Wie Chloe Jones beim Finale der WorldWCR in Jerez Maria Herrera austrickste
Zu Saisonbeginn wurde Chloe Jones als Mitfavoritin gehandelt, doch davon war sie weit entfernt. Erst beim Finale auf dem Circuito de Jerez wurde die Engländerin ihrem eigenen Anspruch gerecht.
Nachdem Chloe Jones in der zweiten Saisonhälfte der Women's Circuit Racing World Championship 2025 reihenweise zweite Plätze einfuhr und WM-Dritte wurde, galt die 22-Jährige aus Northampton als für die nächste Saison als Mitfavoritin auf den Titel – zumal sie ins Crescent-Team wechselte, das in der Superbike-WM den Werksauftritt von Yamaha organisiert! Doch diese Hoffnung bekam gleich beim Saisonauftakt in Portimão einen herben Dämpfer, als Jones nur in den Top-15 landete.
Von diesem Rückschlag erholte sich die Engländerin nie, auch wenn die Ergebnisse fortan in Richtung Top-5 tendierten und sie im ersten Lauf in Misano als Dritte auf das Podium fuhr. Wäre Jones in jedem Rennen so stark wie beim Saisonfinale in Jerez im zweiten Lauf, wäre mehr drin gewesen als der fünfte Rang der WorldWCR 2026.
Mit einem guten Start katapultierte sich Jones direkt in die Spitzengruppe und mischte in den Top-5 mit. Wie die Crescent-Pilotin in der letzten Runde die zweifache Weltmeisterin Maria Herrera in der letzten Kurve außen überholte, war zum Zungeschnalzen! «Es fühlt sich so großartig an, nach Misano noch einmal in diesem Jahr auf das Podium zu fahren», erzählte Jones SPEEDWEEK.com. «Es war das letzte Meeting und ich hatte keinen Druck. Für nächstes Jahr habe ich noch nichts, also ging es um alles oder nichts. Das erste Rennen war etwas schwierig, dafür kam ich im zweiten Lauf stark zurück. Mit der Weltmeisterin kämpfen zu können, fühlte sich gut an.»
Wie erlebte Jones den Moment, als die Spanierin eine ungewöhnlich enge Linie wählte? «Ich dachte mir schon, dass Maria nach innen ziehen würde, denn sie hatte dasselbe am Samstag getan und ich habe mir auch die Rennen vom vergangenen Jahr angeschaut, in denen sie es genauso machte», grinste die 22‑Jährige. «Also konnte ich davon ausgehen, dass sie es wieder so tun würde. Ich musste nur außen bleiben und ihr den Weg abschneiden. Es war eng, aber es war mega.»
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