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Yamaha-Manager: «Rossi Startplatz nicht entscheidend»

Der Niederländer Wilco Zeelenberg ist seit 2010 Manager des Yamaha-Werksteams auf der Seite des neuen Weltmeisters Jorge Lorenzo. Er wirkte nach dem Triumph in Valencia zutiefst erleichtert.

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"Jorge liess am Ende ein bisschen nach", sagt der ehemalige 250-ccm-GP-Sieger Wilco Zeelenberg. "Ich denke, er hat ein bisschen kalkuliert, und sobald das der Fall ist, wirst du ein bisschen langsamer. Es war nervenaufreibend, auch für ihn. Aber wenn du am Schluss den Titel mit einem Sieg sicherstellst, dann ist das wie ein Traum."

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"Wir haben uns natürlich in den letzten Runden Sorgen gemacht, als Dani und Marc näher rückten", erklärte Zeelenberg weiter. "Wir haben erwartet, dass er im Rennen eine etwas bessere Pace haben würde. Aber es ist ihm nicht wirklich gelungen, den beiden Honda davon zu fahren. Und wenn du so eine Flucht erzwingen willst, musst du ein sehr hohes Risiko eingehen. Ich würde sagen, zu Saisonmitte kannst du dir das erlauben. Aber jetzt beim Finale denkst du dir: Okay, sie hängen hinter mir drin, das ist okay. Wir wussten, am Schluss kann alles passieren. Falls Jorge auf Platz 3 zurückgefallen wäre, wäre der WM-Titel weg gewesen..."

"Aber im Finish hat Marc bei einer Aktion etwas Zeit verloren, dadurch hatte Jorge vor der letzten Kurve etwas Vorsprung. Wenn dort beide nach der Devise Alles oder Nichts gefahren wären, wie wir es bei anderen Fahrern in der Vergangenheit gesehen haben, wäre es noch aufregend gewesen."

"Das war eine aufregende Saison, mit einigen glanzvollen Siegen, aber auch mit ein paar enttäuschenden Ergebnissen", stellte Zeelenberg fest. "Wir haben ein paar Fehler gemacht. Das begann mit dem Helm-Problem in Katar, dann haben wir in Argentinien den falschen Vorderreifen ausgewählt, in Texas war Jorge krank, so haben wir uns einen deutlichen Rückstand eingehandelt. In Misano gab es den sinnlosen Crash im Rennen..."

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Im August lagen Lorenzo und Rossi nach dem Brünn-GP noch punktegleich an der Spitze. "Dann kam Silverstone. Die Leistung von Jorge war dort okay, aber die von Valentino war viel besser", erinnert der Niederländer. "Er hat gewonnen, das war eindrucksvoll. Jorge war im Nassen einfach nicht schnell genug. Das kann passieren."

Lorenzo hat zuletzt mehrmals erzählt, dass er im Sommer etwas entdeckt hat, was ihn noch schneller und noch unwiderstehlicher gemacht hat.

Zeelenberg klärt auf. "Das hat etwas zu tun mit dem Motorrad und der Elektronik. Jorge hat eine Möglichkeit gefunden, das Motorrad mit Hilfe der Elektronik besser abzubremsen. Ich denke, das ist der Bereich, auf den er sich da bezogen hat. Er war dadurch in der Lage, später zu bremsen, er konnte das Bike besser abbremsen und trotzdem einen hohen Kurvenspeed beibehalten. Dies war eine Kombination aus vielen Kleinigkeiten, die ihn weiter gebracht hat. Ausserdem hat er eine sehr spezielle Art, das Motorrad abzubremsen. Er bremst nicht zu spät, nicht zu hart und nicht zu aggressiv."

Wird sich das Verhältnis zu Valentino Rossi in Zukunft normal gestalten? "Wenn sie sich wie normaler Sportsleute verhalten, warum nicht", meint Wilco. "Beide wissen, dass es für jeden Fahrer wichtig war, diesen Titel zu gewinnen. Anderseits ist es nur ein Sport. Wir sollten nicht zurückblicken. Beide sollten ihre Fights nur auf der Piste austrage. Heute war das Duell nicht ganz ehrlich, weil Vale von hinten losfahren musste. Das ist die Realität. Hat er den Penalty von Malaysia verdient? Darüber kann man geteilter Meinung sein. das wird immer ein Fragezeichen bleiben."

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Aber wenn man sich Rossis Rennpace von Valencia heute ansieht, dann wäre er womöglich auch aus der zweiten Startreihe über Platz 4 nicht hinausgekommen? Zeelenberg: "Ja, da stimme ich zu. So gesehen spielt die letzte Startreihe keine so grosse Rolle..."

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