Bezzecchi konterte Fernandez-Ärger: «Kenne mich mit solchen Sachen aus»
Alles lief nach Plan: Marco Bezzecchi ging von bester Position in den MotoGP-Sprint von Mandalika– doch in Kurve 1 war die kurze Aprilia-Show vorbei. Immherhin hat «Bez» hat den Humor nicht verloren.
Mit Startplatz 2 hatte sich Marco Bezzecchi eine Premium-Ausgangslage für Sprint Nr. 17 der Saison 2026 verschafft. Hinter Raul Fernandez, aber vor Jorge Martin und Marquez ging es für den WM-Dritten in das Match über 13 Runden. Aus der Aufholjagd mit Blick auf den noch möglichen WM-Titel wurde aber nichts.
Das kurze Rennen war erst wenige Sekunden oder hundert Meter alt, da kreiselte die schwarze RS-GP mit der Nummer 72 neben der Rennstrecke. Was war passiert? Aus Marc Marquez und Fabio Di Giannantonio waren von Platz 3 und 4 so gut losgefahren, dass Kurve 1 gleich vier Motorräder nebeneinander erreichten.
Bezzecchi und Fernandez, die beide außen waren, mussten korrigieren und gingen nach einer Kettenreaktion beide zu Boden. Mit den Worten von Marco Bezzecchi: «Eigentlich war es nichts anderes als ein normaler Rennunfall. In Kurve 1 passiert es regelmäßig, dass sich mehrere Fahrer sehr nahe kommen – dann muss die Linie entsprechend korrigiert werden.»
Bezzecchi weiter: «Das habe ich auch gemacht – und schnell eine Berührung gespürt und den Sturz gehabt – that’s racing. Was sehr schade ist, denn wir hatten bis dahin einen sehr guten Job gemacht, es wäre sicher einiges möglich gewesen.»
Trackhouse-Pilot Raul Fernandez hatte deutlich aufgebrachter reagiert und auch in Richtung «Bez» geschimpft. Der Italiener wurde deutlicher: «Ich habe nach dem Start lediglich versucht, meinen idealen Punkt zum Bremsen und Einlenken zu finden. Ich habe dabei nicht versucht, gegenzuhalten, das wäre es nicht wert gewesen, das Rennen in der Kurve wegzuwerfen. Wenn Raul sauer ist, dann tut mir das leid, aber ganz ehrlich, er hat mich berührt – also gibt es weder in die eine noch in die andere Richtung einen Grund, sauer zu sein. Mehr Energie möchte ich damit nicht verschwinden.»
Dass der gestürzte Mitfavorit des Sprints seinen Humor nicht verloren hatte, zeigte sich an einem Nachsatz: «In solchen Situationen ist es doch normal, erstmal sehr aufgebracht zu sein. Ich wüsste niemanden, der sich mit sowas besser auskennt als ich. Beim «Applaus» von Raul dachte ich nur: «Ich bin ein guter Junge.»
Weniger zu lachen gibt es beim Blick auf die WM-Tabelle. Nach dem Sturz wuchs der Rückstand auf den neuen Spitzenreiter auf 59 Punkte an. Teamkollege Jorge Martin, der Vierter wurde, hat ein Polster von 55 Punkten auf Marco Bezzecchi.
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