Trackhouse-Ass Ai Ogura (4.) selbstkritisch: «Es war weit entfernt von gut»
Ai Ogura sah im MotoGP-Rennen am Sonntag in Ungarn als einziger Aprilia-Pilot die Zielflagge. Wie er den Start-Crash erlebte und weshalb er mit dem vierten Platz überhaupt nicht zufrieden war.
Im MotoGP-Grand Prix auf dem Balaton Park Circuit folgte direkt nach dem Start der Crash in der ersten Kurve, bei dem Jorge Martin seinen Teamkollegen Marco Bezzecchi, Raul Fernandez, Fermin Aldeguer und Fabio Di Giannantonio mit ins Verderben riss.
Danach war Trackhouse-Pilot Ai Ogura der einzige Aprilia-Pilot, der noch im Rennen war. Der Japaner war von Position 10 gestartet. Er erwischte einen schlechten Start, nach dem Crash war er nur auf Platz 11 zu finden. Danach konnte sich Ogura Runde um Runde nach vorne arbeiten. Zuerst schnappte er sich die beiden Yamaha-Piloten Toprak Razgatlioglu und Fabio Quartararo – in der vierten Runde war Ogura bereits Neunter. Nachdem Enea Bastianini seine Long-lap-Strafe absolviert hatte, war der Moto2-Weltmeister von 2024 schon Achter.
In der zweiten Rennhälfte zündete Ogura dann wie gewohnt den Turbo. Zuerst schnappte er sich die beiden Honda-Piloten Joan Mir und Diogo Moreira. Einige Runden danach war Jack Miller and der Reihe. Danach klebte er am Hinterrad von Luca Marini. Zwei Runden vor Schluss bremste sich Ogura mit seiner RS-GP am Italiener vorbei, dann machte er Jagd auf Pecco Bagnaia. Es war aber zu spät, Ogura überquerte die Ziellinie auf Platz 4. Ai Ogura hatte dennoch die Ehre von Aprilia gerettet.
Start-Crash kostete Ai Ogura viele Positionen
«Es war weit entfernt von gut», schüttelte Ogura nach dem Rennen den Kopf. Meinte er damit seine eigene Performance oder den Crash in der ersten Kurve? «Der Unfall in Kurve 1 lag nicht in unseren Händen, es passierte einfach. Ich war dort außen und habe viele Positionen verloren. Nachdem ich hinter vier oder fünf Fahrern festhing, war mein Gefühl für den Vorderreifen nicht sehr gut und ich konnte nicht so angreifen, wie ich wollte. Ich habe hinter diesen Fahrern so viel Zeit verloren – das ist der Grund, weshalb ich nicht zufrieden bin.»
Die Situation beim Crash, wo er viele Positionen verlor, beschrieb Ogura so: «Ich wollte einfach nicht stürzen», schmunzelte der 25-Jährige. «Ich musste die ganzen Motorräder abwarten und bin dann von neu gestartet. Ich befand mich außen und die Fahrer, die auf der Innenlinie waren, konnten viel früher beschleunigen als ich.»
Hatte sich das Gefühl für den Vorderreifen in der zweiten Rennhälfte, als er einen enormen Speed zeigte, verbessert? «Nachdem ich zwei oder drei Fahrer überholt hatte, war das Gefühl für die Front konstanter», bestätigte Ogura. «Von da an konnte ich pushen, meine Rundenzeiten waren besser. Aber wenn du ein Paket von vier oder fünf Fahrern vor dir hast … es war sehr hart.»
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