Bahnsport-Familie Tebbe: Jetzt fahren drei Rennen
Wenn wie bei Tebbes drei Familienmitglieder Bahnrennen fahren, dann dreht sich alles um den Sport. Kollidieren Termine, ist eine besondere Logistik erforderlich.
Mittwoch Roden in den Niederlanden, Fronleichnam Altrip in der Pfalz, Samstag Rzeszow in Polen und Moorwinkelsdamm nordwestlich von Oldenburg, und am Sonntag Hechthausen, nordöstlich von Bremen: So lautet die Route für die Familie Tebbe rund um Fronleichnam, wenn Jörg Tebbe und seine Kinder Louis und Lenja Rennen bestreiten.
"Es sind zwei Autos im Einsatz. Mit einem waren wir in Roden und Altrip. Wir kamen nachts aus Roden in Altrip an, dort fuhr Louis sein erstes Langbahnrennen", berichtete Jörg beim Treffen mit SPEEDWEEK.com. "Dann ging es zu meinem Schwager, wo wir die Motorräder fertig machten, dann fahre ich mit Louis nach Polen weiter. Nach dem Rennen geht es dann 1200 km nach Hechthausen, wo wir unser Rennen fahren, und dann noch die paar Kilometer nach Hause."
Während Jörg und Louis Tebbe in Polen sind, wird Tochter Lenja im 1500 km entfernten Moorwinkelsdamm bei der Talents Team Trophy starten. Verheiratet ist Jörg übrigens mit Tanja, eine geborene Diener. Der Bahnsport liegt also auch der Schwarzwälderin im Blut.
Nach jetzigem Stand sieht es so aus, dass Jörg Tebbe in Rzeszow für Josef Franc ins Feld kommen könnte. Der Tscheche stürzte in Altrip und verletze sich an der Hand. Dass er in Polen fahren kann, ist unsicher.
Jörg Tebbe betrieb bis zur Saison 2016 den Bahnsport professionell, wechselte dann aber zurück ins Amateurlager. "Nach meinem Sturz damals habe ich den Entschluss gefasst, normal arbeiten zu gehen. Als Corona anfing und gar nichts im Sport ging, war das wie ein Sechser im Lotto, da weiter Geld reingekommen ist und nicht nur Kosten da waren. Es macht bei den Preisen aktuell wenig Spaß, denn die ganzen Unterhaltskosten sind gewaltig gestiegen. Das versucht man zu kompensieren und irgendwie gelingt uns das."
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