trotz hoher Erwartungen: „Nach den ersten Plätzen im Zeittraining und im Qualifying könnte man glauben, es ist eine Enttäuschung – das Gegenteil ist der Fall. Ich bin sehr froh für mich und das Team nach der letzten Enttäuschung. Am Ende war eben ein fast perfektes Wochenende.»
Salac hat etliche Moto2-Größen hinter sich gelassen
Dank 20 Zählern ging es in der WM-Tabelle weiter voran bis auf Platz 7. Kaum einer hätte es für realistisch gehalten, aber Salac rangiert souverän vor Moto2-Größen wie Celestino Vietti, den Fantic-Piloten Baltus und Canet, Öncu, Arbolino und eben auch Boxennachbar Joe Roberts.
Filip Salac hatte noch mehr vor. «Es ist nach den Ausfällen unrealistisch, über den Titel zu sprechen, aber es gibt noch einen Haufen Rennen und das erklärte Ziel ist ein Endrang in den Top 5.»
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