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Kritik trotz Brasilien-Erfolg: Aprilia jubelt, aber Massimo Rivola mahnt
Noale jubelt über den Doppelerfolg beim MotoGP-Wochenende in Brasilien. Doch Aprilia-Rennleiter Massimo Rivola bleibt trotz Siegesserie kritisch – vor allem wegen des Chaos beim Start.
MotoGP
Im Artikel erwähnt


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Aprilia hat seine beeindruckende Siegesserie in der MotoGP fortgesetzt: Mit Marco Bezzecchi gewann der Hersteller auch in Goiania und feierte damit saisonübergreifend bereits den vierten Grand-Prix-Erfolg in Serie (Portimao 2025, Valencia 2025, Buriram 2026, Goiania 2026). Gleichzeitig übernahm Bezzecchi mit seinem Triumph die Führung in der Fahrer-Weltmeisterschaft.
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Dass Aprilia aktuell auch die Hersteller- und Teamwertung anführt, unterstreicht die starke Form der Italiener – ebenso wie die positive Entwicklung von Jorge Martin. Der Spanier wurde im Sprint Dritter und im Grand Prix Zweiter und rückte damit auf Rang 2 der Gesamtwertung vor. Was Rivola in Goiania besonders begeistert hat Dabei begann das Wochenende vor allem für Bezzecchi alles andere als optimal. Der Italiener lag am Freitag nur auf Rang 20, doch gemeinsam mit seiner Crew gelang eine eindrucksvolle Steigerung. Aprilia-Rennleiter Massimo Rivola erklärte dazu: «Um ehrlich zu sein: Als ich vor unserer Anreise den Streckenverlauf gesehen habe, dachte ich, das ist eine Strecke, auf der wir eine starke Leistung zeigen können. Am Freitagabend gab es dann aber etwas Ernüchterung. Wenn ich mir das Rennen anschaue, lag ich aber richtig – wir verstehen jetzt besser, wo wir unsere Performance abrufen können.»
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Die Reaktion des Teams auf die Schwierigkeiten beeindruckte den Italiener besonders. «Ein unglaublicher Tag, ein unglaubliches Wochenende. Der perfekte Sonntag, aber nicht das perfekte Wochenende. Insgesamt bin ich sogar noch zufriedener, wenn ich sehe, welches Problem wir am Freitag mit Marco hatten und wie wir uns gesteigert haben. Das Team hat ruhig und methodisch gearbeitet, die Daten von Jorge analysiert – genau so muss man vorgehen. Keine Panik in der Box, Vertrauen in die eigene Arbeit, egal wo man sich gerade befindet», lobte Rivola.
Jorge Martin ist endlich bei Aprilia angekommen Auch Jorge Martin sorgte für Begeisterung. Nach schwierigen Momenten im Vorjahr zeigte der ehemalige Weltmeister eine starke Rückkehr an die Spitze. «Ich würde nicht von einer Überraschung sprechen, denn er ist zweifacher Weltmeister. Er ist von Natur aus extrem schnell. Es war ein sehr emotionales Wochenende, zwei Podestplätze in beeindruckender Manier», betonte Rivola.
Und mit Blick nach vorn ergänzte er: «Jorge kommt zurück. Was er in Thailand gezeigt hat, war beeindruckend. Was er an diesem Wochenende gezeigt hat, war beeindruckend. Und ich bin sicher, auch in den nächsten Rennen wird er beeindruckend sein.» Trotz des perfekten Sonntags bleibt der Aprilia-Rennleiter vorsichtig, was die weitere Saison betrifft: «Es ist noch zu früh. Wir sind gut in die Saison gestartet, aber wir müssen sehen, wie es weitergeht. Am nächsten Wochenende fahren wir an einen Ort, der so etwas wie das Zuhause von Marc (Marquez) ist. Es ist nur ein guter Anfang. Wir sind es nicht gewohnt, vorne zu sein. Der beste Weg ist, ruhig zu bleiben, bescheiden zu bleiben und weiter so zu arbeiten, wie wir es können.»
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Rivola kritisiert das Chaos in der Startaufstellung Kritische Töne schlug Rivola hingegen beim Thema Rennstart an. Nachdem sich Asphaltstücke gelöst hatten, verkürzten die Verantwortlichen kurzfristig die Renndistanz auf zwei Drittel – eine Entscheidung, die für Verwirrung sorgte, vor allem auf Grund ihrer Kurzfristigkeit. «Es ist nicht akzeptabel, erst unmittelbar vor dem Start zu verstehen, was überhaupt passiert», stellte Rivola klar. Zwar erlebte Aprilia am Ende aus sportlicher Sicht einen sehr erfolgreichen Grand Prix, doch der Italiener sieht grundsätzlichen Klärungsbedarf: «Wir haben alle erst im letzten Moment davon erfahren, also saßen wir gewissermaßen alle im selben Boot. Am Ende ist es für uns gut ausgegangen, aber ich denke, wir müssen das noch einmal gründlich überdenken.» Einen konkreten Lösungsvorschlag wie etwa eine Startverschiebung wollte Rivola öffentlich nicht diskutieren: «Ich möchte diese Plattform nicht nutzen, um darüber zu sprechen. Das sollten wir im richtigen Rahmen besprechen.»
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So bleibt nach dem dominanten Wochenende in Brasilien für Rivola ein gemischtes Fazit: sportlich nahezu perfekt, organisatorisch mit deutlichem Verbesserungspotenzial.
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Marco BezzecchiAprilia Racing
Marco Bezzecchi
Aprilia Racing
72
23
30:19,760
1:18,654
31
02
Jorge MartinAprilia Racing
Jorge Martin
Aprilia Racing
89
23
+3,231
1:18,788
27
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Fabio Di GiannantonioPertamina Enduro VR46 Racing Team
Fabio Di Giannantonio
Pertamina Enduro VR46 Racing Team
49
23
+3,780
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25
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Marc MárquezDucati Lenovo Team
Marc Márquez
Ducati Lenovo Team
93
23
+4,089
1:18,679
25
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