Luca Marini (Honda) im Kampf um die vorderen Plätze: «Wir sind mittendrin!»
Als Top-Honda-Pilot startete Luca Marini am Freitag das MotoGP-Event in Austin mit dem direkten Einzug ins Q2. Bei den geringen Abständen stehe für eine Wiederholung am Samstag aber noch Arbeit bevor.
Bester Honda-Pilot, direkter Einzug ins Q2: Ein Auftakt nach Maß ins Texas-Event für Luca Marini. Dabei wäre eine bessere Zeit für den Honda-Werksfahrer durchaus möglich gewesen. Stattdessen musste der Italiener kurz vor Schluss einen haarigen Moment überstehen, denn auf dem Weg zu einer Zeitverbesserung mündete ein Drift in Kurve 18 fast in einen saftigen Highsider: «Zum Glück konnte ich das Motorrad gut abfangen, aber schade um die Rundenzeit.» So kam der Italiener ohne Sturz durch das Zeitfahren, anders als fast die Hälfte des Feldes.
Am Ende der Session stand der neunte Rang auf der Zeitentabelle für den Fahrer mit der Nummer 10. Bei den engen Abständen durchaus ein Zeichen dafür, wie gut die Honda auf der US-Strecke funktioniert. Die Top-10 lagen am Freitagnachmittag innerhalb von weniger als 0,7 sec, trotz der langen Strecke mit 20 Kurven. Marini: «Wir haben größere Abstände erwartet, aber es sind alle Fahrer ähnlich gut auf dieser Strecke. Und wir sind mittendrin!»
Dass die Honda auch auf dem Kurs vor den Toren Austins mit bei der Musik ist, sei dabei keine Überraschung und die Wahl der Reifentypen für die Strecke ein Vorteil für die Japaner: «Wir haben uns während der Saisonvorbereitung eine gute Basis erarbeitet, gleichzeitig machen es uns die hier verwendeten Reifen mit der harten Karkasse ein wenig leichter.» Um mit den Topteams auch im Q2 konkurrieren zu können, ist das aber nicht genug: «Die Rundenzeiten am Samstag werden noch um ein paar Zehntel schneller werden. Besonders Aprilia und Ducati dürften noch zulegen. Wenn wir um die ersten drei Startreihen konkurrieren wollen, dann müssen wir noch einiges verbessern - am Motorrad und an meinem Fahrstil!»
In Kurve 10 ließe sich dabei einiges an Zeit herausholen - jener Kurve, in der Marc Marquez am Freitagvormittag einen Hochgeschwindigkeitsabflug erlebte. Marini: «Diese Kurve ist sehr wellig und dadurch besonders schwierig. Dadurch kann man aber gerade an dieser Stelle mit Mut und etwas Glück einiges herausholen.» Für den 28-Jährigen ansonsten die größte Überraschung am Kurs: «Die Strecke ist in hervorragendem Zustand. Ich habe keine Ahnung, was die Betreiber mit der Strecke angestellt haben, aber es hat geholfen!»
Mit 11 WM-Zählern konkurriert Luca Marini derzeit mit Markenkollege Johann Zarco und VR46-Konkurrent Franco Morbidelli mit je 11 Zählern um Platz 10 im Gesamtklassement. Ducati-Ex-Weltmeister Pecco Bagnaia folgt auf Platz 13 mit einem Punkt weniger.
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