Mandalika, 2025: Youngster vorne, Bezzecchi schubste Champion Marc Marquez
Der Indonesien-GP 2025 hatte Feuer: Während MotoGP-Rookie Aldeguer gefeiert wurde, ging es für den frischen Weltmeister Marc Marquez auf den OP-Tisch. Der Anfang einer weiteren Leidensgeschichte.
Auch im vergangenen Jahr ging es nach dem Großen Preis von Japan volley ins Urlaubsparadies Lombok.
Der Indonesien-Grand-Prix bewies, wie nah Himmel und Hölle in der MotoGP beisammen liegen. Dass es für die Werksmannschaft nicht rund läuft, zeigt sich auf der flüssigen, aber nur medium-schnellen Piste bereits am ersten Fahrtag. Mit Marco Bezzecchi an der Spitze machten die Aprilia-Piloten, wobei Jorge Martin nicht am Start war. Der «Martinator» hatte seinen stürmischen Einsatz am Wochenende zuvor mit einem Schlüsselbeinbruch bezahlt.
Auch am Sprint-Samstag fand Ducati Lenovo kein Rezept. Im Q2 sprang für den frisch gebackenen Champion nicht mehr als Platz 9 heraus. Besser funktionierte die Vorjahresmaschine unter Frischling Fermin Aldeguer. Der Rookie der Gresini-Maschine war in allen unter den besten Fünf – als es zur Sache ging, parkte er die GP24 zwischen Bezzecchi und Fernandez in Reihe 1. Für eine mittlere Überraschung hatte Yamaha-Pilot Alex Rins mit Platz 4 vor KTM-Frontmann Pedro Acosta gesorgt.
Über die Sprint-Distanz in der Hitze auf Lombok bestätigte sich das Bild der Qualifikation. Aprilia-Werksfahrer Marco Bezzecchi hatte im Herbst 2025 mit einem souveränen Hechtsprung die Leistungsfähigkeit der RS-GP unterstrichen. Für Markenkollegen Fernandez auf Position 3 war es ein noch größerer Befreiungsschlag. Dazwischen: Fermin Aldeguer, der in Mandalika Teamkollege Alex Marquez klar im Griff hatte. Während Pedro Acosta zu Boden ging, war selbst der Platz von Marc Marquez hart erkämpft. Komplett verloren, wie schon vor dem Beginn der Asien-Tour – Pecco Bagnaia. Sechs Tage zuvor blieb dem GP-Sieger, der Nummer 63, der letzte Platz.
Am Sonntag schließlich entwickelte sich der Indonesien-GP zum kompletten Ducati-Lenovo-Debakel. Schuld daran war auch der Sieger des Sprints. Marco Bezzecchi war schlecht in den GP gestartet und wollte in Runde 1 zu viel. Der Aprilia-Pilot touchierte das Heck der Weltmeister-Ducati. Der Rempler war kräftig genug, um beide Asse in den Staub zu werfen. Schnell war klar, dass Marc Marquez den Abflug nicht unversehrt überstanden hatte. Vier Events und acht Rennen vor Saisonschluss war 2025 damit gelaufen. Statt von Rennstrecke zu Rennstrecke ging es für Marquez nach Schlüsselbeinbruch und Schulterfraktur zu einer weiteren Behandlungsetappe. Die Krönung: Am Ende des Feldes stürzte Bagnaia, blieb aber unverletzt.
Und doch gewann am Ende wieder eine Ducati, die unter Fermin Aldeguer. Der auch heute noch jüngste Pilot der Königsklasse schnappte sich Acosta und fuhr auch dank des Bezzecchi-Ausfalls ungehindert fast sieben Sekunden auf den KTM-Youngster heraus. Aldeguer schaffte in Mandalika das, was Acosta als Rookie nicht gelang – der Sieg. Acosta für dennoch fabelhaft und vereitelte mit einem starken Finale einen Gresini-Doppelsieg.
Erstaunlich: Trotz bestem Speed und Dominanz im Sprintrennen schafft es im Großen Preis keine RS-GP in die Top 5, denn auf Platz 4 landete Brad Binder, Fünfter wurde Honda-Pilot Luca Marini. Nach der Titelentscheidung in Japan zugunsten von «MM93» war nun auch die Position hinter dem Champion gefestigt. Alex Marquez steuerte auf den Vizetitel zu; Bezzecchi hatte WM-Rang 3 nun in Griffweite.
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