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Maria Herrera: Zweiter WM-Titel, doch in Jerez ging eine Serie zu Ende

Ohne Podestplatz, aber erneut Weltmeisterin: Maria Herrera erlebte in Jerez ein ungewöhnliches Finale. Die Spanierin spricht über den Titeldruck, das gestiegene Niveau und die Änderungen für 2027.

Im Artikel erwähnt

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Beim Saisonfinale der Frauen-WM in Jerez erreichte Maria Herrera ihr großes Ziel bereits am Samstag: Platz 5 im ersten Rennen genügte der Spanierin, um ihren WorldWCR-Titel zu verteidigen. Auf dem Podium stand sie an diesem Wochenende allerdings nicht. Das hatte es für Herrera in der Meisterschaft zuvor noch nie gegeben.

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Während Paola Ramos beide Rennen gewann, führte Herrera den zweiten Lauf zwischenzeitlich an, verlor später aber den Anschluss an Ramos und Beatriz Neila. Im Kampf um Platz 3 musste sie sich schließlich Chloe Jones geschlagen geben. Die Britin zog in der letzten Runde außen vorbei und verwies die alte und neue Weltmeisterin auf Position 4.

Großer Druck beim Saisonfinale

Die entscheidende Aufgabe hatte Herrera zu diesem Zeitpunkt bereits erledigt. Im ersten Rennen war es ihr vor allem darum gegangen, den Titelgewinn nicht durch einen Fehler zu gefährden. «Es war ein wirklich schwieriges Rennen. Ich wusste, dass ich schnell genug bin. Doch ich war angespannt und erkannte, dass Paola sehr schnell ist. Ich wollte das Rennen zu Ende bringen, weil ich nervös war und man dann leicht einen Fehler machen kann», erklärte Herrera.

Den Grundstein zur erfolgreichen Titelverteidigung hatte sie mit ihrer Konstanz im Saisonverlauf gelegt. Dass ausgerechnet beim Finale die Podestserie endete, änderte nichts mehr am Ausgang der Meisterschaft. «Ich denke, dass ich in diesem Jahr sehr, sehr schnell und in jedem Rennen sehr konstant war. Ich stand in jedem Rennen auf dem Podium – hier nicht, aber jedes Rennen zählt. Das ist sehr wichtig. Ich wusste, dass der Druck in Jerez da sein würde und ich die Aufgabe am Samstag abschließen musste», schilderte die Spanierin.

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Aus ihrer Sicht wurde die Titelverteidigung auch deshalb anspruchsvoller, weil die Konkurrenz deutlich zulegte. Herrera musste sich steigern, um ihre Position an der Spitze zu behaupten. «Das Jahr war sehr intensiv. Ich habe mich bei den Rundenzeiten stärker unter Druck gesetzt. Auf jeder Strecke war ich eine Sekunde schneller. Das Niveau ist hoch, die anderen Fahrerinnen verbessern sich sehr. Man sieht, dass es eine große Gruppe ist. Deshalb ist es sehr schwierig, Jahr für Jahr mit derselben Einstellung weiterzumachen», betonte die Weltmeisterin.

WorldWCR 2027: Neues Bike und Reifen – Herrera noch ohne Vertrag

In der Saison 2027 wartet mit der neuen CF Moto 675SR-R ein neues Motorrad auf die Teilnehmerinnen. Zudem wechselt die Serie von Pirelli zu Michelin. Herrera, die noch keinen bestätigten Vertrag für die neue Saison hat, blickt dieser Entwicklung positiv entgegen. Ihre Erfahrungen auf unterschiedlichen Motorrädern könnten ihr bei der Umstellung helfen.

«Für mich ist das gut, weil ich schon in den verschiedensten Kategorien gefahren bin. Ich denke, dass auch der Wechsel zu Michelin gut ist. Ich kenne die Reifen von früher sehr gut. Wie sie jetzt sind, weiß ich nicht. Aber es ist gut für die Fahrerinnen. Der Fahrstil spielt eine größere Rolle, und man muss mit den Reifen haushalten. Ich freue mich sehr über den Wechsel», erklärte Herrera.

Auch beim Fahrwerk erhofft sie sich Fortschritte. «Ich denke, dass es mit der Federung besser wird. Das hoffe ich zumindest, denn momentan spürt man jede Bodenwelle auf der Strecke. Wir haben Spaß, aber wir können sicher schneller fahren. Mit dem neuen Paket sollten wir härter bremsen und mehr Geschwindigkeit durch die Kurven mitnehmen können», ergänzte sie.

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In welchem Team Herrera die nächste Saison bestreiten wird, war beim Finale noch offen. Ihr Wunsch ist, im vertrauten Umfeld von GRT weiterzuarbeiten. Doch GRT ist ein Yamaha-Team. «Ich weiß es nicht. Ich hoffe, dass ich im selben Team weitermachen kann. Aber es ist natürlich ein Yamaha-Team, deshalb weiß ich es nicht. Wir werden sehen. Ich bin sehr entspannt», sagte Herrera.

Ihre Titelfeier nutzte sie zudem, um auf ein Thema aufmerksam zu machen, das sie persönlich berührt: den Kampf gegen Brustkrebs. Die Aktion sollte Aufmerksamkeit schaffen und helfen, Spenden zu sammeln.

«Das ist sehr wichtig, weil viele Freundinnen betroffen sind. Auch die Hauptsponsorin meines Teams ist betroffen, deshalb ist mir das Thema sehr nah. Ihnen möchte ich diesen Titel widmen. Es ist sehr wichtig, auf dieses Anliegen aufmerksam zu machen und dafür mehr Geld zu sammeln», erklärte die zweifache Weltmeisterin, die in Jerez ein spezielles Helmdesign verwendete. Der Verkauf von Helm-Replikas dieses Designs soll Geld für eine gemeinnützige Organisation sammeln.

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Pos
#
Fahrer
Fahrer
Runden
Zeit
Bestzeit
Punkte

01

58

Paola Ramos

Paola Ramos

Forward Racing

11

20:35,293

1:51,102

25

02

36

Beatriz Neila

Beatriz Neila

Ampito Crescent Yamaha

11

+0,130

1:51,206

20

03

15

Chloe Jones

Chloe Jones

Monster Energy Crescent Yamaha

11

+0,903

1:51,217

16

04

6

Maria Herrera

Maria Herrera

Terra & Vita GRT Yamaha WorldWCR

11

+1,162

1:51,345

13

05

96

Roberta Ponziani

Roberta Ponziani

Forward Racing

11

+6,901

1:51,592

11

06

11

Yvonne Cerpa

Yvonne Cerpa

MotosCerpa

11

+6,929

1:51,779

10

07

12

Placeholder

Muklada Sarapuech

EEST NJT Racing Team

11

+7,420

1:51,456

9

08

8

Tayla Relph

Tayla Relph

Full Throttle Racing

11

+9,455

1:51,760

8

09

20

Natalia Rivera

Natalia Rivera

Terra & Vita GRT Yamaha WorldWCR

11

+13,423

1:51,868

7

10

83

Astrid Madrigal

Astrid Madrigal

Pons Italika Racing FIMLA

11

+16,687

1:52,323

6

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