Marquez nach Sieg: «Habe immer noch mehr zu verlieren als zu gewinnen!»
MotoGP-Ass Marc Marquez konnte in Ungarn nach 266 Tagen wieder einen Grand Prix gewinnen. Weshalb sein Comeback noch nicht abgeschlossen sei und welche Herausforderungen er auf sich zukommen sieht.
Mit Pole-Position, Sprint- und Grand-Prix-Sieg dominerte Champion Marc Marquez das MotoGP-Wochenende in Ungarn. Der Ducati-Pilot schaffte dieses Kunststück nur eine Woche nachdem er in Mugello sein Comeback von seinen Verletzungen gegeben hatte.
«Ich hoffe, dass dies mein letztes Comeback war», schmunzelte er in der Pressekonferenz nach dem Grand Prix. «Dieses Comeback ist aber noch nicht zu Ende. Heute haben wir gewonnen, aber es war eine Strecke, die mir mit den Linkskurven sehr geholfen hat. Es war aber ein schöner Kampf mit Pedro. Zum Glück war mein Hinterreifen am Ende des Rennens in einem guten Zustand, körperlich fühlte ich mich aber etwas schwach – da hatte ich mehr zu kämpfen. Ich glaubte einfach daran und wir haben es wieder geschafft. Wieder zu gewinnen nach meiner Verletzung, die ich mir in Indonesien zugezogen hatte – es war körperlich hart, aber noch härter auf der mentalen Seite.»
Zurück im Titelkampf?
Marquez konnte in Ungarn nicht nur seinen 100. GP-Sieg feiern, er konnte in der Gesamtwertung auch 30 Punkte gutmachen auf WM-Leader Marco Bezzecchi (Aprilia), der ein katastrophales Wochenende hatte. Ist MM93 zurück im Titelkampf? «Ich würde gerne Ja sagen – dass wir bereit sind, anzugreifen, und ich nichts zu verlieren haben. Aber ich bin noch nicht bereit. Ich glaube immer noch, dass ich mehr zu verlieren als zu gewinnen habe», stellte der neunfache Champion klar. «Jeder ist aufgeregt, weil ich wieder gewonnen habe. Aber wir gehen jetzt nach Assen und Brünn – Strecken, die für meine rechte Schulter sehr belastend sind. Wir werden dort sehen, wie es läuft, und weitere Fortschritte machen. Danach haben wir Sachsenring und die Sommerpause. In der zweiten Saisonhälfte werde ich besser beurteilen können, wo ich stehe. Es kann aber alles passieren. Letztes Jahr, als ich in Motegi den Titel gewonnen habe, fragten sich danach die Leute, wie viele Rennen Marc nächstes Jahr gewinnen wird. In Indonesien hat sich dann alles verändert. Dasselbe gilt jetzt für Alex. Letztes Jahr haben wir beide zusammen sehr viele Podestplätze geholt, und in diesem Jahr waren wir innerhalb einer Woche im selben Krankenhaus im selben Raum. Man muss die Momente genießen und darf den Glauben nicht verlieren!»
Marc Marquez hat jetzt zwei Wochen Zeit, um sich weiter zu erholen. Der Große Preis von Tschechien in Brünn findet vom 19. bis 21. Juni statt. Eine Woche danach geht es in Assen weiter.
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