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Jonathan Rea über Jake Dixon: Jorge Lorenzo schürte falsche Erwartungen

Superbike-Rekordchampion Johnny Rea hat in seiner langen Karriere zahlreiche und teilweise schwere Verletzungen erlitten. Für den Nordiren ist klar, wie Jake Dixon mit seiner Situation umgehen soll.

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Honda hangelt sich in der Superbike-WM 2026 von Event zu Event. Jake Dixon fuhr nach seinem Sturz während der Tests auf Phillip Island am 17. Februar noch nicht ein Rennen und Teamkollege Somkiat Chantra verpasste nach Australien auch Assen, weil er sich im Training am Freitag bei einem Sturz erneut verletzt hat.

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In dieser Saison sahen wir bereits Tetsuta Nagashima, Ryan Vickers und Jonathan Rea als Ersatz im Honda-Werksteam, für die nächste Veranstaltung am 1.-Mai-Wochenende am Plattensee in Ungarn wird der Japaner Yuki Kunii aufgeboten.

Dixon unternimmt zwar alles für die schnellstmögliche Heilung seines mehrfach gebrochenen linken Handgelenks; aber weil die kleinen Knochen schlecht durchblutet sind, besonders das Kahnbein bereitet dem 30-Jährigen Schwierigkeiten, hilft ihm letztlich nur die Zeit.

Für Balaton hat sich Dixon bereits abgemeldet, anschließend folgen im Zwei-Wochen-Rhythmus Brüx (Most), Aragon und Misano. Ab Mitte Juni ist die erste vierwöchige Sommerpause.

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Rea: Jorge Lorenzo vermittelte den falschen Eindruck

«Jake ist kein Kind mehr, er ist 30 Jahre alt und ich bin mir sicher, dass er die richtigen Leute um sich hat, um die richtige Wahl zu treffen», holte Honda-Edeltester Johnny Rea im Gespräch mit SPEEDWEEK.com etwas aus. «Als sich Jorge Lorenzo 2013 in Assen das Schlüsselbein brach, am Freitag mit einem Privatjet nach Barcelona flog und sich eine Platte zur Knochenfixierung einsetzen ließ, am Samstagnachmittag zurück im Fahrerlager war, am Sonntag das Rennen fuhr und Fünfter wurde, setzte er einen unrealistischen und falschen Maßstab für Fahrer und Verletzungen. Nicht nur das: Er vermittelte Teammanagern und Sponsoren den Eindruck, dass Fahrer auch verletzt antreten können. Aber mit aller Hilfe der Welt: Der Körper heilt, wenn der Körper heilt.»

Journalisten schreiben nichts über die Schmerzen und wie er gelitten hat.

jonathan rea

«Ich habe Zehntausende Pfund aus meiner eigenen Tasche bezahlt, damit meine Rehabilitation nach Verletzungen schneller voranschreitet», ergänzte der sechsfache Weltmeister. «Ich habe jede Therapie gemacht, aber der Körper muss von selbst heilen. Und jeder Mensch ist anders. Ich habe Jake gesagt, dass sich niemand daran erinnern wird, wenn sich ein Pilot mit gebrochener Hand für einen 15. Platz abmüht. Journalisten schreiben nichts über die Schmerzen und wie er gelitten hat. Leute erinnern sich nur an das, was sie zum Saisonende sehen. Jake hat einen mehrjährigen Vertrag mit Honda, deshalb rate ich ihm, dass er zurückkommt, wenn er bereit ist. Und zwar nicht nur bereit, um zu fahren, sondern bereit, um zu kämpfen und um stark zu sein. Er hat noch sechs, sieben, acht Jahre Karriere als Rennfahrer vor sich, wenn sich sein Handgelenk perfekt erholt. Er muss an diese Zeit denken. Wen interessiert es, wenn er deshalb drei oder vier Rennen verpasst? Er kämpft ja nicht um die Meisterschaft und hat bereits viele Rennen verpasst.»

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Eindeutiger Ratschlag für Dixon von Johnny Rea

«Und wenn ich meine Honda-Mütze abnehme», so Rea, «dann muss ich dazusagen, dass es nicht einfach wird zurückzukommen. Das Motorrad befindet sich in der Entwicklungsphase. In einer perfekten Situation wäre es so, dass er einen oder zwei Tests hat, bevor er zurückkommt. Der Level ist hoch, körperlich ist es hart und er hatte nur einen Testtag auf Phillip Island und wenige Tests während des Winters. Du kannst so viel joggen und Fahrradfahren wie du willst, nichts bereitet dich auf ein 22-Runden-Rennen mit einem Biest und schnellen Gegnern vor. Ich rate ihm erst zurückzukommen, wenn er auf 100 Prozent ist.»

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