Raul Fernandez in Motegi «Acosta wird auch hier wieder sehr stark sein»
Aprilia-Pilot Raul Fernandez will in Japan den Frust des letzten MotoGP-Events in Österreich loswerden. Nach den Ereignissen in den Alpen hat Fernandez auch in Asien KTM-Ass Acosta auf dem Schirm.
Vor und direkt nach der eigentlichen Sommerpause lief es für den Trackhouse-Aprilia-Pilot Raul Fernandez blendend. In Holland, Deutschland und England stand der auch für 2027 bei den Amerikanern bestätigte Madrilene auf Podium. Gekrönt wurde die Leistung durch den Sieg in Silverstone.
Zu diesem Zeitpunkt lag die Nummer 25 auf Offensiv-Kurs, vor Acosta und nur knapp hinter Fabio Di Giannantonio in der WM-Tabelle. Doch zuletzt ist aus dem 2026 bemerkenswerten Aprilia-Quartett ein Trio geworden – kurzzeitig war es mit Daumenbruch von Teamkollege Ai Ogura gar nur ein Duo. Der Japaner fehlte zwei Events, in den auch bei Fernandez nicht viel zusammen ging. In den letzten drei GP-Rennen holte er nur 14 Punkte, war damit klar schwächster Pilot der RS-GP.
Zuletzt musste Raul Fernandez abreissen lassen
Besonders auffällig war das zuletzt auf dem Red Bull Ring. Während die Aprilia-Größen konstant an der Spitze fuhren, haderte Fernandez, schaffte es nicht einmal ins zweite Qualifying. Ogura glänzte (noch hinter Martin und Bezzecchi) als Rückkehrer mit zwei vierten Rängen, Fernandez klemmte im Großen Preis von Österreich hinter Enea Bastianini (KTM) und vor Honda-Ersatzfahrer Nakagami auf Platz 12.
Die Schlappe hängt dem Spanier noch nach. «So wie es zuletzt in Österreich gelaufen, war es etwas frustrierend. Wir haben auf dieser Stop-and-go-Piste das gesamte Wochenende versucht zu verstehen, warum ich solche Probleme hatte», so Fernandez vor dem ersten Fahrtag in Japan. Der Trackhouse-Athlet schob das auf die Reifen – und hofft auch deshalb jetzt wieder voll konkurrenzfähig zu sein: «Es ging zuletzt darum zu verstehen, warum ich nicht in der Lage den Hinterreifen perfekt zu nutzen und immer das Gefühl hatte nicht richtig beschleunigen zu können. Hier haben wir komplett andere Reifentypen zur Verfügung – und ich hoffe, dass damit das alte Gefühl zurückkommt.»
Leichter wird es deswegen nicht, denn die letzten Rennen haben die Unberechenbarkeit bei der Suche nach der idealen Einstellung gefunden. Paradebeispiel war die Konkurrenz von Ducati. Der langjährige Spielberg-Dominator schaffte es beim Österreich-GP nicht einmal aufs Podest – während KTM-Pilot Pedro Acosta nun das höchste Tempo hatte.
Den Landsmann hat Fernandez aber auch weiterhin auch auf der Liste: «Acosta und KTM waren ja nicht nur in Thailand und Österreich sehr stark – Pedro war auch direkt vor den Rennen in Spielberg vorne. Er ist super stark, besonders auf der Bremse, deshalb wird er auch in Japan da sein.»
Nur bedingt aussagekräftig ist der Blick auf die Ergebnisliste von 2025. Doch in Sprint landete Fernandez als Achter direkt vor Ai Ogura, im GP wurde es Platz 7, wobei sowohl Jorge Martin als auch Ogura nun auf der Verletzungsbank saßen. Für Raul Fernandez geht es in Motegi in erster Linie darum, sich nicht wie zuletzt von den Aprilia-Kollegen abhängen zu lassen. Gelingt das, dürfte der WM-Siebte automatisch wieder an der Spitze zu finden sein.
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