Viele Strafen und Untersuchungen im Kanada-GP: Crashs, 0,1 km/h zu schnell!
Viel zu tun für die Formel-1-Regelhüter im GP von Kanada in Montreal. Die Kommissare sprachen gleich mehrere Zeitstrafen aus. Eine davon gab's für eine klitzekleine Geschwindigkeitsüberschreitung.
Die Rennkommissare hatten im Formel-1-Rennen in Montreal jede Menge zu tun. Gleich mehrere Strafen wurden während des Rennens ausgesprochen, andere wurden auf nach dem GP vertagt. Unter anderem der Start, der zweimal verschoben wurde, weil der gestrandete Racing Bulls-Bolide von Arvid Lindblad im Grid stand, sorgte für Untersuchungen. Auch die Gelb- und VSC-Phasen später im Rennen sowie Kollisionen und Manöver sorgten für Handlungsbedarf bei den Offiziellen. Dabei wurden einige Strafen, aber auch mehrere Verwarnungen ausgesprochen.
Zwei Temposünder «geblitzt»
Neben den 10-Sekunden-Strafen für Oscar Piastri (für die volle Schuld am Unfall mit Alex Albon) und Isack Hadjar (zu viele Richtungswechsel und zu schnell unter Gelb) gab es auch zwei 5-Sekunden-Strafen für zu hohe Geschwindigkeit. Denn nicht überall geht's in der Formel 1 darum, das Tempo auszureizen. Audi-Mann Nico Hülkenberg war in der Boxengasse zu schnell, fuhr statt der erlaubten 80 km/h 80,3 km/h. Dafür gab’s eine Strafe von fünf zusätzlichen Sekunden. Die Offiziellen kennen keine Gnade. Das musste auch Cadillac-Pilot Valtteri Bottas erfahren: Der Finne war mit 80,1 km/h nur haarscharf überm Tempo-Limit, bekam ebenfalls fünf Sekunden aufgebrummt. Auf der Straße fiele das in den Toleranzbereich, doch in der F1 nimmt man es ganz genau.
Hülkenberg nahm’s locker, sagte nach dem Rennen: «Es ist in Ordnung. In einem Rennen wie heute ist das nicht wichtig. Es war eine günstige Strafe.» Weil die Punkte ohnehin in weiter Ferne waren. Zwar wurde Hülkenberg Zwölfter, also nominell gar nicht weit weg von den Top-10 – auf Rang 10 hatte er aber eine Runde Rückstand.
Nach dem Rennen bekam auch Hülkenbergs Audi-Kollege Gabriel Bortoleto noch eine Strafe aufgedrückt: Weil er unter Safety-Car in mehreren Minisektoren zu schnell war, bekam er nachträglich fünf Sekunden drauf. An der Gesamtwertung änderte das aber nichts.
Verwarnungen und Bewährungsstrafen
In mehreren anderen Fällen wurden nur Verwarnungen bzw. Bewährungsstrafen ausgesprochen. Mercedes-Pilot George Russell hatte nach seinem Aus frustriert die Nackenstütze aus dem Auto geworfen und auf den Asphalt gepfeffert. Weil er eine öffentliche Entschuldigung anbot und aus der Emotion des Moments gehandelt hatte, wurden 5000 Euro für zwölf Monate auf Bewährung ausgesetzt. Nico Hülkenberg und Liam Lawson wurden nur verwarnt für Verstöße rund um Formation-Lap und Safety-Car-Prozedur. In allem ein GP, der viel Papierkram produzierte...
Schon gesehen?
Newsletter
Motorsport-News direkt in Ihr Postfach
Verpassen Sie keine Highlights mehr: Der Speedweek Newsletter liefert Ihnen zweimal wöchentlich aktuelle Nachrichten, exklusive Kommentare und alle wichtigen Termine aus der Welt des Motorsports - direkt in Ihr E-Mail-Postfach