Marc Márquez (13.): Neue Aerodynamik, alte Probleme
Auch am ersten Tag beim GP,von Österreich verlor Marc Márquez 0,8 sec auf die Bestzeit. Die neue Honda-Aerodynamik brachte keine sichtbaren Vorteile. Die HRC-Misere geht weiter.
Noch vor dem ersten Rennen 2026 wurden hinter den Kulissen Fahrerverträge für 2027 vorbereitet. Bei allem Neuigkeitswert dürfte das dem Sport mehr Schaden als Nutzen bringen. Ein Kommentar.
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Die friedfertige Fahrweise von Silverstone gehörte bei Marc Márquez am ersten Trainingstag auf dem Red Bull Ring schon wieder der Vergangenheit an. Auf der österreichischen GP-Piste hat Marc bisher noch nie einen Sieg errungen, und daran wird sich auch an diesem Wochenende nichts ändern.
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Der Repsol-Honda-Werkspilot stürzte im ersten Training im Turn 4, war mehrmals Gast in den Kiesbetten und hatte auch im Zeittraining am Nachmittag alle Hände voll zu tun, um die widerspenstige Honda RC213V auf der Piste zu halten. Trotz aller Einsatzfreudigkeit verlor Márquez am Freitag 0,823 Sekunden auf die Bestzeit von Bezzecchi (Ducati), er blieb fünf Plätze hinter seinem Bruder Alex – und legt jetzt grösserere Rückstände vor als bei den Wintertests. Auch an den Platzierungen hat sich nichts verändert.
Das heisst: HRC hat auch im vierten Seuchenjahr keinen Sekundenbruchteil aufgeholt.
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"Der heutige Freitag hat mir mental sehr viel abverlangt", stellte Marc fest. "Denn mit diesem neuen Aero-Paket lässt sich das Motorrad komplett anders fahren. Ich habe mich über viele Jahre hinweg an die Honda gewöhnen können, aber mit dieser Aerodynamik benimmt sich das Bike völlig anders. Ich habe mich sehr stark konzentriert, die Vorteile der neuen Verkleidung auszunutzen und mich zu verbessern. Das ist mir Schritt für Schritt gelungen. Ich habe meinen Fahrstil angepasst, es ging von Run zu Run besser. Es ist richtig, dass ich als einziger Honda-Fahrer dauernd von dem einen Motorrad mit der alten Aero-Version auf das andere Bike mit der neuen Aero gesprungen bin."
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"In der Früh habe ich ein paar Fehler gemacht, denn mit der neuen Aerodynamik musste ich dauernd die Bremspunkte anpassen und das Anfahren der Kurven anders gestalten", schilderte der Spanier. "Aber mein Team mit Santi hat im Zeittraining gut gearbeitet, ich habe mich schrittweise besser gefühlt. Ich habe dann entschieden, die neue Aerodynamik in der Zeitenjagd zu verwenden. Aber ehrlich gesagt: Ich war auf der Piste am Limit. Denn ich muss anders damit fahren, aber die Probleme sind die gleichen geblieben. Wir müssen also weiterarbeiten. Wir müssen uns mit den Reifen beschäftigen, das ist ein Thema. Aber das Hauptproblem bleibt die Beschleunigung. Das Hinterrad dreht zu heftig durch."
Repsol-Teamkollege Joan Mir geht technisch seinen eigenen Weg. "Jede Box entschiedet eigenständig", sagte Marc. "Aber wir wussten von den Daten, das die neue Aerodynamik auf dieser Piste Vorteile bringen sollte. Denn das ist eine Stop-and-GP-Piste, auf der man heftig gegen die Wheelies kämpfen muss. Aber ich habe einiges im Training geopfert, um den Ingenieuren gute Informationen liefern zu können. Deshalb werde ich morgen beide Bikes mit der neuen Aerodynamik ausstatten lassen. Aber in Catalunya in zwei Wochen werde ich am Freitag wieder beide Aero-Pakete vergleichen. Denn dort gibt es viele schnelle Kurven. Das ist nicht die beste Art und Weise, um gute Resultate zu erreichen. Aber ich glaube, das ist die richtige Herangehensweise. Heute habe ich nichts riskiert, auch wenn im FP1 ein kleiner Rutscher passiert ist. Aber in den letzten zwei Runs am Nachmittag habe ich etwas riskiert, das wird auch morgen im Quali und im Sprint der Fall sein." MotoGP-Ergebnisse Zeittraining, Spielberg (18. August):
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