Izan Guevara (Boscoscuro): Sein Weg vom Moto2-Albtraum zum Top-Fahrer
Der ehemalige Moto3-Weltmeister Izan Guevara erlebte in der Moto2-WM schwierige Zeiten. Mittlerweile kann der Spanier konstant Top-Resultate einfahren – 2026 zählt er zu den Titelkandidaten.
Izan Guevara holte 2022 mit sieben Siegen den Moto3-WM-Titel. 2023 erfolgte innerhalb der Aspar-Struktur der Aufstieg in die Moto2-WM. In seinem ersten Jahr in der mittleren Kategorie tat sich der Spanier schwer – er belegte Gesamtrang 22. Nicht viel besser lief es für Guevara in der Saison 2024. Er konnte zwar sein erstes Moto2-Podium einfahren, am Ende landete er in der WM-Tabelle aber nur auf dem 17. Platz.
2025 folgte der Neuanfang. Guevara wechselte ins neu gegründete Team BLU CRU Pramac Yamaha. Dies bedeutete für ihn auch der Umstieg vom Kalex-Chassis auf Boscoscuro. Nach einem schwierigen Saisonstart konnte sich Guevara fortlaufend steigern. Er fuhr mehrere Top-10-Ergebnisse ein, beim Indonesien-GP wurde er Zweiter. Den Höhepunkt erlebte der 21-Jährige dann beim letzten Rennen in Valencia, wo er seinen ersten Moto2-Sieg feiern durfte – zugleich war es der erste Sieg für Pramac Yamaha. Als Belohnung erhielt Guevara die Gelegenheit, beim Valencia-Test die MotoGP-Yamaha zu fahren. Es war das Ergebnis eines Versprechens, das Pramac-Teammanager Gino Borsoi während des Malaysia-GP gegeben hatte: Wenn Guevara vor Saisonende ein Rennen gewinnt, bekommt er die Chance, die M1 zu fahren. Sein Sieg auf dem Circuit Ricardo Tormo besiegelte das Geschäft.
Bester Saisonstart für Guevara
Den Aufwärtstrend konnte Guevara in diesem Jahr fortsetzen. So belegte er beim Saisonauftakt in Thailand Rang 2, beim Brasilien-GP landete er auf dem sechsten Platz. Zuletzt schaffte er in Austin mit Rang 3 sein zweites Saisonpodest. In der Gesamtwertung liegt der Boscoscuro-Pilot derzeit mit 36 Punkten auf Position 2 – auf WM-Leader Manuel Gonzalez (Intact GP) hat er 3,5 Punkte Rückstand. «Dieser zweite Platz in der Gesamtwertung ist großartig. Das ist der beste Saisonstart, den ich je hatte, und jetzt ist es an der Zeit, ihn zu genießen», freut sich Guevara. «Danke an mein Team, Yamaha und Pramac, dass sie an mich geglaubt und mich unterstützt haben.»
In diesem Jahr zählt Izan Guevara in der eng umkämpften Moto2-Klasse zu den Titelkandidaten. Die Saison 2026 ist zwar erst drei Rennen alt, doch Guevara hat bewiesen, dass er gereift ist und mittlerweile konstant Top-Ergebnisse einfahren kann – dies hatte sich ab der zweiten Saisonhälfte 2025 abgezeichnet. Ende April geht es mit dem Spanien-GP in Jerez weiter. Bei seinem Heimrennen wird der Mallorquiner noch mehr motiviert sein – vielleicht klappt es dort mit dem ersten Saisonsieg.
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