Cerveny zum siebenten Mal Champion, Glanzleistungen von Heinrich und Vetter
Ein zweiter und dritter Rang genügten Marek Cerveny, um sich in Frohburg zum siebenten Mal die Krone der IRRC Supersport aufzusetzen. Freddie Heinrich und Rico Vetter überzeugten mit guten Resultaten.
Mit 17 Zählern Vorsprung ging Marek Cerveny in die letzte Veranstaltung der International Road Racing Championship (IRRC). Der Tscheche musste in Frohburg nur kühlen Kopf bewahren, einen Ausfall vermeiden und nicht zu viele Plätze auf seinen Landsmann Petr Najman, der sich noch Hoffnungen auf den Titelgewinn machen durfte, zu verlieren.
Nach dem Ausfall des nordirischen Polesetters Paul Jordan, der in der ersten Runde auf die nasse Begrenzungslinie geriet und darauf zu Boden musste, durfte sich der Deutsche Freddie Heinrich (Team Kawasaki Weber) für eine Runde der Führung erfreuen, danach übernahm Najman, der Cerveny im Schlepptau hatte, das Kommando. Mit seinem Sieg konnte Najman die Entscheidung um den Titel auf den allerletzten Lauf verschieben.
Hinter Heinrich sorgten der Deutsche Rico Vetter (Vetter Racing Performance by SIEVI), der Niederländer Wesley Ankersmid und der Brite Gary Johnson (Team Schleizer Dreieck) für Spannung. Vetter hatte sich vom zehnten Platz nach der Startrunde an die vierte Stelle geschoben. Im Ziel lag er nicht einmal sieben Zehntelsekunden hinter seinem Landsmann. Erst in der achten und letzten Runde verlor Johnson Rang 5 an Ankersmid.
Platz 4 reicht Cerveny zum Ttielgewinn
Die Nerven der Titelanwärter wurden vor dem zweiten Lauf auf eine harte Probe gestellt. Nach einem Wolkenbruch musste der Start verschoben werden. Erst nach 18.00 Uhr konnten die Fahrer auf die 4,780 Kilometer lange Strecke gehen. Wegen der schlechten Bedingungen hatte sich der Veranstalter dazu entschieden, die Renndistanz auf fünf Runden zu verkürzen.
Wieder war es Heinrich, der sich nach dem Start an die Spitze des Feldes gehen konnte. Erst in der dritten Runde hatte er dem Angriff von Najman nichts entgegenzusetzen. Der Tscheche Matej Vit, der mit den nassen Verhältnissen bestens zurechtkam, überholte den Deutschen im dritten Umlauf, um sich in der letzten Runde auch noch Najman zur Brust zu nehmen. Für Vit war es der langersehnte Sieg in der IRRC Supersport.
In einem taktisch klugen Rennen vermied Cerveny auf dem Frohburger Dreieck, auf dem er in seiner langen Laufbahn schon viele schöne Erfolge feiern konnte, jegliches unnötige Risiko. Unbedrängt «cruiste» er an der vierten Position über die Ziellinie. Das reichte, um sich zum siebenten Mal den Titel in der IRRC Supersport zu sichern. Er ist damit der erfolgreichste Teilnehmer in der Geschichte der International Road Racing Championship.
Nicht mehr ganz so gut wie im ersten Rennen lief es für Vetter, der sich als Achter wenigstens seinen Dauerrivalen Sebastian Frotscher (Team Schleizer Dreieck) vom Leib halten konnte. Für Vetter gab es in der Endabrechnung der Meisterschaft den sechsten Platz vor dem beim Manx Grand Prix tödlich verunglückten Schweizer Mauro Poncini. Frotscher belegte den neunten Gesamtrang.
Ergebnis, Frohburg, IRRC Supersport, Rennen 1, 20.09.2026
1. Petr Najman (CZ), Triumph, 8 Runden in 14:53,876 min. 2. Marek Cerveny (CZ), Triumph, 10,121 sec zur. 3. Freddie Heinrich (D)*, Kawasaki, +27,906 sec. 4. Rico Vetter (D), Kawasaki. 5. Wesley Ankersmid (NL), Yamaha. 6. Gary Johnson (GB), Suzuki. 7. Matej Vit (CZ), Triumph. 8. Wally Jacobs (NL)*, Honda. 9. Sebastian Frotscher (D), Yamaha. 10.Kevin de Haan (NL)*, Yamaha. Ferner : 14. Jan Büchel (CH)*, Kawasaki. 15. Jonas Stracke (D), Yamaha. 16. Gerhard Rohde (D), Honda. *Gastfahrer (keine Punkte)
Ergebnis, Frohburg, IRRC Supersport, Rennen 2, 20.09.2026
1. Vit, 5 Runden in 9:08,730 min. 2. Najman, 0,200 sec zur. 3. Heinrich*, +3,961 sec. 4. Cerveny. 5. Jacobs*. 6. Johnson. 7. De Haan*. 8. Vetter. 9. Frotscher. 10. Stephane Demalsy (F)*, Yamaha. Ferner: 12. Moritz Klaus (D), Honda. 15. Stracke. 17. Rohde*. 18. Florian Glashauser (D)*, Honda. *Gastfahrer (keine Punkte)
Meisterschaftsendstand IRRC Supersport nach 10 Rennen
1. Cerveny, 213 Punkte. 2. Najman, 205. 3. Vit, 159. 4. Ilja Caljouw (NL), Yamaha, 126. 5. Johnson, 98. 6. Vetter, 88. 7. Mauro Poncini, 87. 8. Ankersmid, 77. 9. Frotscher, 63. 10. Michael Mace (GB), 53, Triumph. Ferner: 11. Stracke, 52. 16. Klaus, 14.
Schon gesehen?
Newsletter
Motorsport-News direkt in Ihr Postfach
Verpassen Sie keine Highlights mehr: Der Speedweek Newsletter liefert Ihnen zweimal wöchentlich aktuelle Nachrichten, exklusive Kommentare und alle wichtigen Termine aus der Welt des Motorsports - direkt in Ihr E-Mail-Postfach