Harley Davidson Weltcup
Premiere in Austin: Der Harley-Davidson Bagger World Cup startet
Er kam, sah und siegte nicht – doch Veda Pratama ist die Überraschung der noch jungen Moto3-Saison. Nach einem historisch ersten Podium für seine Nation ist Pratama zurecht durchaus selbstbewusst.
Für aufmerksame Beobachter der Moto3-WM war es nicht einmal eine Riesenüberraschung, dass sich Veda Pratama nach dem Brasilien-GP auf dem Podest feiern ließ. Denn bereits bei seinem Debüt in Buriram wenige Wochen zuvor brauste der Indonesier an der Spitze des Felds mit. Die Sensation in Thailand hatte ein kleiner Fehler verhindert, der den Youngster einige Positionen kostete. Doch Pratama verlor nicht die Nerven, kämpfte sich zurück und wurde auf Platz 5 schon beim Auftakt als bester Moto3-Neuling abgewunken.
In Südamerika legte der Schützling von Honda-Asia-Manager Hiroshi Aoyama. Das Bemerkenswerte an der Vorstellung des 17-Jährigen war die Konstanz über das gesamte GP-Wochenende. Pratama wurde nicht erst etwa im Finale durch turbulente Rennumstände nach vorne gespült – der Rookie war in Brasilien in allen Sessions an der Spitze zu finden.
Platz 3 im Zeittraining, Platz 4 im Q2, das erste Podium im zweiten GP, WM-Rang 3 und bester Rookie, so die Südamerika-Bilanz des Indonesiers. Aus Sicht des Teammanagers besonders erfreulich, dass Veda Pratama damit zugleich bester Honda-Fahrer ist. Die wesentlich höher eingeschätzten Leopard-Piloten Adrian Fernandez und Guido Pini landeten hinter dem Rookie und finden sich in der WM-Tabelle auf den Plätzen 7 und 10 wieder.
Des historischen Moments war sich der Youngster aus dem Inselstaat durchaus bewusst, doch von einem Zufallsprodukt konnte den Worten Pratamas nach keine Rede sein: «Ich hatte schon von Beginn des Wochenendes an ein gutes Gefühl. Als ich hier ankam und die Strecke besichtigte, gefiel mir das Layout sofort, die Sicherheit war sofort da und mir war direkt vor dem Start klar, dass ich in der Lage sein werde, mit um das Podium zu fahren.»
Veda Pratama weiter und auch mit Blick auf den anstehenden US-GP in Austin: «Jetzt bin ich auch stolz auf dieses Ergebnis – mein bislang größter Erfolg. Vielen Dank an alle Menschen in Indonesien und für die großartige Unterstützung! Ich hätte nicht erwartet, so schnell auf das Podium zu kommen, aber jetzt weiß ich, dass ich mit der Spitzengruppe mithalten kann, also will ich mehr. Das nächste Rennen findet in den USA statt, bedeutet wieder eine neue Strecke, ich war noch nie da. Das Lernen fängt dort erneut an.»
Die Verfassung des jungen Indonesiers ist dann doch die größte Überraschung der noch jungen Moto3-Saison. Denn 2025 hatte Pratama als Zweiter des Red Bull-Rookie-Cups keine Chance gegen Brian Uriarte. Der stieg mit Pratama in die Moto3-WM auf, fuhr 2025 schon Wildcard-Einsätze – und bewegt im Weltmeisterteam die zuletzt dominierende KTM RC4. Doch bislang ist es Honda-Novize Pratama, der die erste Geige bei den WM-Rookies spielt.
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