Pedro Acosta (2.): «Werde mit diesem Bike bis zum letzten Tag alles geben!»
Pedro Acosta fuhr am Sonntag in Malaysia ein starkes MotoGP-Rennen. Im Kampf um Platz 2 setzte er sich gegen Alex Marquez durch. Gegen die Überlegenheit von Marc Marquez konnte er nichts ausrichten.
Pedro Acosta konnte sich im MotoGP-Sprint am Samstag gegen Marc Marquez (Ducati Lenovo) durchsetzen – er siegte mit einer halben Sekunde Vorsprung. Der KTM-Pilot fuhr ein starkes Rennen und zählte deshalb auch im Grand Prix am Sonntag zu den Anwärtern auf den Sieg. Dort erwischte Acosta keinen idealen Start, und er fiel zu Beginn auf Position 5 zurück. Er konnte sich aber noch in der ersten Runde auf Platz 3 zurückkämpfen.
Marc Marquez hatte den besten Start und schnappte sich in der ersten Kurve Bruder Alex. Der neunfache Champion baute danach seine Führung kontinuierlich aus, Acosta steckte hinter AM73 auf Position 3 fest. Der 22-Jährige hatte die bessere Pace. In Runde 10 war es dann so weit und Acosta konnte Alex Marquez überholen.
Danach machte Acosta Jagd auf Marc – doch dieser fuhr ein souveränes Rennen, er war nicht mehr einzuholen. MM93 überquerte die Ziellinie als Sieger mit über vier Sekunden Vorsprung auf Acosta.
Mit dem Doppelpodium in Malaysia war Pedro Acosta dennoch zufrieden. «Wir haben unser Bestes gegeben. Alex war zu Beginn sehr schnell. Er war auf der Geraden etwas schneller, was es mir schwer gemacht hat, ein Überholmanöver zu versuchen», erklärte der Spanier. «Wieder ein zweiter Platz, ich freue mich sehr für die Jungs von KTM. Wir haben ein großartiges Saisonfinish.»
«Ich bin so happy. Letztes Jahr war es schon ein gutes Wochenende, aber dieses Mal haben wir uns die Erfahrung aus dem letzten Jahr und jene, welche wir in dieser Saison gesammelt haben, zunutze gemacht», meinte Acosta weiter. «Das Rennen war gut, aber mir ist auf den Geraden ein wenig Topspeed abgegangen. Hinter Alex habe ich mich dann dafür entschieden, etwas zurückzustecken und die Reifen etwas zu schonen. In der Mitte des Rennens habe ich wieder gepusht. Das Team hat so hart gearbeitet, um das Problem zu beheben, dass ich mit dem Gefühl für den Vorderreifen hatte. Im Rennen war es dann nicht viel anders, aber wir haben einfach versucht, 100 Prozent aus unserem Paket herauszuholen.»
In der ersten Rennhälfte startete Acosta einige Versuche, um an Alex Marquez vorbeizukommen. Wieviel Risiko musste er in den Bremszonen nehmen, um an seinem Landsmann vorbeizukommen? «Sehr viel! Wenn man so spät bremsen muss, dann wird der Kerl vor dir zum Problem», schmunzelte Acosta. «Ich habe einfach versucht, so nah als möglich an ihm dran zu sein und den Windschatten zu nutzen. Das hat aber nicht viel gebracht, weil er auf den Geraden viel schneller war. Wie auch immer, wir müssen happy sein.»
Gegen die Überlegenheit von Marc Marquez konnte er dieses Mal nicht viel ausrichten. «Ich habe gedacht, dass ich viel näher dran sein kann an Marc. Vielleicht nicht, um ihn zu schlagen, denn er war sehr stark heute», musste sich Acodsta eingestehen.
Acosta war erneut der beste KTM-Pilot – er war der Einzige, der mit den starken Ducati und Aprilia mithalten konnte. «Ich will einfach vorne sein», lächelte er. «Ich werde mit diesem Bike bis zum letzten Tag alles geben. Es sieht danach aus, dass das aufgeht. Ich freue mich für das Team, wir machen einen guten Job.»
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